Schwangerschaftsstreifen – Die 10 besten Tipps zur Vorbeugung
Kategorie: Schwangerschaft Gruppe: Öffentlich

Manche Frauen sind einfach zu beneiden! Dazu gehören vor allem diejenigen, deren Hautbild während und nach der Schwangerschaft keinen einzigen Schwangerschaftsstreifen aufweist. Ob und wie gut die Haut die extreme Dehnung des wachsenden Baby-Bauchs verkraftet, ist jedoch bei jeder Frau unterschiedlich, da es auf die Elastizität ihres Bindegewebes ankommt. Und die ist meistens genetisch vererbt. Ist das Gewebe beneidenswert elastisch wie ein Gummiband, das immer wieder in seine ursprüngliche Form zurückfindet, werden kaum Schwangerschaftsstreifen auftreten. Ist es hingegen sehr schwach und eher vergleichbar mit einem sehr brüchigen oder bereits sehr in Mitleidenschaft gezogenen Gummiband, wird es irgendwann reißen. Zumeist ab Beginn der 20. Schwangerschaftswoche, wenn das Baby mehr Platz braucht und sich der Bauch der werdenden Mutter nicht mehr verstecken lässt. Ganz ausschließen, dass sie Schwangerschaftsstreifen bekommt, kann also keine Frau. Aber jede einzelne kann dafür sorgen, dass ihr Bindegewebe - und damit ihre Haut - so elastisch wie möglich ist, bleibt oder auch erst wird. Damit wird das Risiko eingegrenzt bzw. setzen sich die farbenfrohen lila-bläulichen Streifen, die sich an Brust, Bauch, Oberschenkeln und Po so gerne zeigen, wesentlich geringer und weniger intensiv durch.

Dazu gehört jedoch ab sofort tägliche Disziplin, denn ohne Fleiß, kein Preis!

Schwangerschaftsstreifen sind kein unbezwingbares Schicksal – Die 10 besten Tipps zur Vorbeugung

  1. Versorgen Sie Ihren Körper mit ausreichend Flüssigkeit, da die Pflege der Haut und die Regulierung ihres Feuchtigkeitshaushalts von innen beginnt. Trinken Sie mindestens 2 Liter Wasser pro Tag, besser noch 3 Liter. Vermeiden Sie aber vor allem Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke.
  2. Auch die Ernährung spielt für die Elastizität des Bindegewebes eine entscheidende Rolle. Ernähren Sie sich gesund, was Sie ohnehin gerade in der Schwangerschaft für die Energieversorgung Ihres Babys tun sollten. Vermeiden Sie vor allem zu salzhaltige, zu zuckerlastige oder zu fettige Speisen. Setzen Sie stattdessen auf Vollkornprodukte, frisches Obst und Gemüse, pasteurisierte oder ultrahocherhitze Milchprodukte, wenig Fleisch, aber dafür viel Fisch.
  3. Achten Sie trotz Schwangerschaft auf Ihr Gewicht. Natürlich ist es normal und ein Muss, während der Schwangerschaft an Gewicht zuzulegen – üblicherweise zwischen 12 bis 18 kg. Dementsprechend sollen auch die Heißhunger-Attacken weiterhin erlaubt sein. Wenn Sie jedoch merken, dass Sie zu weit nach oben oder unten von der normal üblichen Gewichtszunahme abweichen, fragen Sie Ihre Hebamme oder Ihren behandelnden Arzt um Rat, damit gegebenenfalls Ihre Ernährung ein wenig umgestellt werden kann.
  4. Starten Sie mit Wechselduschen in den Tag. Die bringen nicht nur Ihren Kreislauf in Schwung, sondern auch die Durchblutung Ihrer Haut.
  5. Nutzen Sie die tägliche Dusche, um Ihre Haut an Bauch, Busen, Oberschenkel und Po mit kreisenden Bewegungen zu massieren. Dafür eignen sich am besten ein Luffa-Handschuh, eine Bürste mit Naturborsten oder eine genoppte Massagebürste, wobei die Brustwarzen und ihr Vorhof auf Grund der Empfindlichkeit natürlich immer ausgespart werden sollten.
  6. Nach der Dusche ist die Haut am empfänglichsten für Pflegeprodukte und die Aufnahme der darin enthaltenen Stoffe. Geben Sie Ihrer Haut jetzt die Pflege, die sie benötigt, um elastisch zu bleiben. Beachten Sie jedoch, dass Ihre Haut sich durch den erhöhten Östrogen-Spiegel verändert und eventuell andere Pflegestoffe als vor Ihrer Schwangerschaft verlangt. So können reichhaltige Lotionen, leichte Feuchtigkeitsfluids oder auch cremige Öle in Betracht kommen. Alle sollten dabei frei von Parfüm und Konservierungsstoffen sein.
  7. Bringen Sie Ihre Durchblutung auf Trab und treiben Sie Sport. Keine Panik, dafür müssen Sie nicht ins Schweiß treibende nächste Sportstudio, sondern sich nur regelmäßig bewegen. Täglich mindestens 30 Minuten spazieren zu gehen oder schnelleren Schrittes zu walken, regelmäßig ein paar Bahnen zu schwimmen oder auch Rad zu fahren, reichen schon fast aus, um dem Bindegewebe zu zeigen, wo es lang geht.
  8. Ebenfalls förderlich, aber nicht jedermanns oder besser: jederfraus Sache, sind wiederkehrende Trainingseinheiten, mit denen die Muskulatur sanft gedehnt wird wie beispielsweise Callanatics & Co.
  9. Spätestens ins Abend- oder Zu-Bett-Geh-Programm sollte eine Zupfmassage integriert werden, mit denen Sie Bauch, Oberschenkel und Po ein wenig piesacken. Diese können Sie ebenfalls immer dann einlegen, wenn Sie gerade mit nackten Beinen auf der Couch herumlümmeln und Ihre Schwangerschaft genießen.
  10. Last but not least gibt es verschiedene Schwangerschaftsöle, die ebenfalls täglich in die Haut einmassiert werden und wahre Wunder verbringen sollen – und dies teilweise auch können. Lassen Sie sich einfach in der Apotheke oder im Drogeriemarkt beraten.

Für alle beschriebenen Maßnahmen gilt: Je früher sie damit starten, desto höher sind Ihre Erfolgschancen, den lästigen Dehnungsstreifen zu entgehen. Bleiben Sie auch nach der Geburt noch in den ersten drei Monaten fleißig, damit Sie Ihre Haut tatkräftig bei ihrer Regeneration unterstützen.

Wir freuen uns über Kommentare zu diesem Artikel. Wenn Sie Fragen haben, oder sich mit anderen austauschen wollen, dann besuchen Sie doch unser Forum.

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1 von 1 Kommentaren

3 months ago
von Iyvon

Hallo, danke für die super wertvollen Tipps. Bei Punkt 10 habe ich eine Frage: Und zwar welches Öl würde hier dazupassen wenn man die Haut damit einölen will? Danke schon mal für die schnelle Hilfe :-)

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