Alles Familie! Vom Kind der neuen Freundin vom Bruder von Papas früherer Frau und anderen Verwandten

Alles Familie! ist nicht nur lesenswert, sondern auch ansehenswert! Viele Bilder und kurze aber aussagekräftige und humorvoll formulierte Sätze erzählen die Geschichte der Familie. Neben der klassischen Mutter-Vater-Kind-Konstellation gibt es mittlerweile viele Familienkombis, die für Außenstehende wirklich verwirrend sein können. Das Buch „Alles Familie!“ beschäftigt sich nun eingehend mit dem Thema Familie.

Die Macher und ihre eigene Art

Die Autorin Alexandra Maxeiner und die Illustratorin Anke Kuhl haben ein Werk geschaffen, in dem jedwede Vorkommnisse in einer Familie auseinander gelegt werden. Im Buchtipp wird über mögliche Familienzusammensetzungen und -verschachtelungen genau so offen gesprochen, wie über alle Probleme und Freuden die solch ein bunter Familienmix mit sich bringen kann.

Gute und böse Erbgeschichten, Streitigkeiten in Familien, multikulturelle und homosexuelle Familien werden genau so locker dargestellt, wie die Tatsache, dass Leihmütter ein Kind für andere austragen oder zwei gleichgeschlechtliche Partner gemeinsam eine Familie gründen. Alles wird offen und ehrlich dargestellt, mit Bildern angereichert, die selbst Kindern ab 4 Jahren eine Möglichkeit geben, alle möglichen Vorkommnisse, die auch nur im entferntesten mit Familie zu tun haben, zu verstehen.

Alleine der zeichnerische Versuch auf der Vorderseite des Buches, eine etwas verzwickte Familiensituation darzustellen, ist vollends gelungen und lässt schon erahnen, wie es in dem Buch „Alles Familie!“ zugeht.

Viele Preise in Aussicht?

„Alles Familie!“ hat den den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 in der Rubrik Sachbuch gewonnen. Gerade die Art, wie die Autorin locker und ganz gar nicht schulmeisterlich über mögliche Familienverhältnisse schreibt, hat die Jury überzeugt.

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Die Strichführung der Zeichnungen von Anke Kuhl hat ihr Übriges getan. Es ist ein Gesamtwerk entstanden, das über Familien für die ganze Familie gemacht wurde.


Alles in allem ist ein Werk entstanden, das in keinster Weise ein Blatt vor den Mund nimmt, ohne dabei frech oder provozierend zu sein, unverständliche Ausdrücke oder gar Fremdwörter zu nutzen, ohne diese auf angenehme, nicht belehrende Weise zu erklären – einfach lesenswert!