50 Jahre gibt es sie nun schon, die Pille! Sie hat Frauen jedoch nicht nur die sexuelle Freiheit geschenkt und so ungewollte Schwangerschaften verhindert, sondern auch zahlreiche Nebenwirkungen mit sich gebracht. Welche, das kann man jedem Beipackzettel entnehmen. Schon allein deshalb wäre eine andere Verhütungsmethode mehr als nur wünschenswert. Eine, die mindestens genauso zuverlässig ist, aber weitaus weniger rabiat in den weiblichen Hormonhaushalt eingreift. Denn das dies – vor allem auf Dauer – alles andere als gesund sein kann, darin sind sich die Mediziner ausnahmsweise einmal einig.

Vor allem den US-amerikanischen Forschern der Oregon Health and Science University in Portland ist es ein Bedürfnis, schon bald eine zuverlässige Alternative zur hormonellen Verhütung zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. „Schon bald“ ist in diesem Zusammenhang allerdings leider relativ. Zwar ist es den Forschern schon gelungen, ein Enzym zu entdecken, das anscheinend eine wichtige Rolle im Zyklus der Frau einnimmt und sich mitverantwortlich für den Eisprung zeigt, aber bis zur Entwicklung des angestrebten Enzymhemmers dürfte wohl noch einige Zeit vergehen. Von einzelnen Testläufen über Studien bis hin zur Marktzulassung als Medikament einmal ganz abgesehen.

Nichtsdestotrotz ist der erste Schritt zur Erkenntnis getan: Es sollte ein Verhütungsmittel geben, das zuverlässig, aber eben auf natürliche Weise und ohne Nebenwirkungen den Eisprung im weiblichen Körper verhindert. Denn: Kein Sex ist nun einmal auch keine Lösung!