Folsäure, Vitamin- und Mineralstoffpräparate in der Schwangerschaft
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Folsäure, Vitamin- und Mineralstoffpräparate. An und für sich würde eine gesunde ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Mineralien für eine werdende Mutter genügen, wäre da nicht die morgendliche Übelkeit oder Appetitlosigkeit. Mineralstoff- und vitaminhaltige Nahrungsergänzungen können eine dazu beitragen, dass die Schwangere dennoch genügend der benötigten Nährstoffe aufnimmt. Der Arzt/die Ärztin kann hier weiter beraten, ob ein entsprechendes Präparat eingenommen werden sollte.

Bei der Folsäure handelt es sich um ein wichtiges, wasserlösliches B-Vitamin. Es sollte auch bei Kinderwunsch und vor allem während der ersten drei Schwangerschaftsmonate eingenommen werden. Der menschliche Organismus braucht die Folsäure, um rote Blutkörperchen und die Hormone Noradrenalin und Serotonin zu bilden; es hat positive Auswirkungen auf die Gehirnfunktionen und ist Teil der Flüssigkeit im Rückenmark: Liquor. Folsäure ist einer der wenigen Nährstoffe, die einen offenen Rücken (Spina bifida) verhindern können. Der Rücken des Fötus schließt sich normalerweise während der ersten vier Schwangerschaftswochen. Frauen sollten daher im ersten Trimester der Schwangerschaft täglich 600 µg Folsäure zu sich nehmen, damit wird das Risiko von Geburtsfehlern reduziert. Folsäure ist ein sehr hitzeempfindlicher Nährstoff. Ein Teil der empfohlenen Menge sollte deshalb über Präparate aufgenommen. Ansonsten findet man Folsäure vor allem in Blattgemüse, Hefe, Kuhmilch und Rindsleber.

Das Spurenelement Zink vermindert das Risiko einer Frühgeburt und trägt auch zur Verhinderung eines zu niedrigen Geburtsgewichts bei. Werdende Mütter sollten täglich 15 mg Zink zu sich nehmen, was ebenso für das Immunsystem wichtig ist. Zink findet man in tierischen Produkten und Vollkornprodukten, wie Weizen, Gerste Hafer, außerdem in Keimlingen, Sprossen, Karotten, Feldsalat und Kartoffeln.

Manche Schwangeren benötigen zusätzliches Eisen oder Kalzium während der Schwangerschaft. Die regelmäßig kontrollierten Eisenwerte im Blut zeigen, ob Präparate einzunehmen sind.

Ungefähr ab der 14. Schwangerschaftswoche arbeitet die Schilddrüse des Babys, dazu wird Jod in ausreichender Menge benötigt. So sollten werdende Mütter etwa 230 bis 260 mg täglich zu sich nehmen, was 30 bis 60 mg mehr als vor der Empfängnis sind. Jod verhindert, dass sich beim Baby ein Kropf bildet. Jodiertes Speisezahl ist hier zu empfehlen, ebenso Fischarten, wie Schellfisch, Sardinen, Makrelen, Lachs, Garnelen und Forellen. Nimmt man über die tägliche Ernährung nicht genügend Jod zu sich, sollte man mit dem Arzt/der Ärztin über ein passendes Vitamin-Präparat beraten.

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