Eine Spieluhr für das Ungeborene
Kategorie: Schwangerschaft Gruppe: Öffentlich

Babys lieben sanfte Stimmen, sanfte Töne und sanfte Musik – und das nicht erst, wenn sie bereits auf der Welt sind. Denn ab Ende des vierten Schwangerschaftsmonats beginnt das Gehör des Babys, sich zu entwickeln. Zu Beginn nimmt es dabei nur die Geräusche im Inneren von Mamas Körper wahr – zu allererst ihren Herzschlag, dann ihren Pulsschlag, ihren Blutkreislauf und vieles mehr. Dabei liegt die Geräuschkulisse, der das heranwachsende Kind in der Gebärmutter täglich ausgesetzt ist, bei ungefähr 60 bis 80 Dezibel. Ab dem 5. Schwangerschaftsmonat etwa hört es die Stimme der Mutter und lernt jeden Tag dazu, weitere Geräusche, die von außen kommen, wahrzunehmen. Schon im 6. Schwangerschaftsmonat dann kann es einzelne Stimmen sehr deutlich voneinander unterscheiden und weiß ganz genau, ob gerade die Mutter oder der Vater, die kleine Schwester oder der große Bruder spricht. Am liebsten aber lauscht es jetzt der Stimme des Vaters, weil sie so schön tief und sonor klingt.

Eine Spieluhr zur Beruhigung

Der 6. Schwangerschaftsmonat ist auch der richtige Zeitpunkt, um die erste Spieluhr für den Nachwuchs zu besorgen, da Babys auf sanfte musikalische Klänge positiv reagieren. Ihr Herzschlag wird ruhiger, ihr Puls langsamer, ihre einzelnen Bewegungen entspannen sich. Insgesamt kann das Ungeborene durch Musik schnell beruhigt werden, wenn es sich beispielsweise erschreckt hat, weil eine Tür laut zugeschlagen wurde, ein Wagen unvermittelt gehupt oder ein Hund in unmittelbarer Nähe wütend gebellt hat. Jetzt nämlich sind die auch die Innenohrknöchel ausgeprägt und aufnahmefähig für alle erdenklichen Klänge und Geräusche.

Eine Spieluhr zum Einschlafen

Natürlich ersetzt keine Spieluhr der Welt dabei die beruhigende Stimme der Mutter oder das sanfte Streicheln über ihren Schwangerschaftsbauch. Doch viele Schwangere beklagen, dass ihr Ungeborenes immer genau dann wach zu werden scheint, wenn die werdende Mutter selbst sich gerade hinlegen möchte, um zu schlafen. Mit einer Spieluhr können Sie Ihr Baby schon während der Schwangerschaft an ein Schlaf-Ritual gewöhnen. Dafür wird die Spieluhr abends einfach auf den Baby-Bauch gelegt und aufgezogen. Ihr Baby lernt so, die gespielte Melodie mit dem Zu-Bett-Gehen zu verbinden und beruhigt sich, wie oben bereits beschrieben. In seinem Gehirn verankert sich die Melodie der Spieluhr so als vertraute, entspannende und vor allem zur Ruhe kommenden Symbolik. Denn verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass Babys sich anscheinend an die Musik, die sie während ihrer Zeit im Mutterleib immer wieder gehört haben, auch nach der Geburt noch erinnern. Sie reagierten darauf, im Gegensatz zu Kindern, die Melodie oder Musik nicht kannten, sehr positiv.

Die richtige Spieluhr

Beim Kauf einer Spieluhr kommt es allerdings nicht allein auf Form, Farbe und Melodie an, sondern auch darauf, dass sie nicht zu laut ist. Spieluhren sollten dementsprechend auf der einen Seite generell DIN-Norm geprüft sein, auf der anderen Seite aber auch von Mutter oder Vater selbst getestet werden. Denn die DIN-Norm besagt nur, dass die Spieluhren in einem Abstand von einem halben Meter nicht zu laut für das Kind sind. Ist der Abstand geringer, oder liegt das Baby abends sogar mit seinem Köpfchen darauf, greift auch die Schutznorm nicht mehr. Die fürsorglich gemeinte Spieluhr kann dann so laut sein, dass sie für lebenslange Gehörschäden Ihres Kindes sorgt. Deshalb: Testen Sie die verschiedenen Modelle vor dem Kauf einfach direkt an ihrem eigenen Ohr, indem Sie sie direkt davor halten. Tipp: Babys lieben harmonische Klänge und sind damit auch für Klassik sehr empfänglich. Doch Klassik ist nicht gleich Klassik. Während Mozart und Vivaldi das Baby beruhigen, kann es bei Ravels Bolero durch die sich immer weiter aufbauende Dynamik über einen längeren Zeitraum garantiert nicht mehr einschlafen. Probieren Sie es einfach selbst mal aus.

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