Manche Fragen sind so nahe liegend, dass man erst gar nicht drauf kommt. Wie beispielsweise die Frage, warum Schwangere trotz des zusätzlichen Gewichtes ihres manchmal enormen Babybauches nicht einfach irgendwann vorn herüber fallen. Ja, Sie schmunzeln! Aber kennen Sie auch die Antwort? Sehen Sie, sie hätten es auch nicht gewusst! Und genauso wenig wären Sie wahrscheinlich überhaupt auf die Frage gekommen, da es für uns aus der Erfahrung heraus selbstverständlich ist, dass der Körper der Frau das zusätzliche Babygewicht ohne Schwerkraftverluste tragen und vor allem ausbalancieren kann.

Den genauen Beweis jedoch haben amerikanische Wissenschaftler der renommierten Universität Harvard herausgefunden: Demnach sind beim weiblichen Körper die letzten drei der insgesamt fünf Lendenwirbelkörper stärker nach außen gebogen bzw. gekippt als beim männlichen Körper. Diese stärkere Neigung, die typische S-Kurvenform namens Lordose, ermöglicht es den Frauen, ihren Schwerpunkt während der Schwangerschaft – und hier insbesondere in den letzten Monaten – weiter nach hinten zu verlagern als es Männern möglich ist, da ihr Lendenwirbelbereich stärker und weiter gekrümmt werden kann.

Womit mal wieder bewiesen wäre, dass es wirklich besser ist, dass Frauen die Kinder bekommen. Männer würden damit nämlich nicht nur eine Bruchlandung hinlegen, sondern wahrscheinlich ständig auf der Nase liegen.

Warum Schwangere nicht umkippen und viele weitere Fragen aus seiner Babysprechstunde hat der Hamburger Gynäkologe Volker Ragosch, Professor am Perinatalzentrum Altona, in Zusammenarbeit mit Birgit Zebothsen jetzt in einem Buch veröffentlicht.

Erschienen ist Warum Schwangere nicht umkippen…: Die besten Fragen und Antworten aus der Babysprechstunde im Südwest Verlag als gebundene Ausgabe für € 7,95.