| Babys richtig baden | |
| Category: Baby | Group: Public |

Noch immer scheiden sich die Geister darüber, womit, worin und vor allem wie oft ein Baby gebadet werden sollte. Generell gilt, dass auch die Haut des Babys einer zusätzlichen Pflege bedarf, allerdings immer nur so viel wie nötig und gleichzeitig so wenig wie möglich, um eine Balance zu finden, innerhalb derer der natürliche Säureschutzmantel der empfindlichen Haut erhalten bleibt, die Talgproduktion aber angeregt und unterstützt wird, um eine Austrocknung zu verhindern.
Baden nach der Geburt
Während in manchen Krankenhäusern das Baby direkt nach der Geburt gebadet wird, um die so genannte Käseschmiere von der Haut zu entfernen, verzichten viele andere Kliniken darauf und versuchen, den schmierigen Film so lange wie möglich auf der Haut zu erhalten. Denn er enthält wertvolle Stoffe, die Feuchtigkeit an die Haut des Babys abgeben, seinen Säureschutzmantel stabilisieren und vor ersten Infektionen schützen.Babybadewanne, Babybadeeimer, Waschbecken oder Elternbadewanne
Mit dem Baby Zuhause angekommen, ist das erste Baby-Bad zumeist ein echtes Erlebnis – sowohl für die frisch gebackenen Eltern als auch für das Kind selbst. Ob ein Baby das Baden liebt und am liebsten gar nicht mehr aus dem warmen Wasser heraus möchte, oder ob es von Anfang an ein Riesen-Theater veranstaltet, hängt oftmals auch davon ab, worin es gebadet wird.Viele Kinder genießen die Erfindung des Tummy Tub, eines Badeeimers, in dem sie sich so oftmals so wohl wie in Mamis Gebärmutter fühlen. Allerdings ist dieser oftmals nur dann geeignet, wenn er von Anfang an benutzt wird, da die Umstellung von beispielsweise einer Babybadewanne auf einen Tummy Tub den meisten Kindern sichtlich schwer fällt.
Andere Kinder hingegen sind von Anfang an nur für eine Badewanne zu begeistern, in der sie genügend Bewegungsfreiheit haben und ausgelassen mit Ärmchen und Beinchen planschen können. Das kann das tiefe Waschbecken mit gesicherten Armaturen sein, eine echte Babybadewanne oder auch die Badewanne der Eltern.
Probieren Sie einfach aus, was Ihrem Kind am besten gefällt und worin es sich am wohlsten fühlt. Aber versäumen Sie es nicht, auch gemeinsam mit ihrem Kind zu baden und sich gegenseitig Haut an Haut zu spüren. Auch Vater und Kind können diese sinnliche und Geborgenheit schaffende Atmosphäre miteinander teilen und ihre Bindung zueinander beim gemeinsamen Baden vertiefen.
Die Badevorbereitung
Bereiten Sie das Bad für Ihr Baby rechtzeitig und vor allem stressfrei vor. Dazu gehört:Den Raum heizen, in dem das Baby gebadet werden soll, das Badewasser laufen lassen, gegebenenfalls einen Zusatz einfüllen, die Temperatur überprüfen, ein Handtuch auf der Heizung vorwärmen, Creme oder Lotion herausstellen, und herauslegen, was das Baby nach dem Baden anziehen soll.
Da Babys klare Strukturen und geregelte Tagesabläufe lieben, sollte es nach Möglichkeit immer etwa zur gleichen Zeit gebadet werden.
Das Badewasser
Während der Raum, in dem das Baby gebadet wird, eine konstante Temperatur von 23 Grad haben sollte, sollte die Temperatur des Badewassers bei exakt 37 Grad liegen und den kompletten Körper des Kindes warm umspielen. Entsprechend sollten Sie die Badewanne oder worin auch immer Sie Ihr Kind letztendlich baden möchten, mit ausreichend Wasser befüllen, denn sonst wird es dem kleinen Nackedei schnell zu kalt, und das Bad unangenehm.Ist die Haut des Babys gesund, braucht das Badewasser keinen gesonderten Zusatz.
Lechzt Babys Haut jedoch nach Feuchtigkeit, können dem Badewasser ein milder Badezusatz oder besser noch einige Tropfen Öl, beispielsweise Mandelöl, hinzugefügt werden. Geheimtipp zur besseren Verteilung des Öls im Badewasser ist es, das Öl vorher mit süßer Sahne zu verquirlen und es erst dann dem Badewasser hinzuzufügen. Beim allerersten Bad allerdings sollte Öl aus Sicherheitsgründen vermieden werden, damit Ihnen Ihr Baby nicht plötzlich aus den Händen rutscht. Ebenfalls zu vermeiden ist – zumindest bei anderen Zusätzen als Ölen – die Bildung von Schaum, da dieser versehentlich von Ihrem Baby eingeatmet werden könnte.
Hebammen hingegen wissen, dass für Babys Haut die Muttermilch das beste Allheilmittel darstellt, insbesondere, wenn ein paar Tropfen davon mit ins Badewasser gegeben werden. Dann fällt es auch leicht, auf andere Zusätze zu verzichten.
Die Badedauer
Babys sollten nicht länger als 5 bis 10 Minuten im Badewasser verbleiben, da eine längere Zeitdauer die empfindliche Haut unnötig angreift und ihren noch nicht komplett funktionsfähigen Säureschutzmantel zusätzlich schwächt.Die Badehäufigkeit
Da Babys noch nicht im Sandkasten wühlen, um sich von oben bis unten schmutzig zu machen und auch noch keine schweißtreibenden Sportprogramme absolvieren, reicht es, sie einmal, maximal jedoch zweimal in der Woche zu baden.Für die tägliche Reinigung dazwischen, genügt es, das Gesicht und die Hände, den Bauch, den Rücken und die Füße einmal täglich mit einem feuchten Waschlappen zu reinigen. Der Po hingegen erhält bei jedem Wickel-Kommando sein eigens Pflegeprogramm.
Nach dem Baden
Nach dem Bad sollte das Baby in ein vorgewärmtes, kuschelig-weiches Frotteehandtuch gehüllt und sanft abgetrocknet werden. Hierzu tupft man am besten, anstatt zu rubbeln. Vergessen Sie dabei auf keinen Fall die niedlichen Speckfalten, in denen sich die Badefeuchtigkeit liebend gerne ansammelt – hier besonders die Speckfalten an Hals, Armbeugen und Kniekehlen.Viele Babys genießen nach dem Baden und Abtrocknen eine Kuscheleinheit in Mamas Armen, oder auch sich wohlig nackt zu räkeln und zu strecken. Dabei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass das Zimmer angenehm warm ist, damit sich das Kleine nicht erkältet. Manche Kinder quietschen sogar vor Vergnügen, wenn sie sich nach dem Bad unter einer Wärmelampe oder dem simplen Warmluftstrahl des Föns austoben und vollends trocknen lassen dürfen.
Lotion und Massage
Da jedes Vollbad den Säureschutzmantel des Babys schwächt, kann es jetzt eine Extra-Portion Pflege gut gebrauchen. Hierzu eignet sich eine Creme oder Lotion, die vor dem Auftragen in den Händen angewärmt, dann sanft in die Babyhaut eingerieben und mit einer wohltuenden Massage durch Mamis streichelnde Hände verbunden wird.Sign in to post a comment. New to Muetterberatung.de? Register here.












