Adventszeit: Zeit des Kerzenscheins

Die meisten von uns lieben sie: die Adventszeit. Eine Zeit der Besinnlichkeit, der Vorfreude auf das nahende Weihnachtsfest, eine Zeit, um im oft so hektischen Alltag etwas zur Ruhe zu kommen.
Dazu gehören in vielen Familien Adventskranz, Kerzen und Kerzenschein.

Damit aber heimeliger Kerzenschein nicht ganz schnell in Feuer ausartet, gilt es,, einige wichtige Dinge zu beachten. Gerade, wenn Kinder in der Familie sind, empfiehlt es sich dringend, diese auf die Gefahren von Kerzen hinzuweisen und ihnen den richtigen Umgang mit Feuer zu lernen bzw. das richtige Verhalten beim Anzünden von Kerzen beizubringen.

Wie Kinder den richtigen Umgang mit Feuer lernen: vor dem Anzünden einer Kerze

Zunächst einmal gilt eine alte, allseits bekannte Weisheit: Verbieten bringt gar nichts, schürt eher die Neugier, das Verbotene doch zu tun.
Es bringt daher gar nichts, einem Kind Streichhölzer oder Feuerzeuge strikt zu verbieten. Die Neugier auf das Verbotene wächst, alles Verbotene wirkt auf Kinder einen großen Reiz aus. Wenn dann ein Brand entsteht, reagieren die Kinder falsch, weil sie sich nicht trauen, um Hilfe zu rufen, aus Angst bestraft zu werden.
Zudem haben Feuer an sich schon eine große Anziehungskraft auf Kinder. Viel wichtiger ist es, den Kindern zu erklären, dass ein einziges kleines Streichholz zu schlimmen Bränden führen kann und das Kind deshalb ohne Aufsicht eines Erwachsenen damit nicht zu hantieren hat. Wichtiger und sinnvoller als ein Verbot ist daher, einem Kind den richtigen Umgang mit Feuer beizubringen.

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Kinder können den richtigen Umgang mit Feuer und das richtige Anzünden von Kerzen etwa ab dem 5. Lebensjahr erlernen. Damit Kindern den richtigen Umgang mit Feuer lernen, sollte man als Erwachsener natürlich auch ein gutes Vorbild sein. Dazu zählt, dass auch Erwachsene nicht kokeln oder an brennenden Kerzen manipulieren. Ganz wichtig ist auch, den Kindern einzuschärfen, dass eine brennende Kerze unter gar keinen Umständen unbeaufsichtigt gelassen werden darf. Ebenfalls gehören brennende Karten nicht in die Nähe von brennbaren Gegenständen wie z.B. Gardinen.

So lernen Kindern Respekt vor Feuer, aber keine Angst.

Bei der Kerze selbst muss der Docht lang genug sein. Unter die Kerze gehört eine nicht brennbare Unterlage, z.B. ein Teller.
Längere Haare müssen immer zusammengebunden werden, damit keine Haarsträhne in die Flamme gerät.  Natürlich sollte das Kind auch keine weite, leicht entflammbare Kleidung tragen, z.B. Pullis mit langen, weiten Ärmeln. Lange Ärmel werden hochgekrempelt.
Ein Teller oder ein Glas Wasser gleich neben der Kerze ist geeignet, damit ein Kind das Streichholz gleich fallen lassen kann, wenn es zu heiß wird.

Wie Kinder den richtigen Umgang mit Feuer lernen: Richtiges Anzünden einer Kerze

Zunächst einmal muss ein Kind lernen, das Streichholz richtig anzufassen. Es hält den Streichholzkopf zwischen den Fingern einer Hand, die Streichholzschachtel in der anderen. Das Streichholz wird oben an der Schachtel angesetzt und mit festem Druck über die Reibefläche in einem Zug gezogen. Anfangs erfolgt die Bewegung vom Kind weg. Beherrscht das Kind das richtige Anzünden des Streichholzes, kann nachfolgend eine Kerze angezündet werden.

Ein Kind muss ebenfalls wissen, dass das Streichholz erst nach vollständigem Auskühlen im Müll entsorgt werden darf.
Nach Gebrauch gehören Streichhölzer wieder an einen kindersicheren Ort.