Welches Zubehör braucht der Kinderwagen wirklich?
Kategorie: Einkaufen Gruppe: Öffentlich

Wer die Wahl hat, hat die Qual! Denn wer sich einigermaßen erfolgreich durch die Angebotspalette von Kinderwagen navigiert hat und endlich das zu ihm und seinen Bedürfnissen passende Modell gefunden hat, steht zumeist unmittelbar danach mitten in der Zubehör-Abteilung. Hier beginnt das Drama von vorn, da die Fülle an hilfreichen, witzigen und ausgefallenen Zusatzelementen nicht nur schier erschlagend, sondern auch zum Kaufen schön ist.

Zugegeben: Kein Kinderwagen kommt ohne Tuning aus – und sei es auch nur der Sonnenschirm, sofern er separat gekauft werden muss. Aber auf eine Vielzahl des angebotenen Zubehörs kann man mit gutem Gewissen und vor allem mit einem realistischen Blick auf den eigenen Kontostand oder ins Portemonnaie verzichten.

Was der Kinderwagen wirklich braucht

Für die Einkäufe

Mit der Geburt des Babys gibt es Mutter und Kind eigentlich nur noch im Doppel-Pack. Die beiden Unzertrennlichen verbringen dabei nicht nur den gesamten Tag in trauter Zweisamkeit, sondern teilen sich unter anderem auch die zu erledigenden Einkäufe und Besorgungen. Gut, wenn der Kinderwagen dafür entsprechenden Stauraum bereithält. Sofern nicht von Grund auf damit ausgestattet, sollten aus praktischen Gründen Einkaufsnetz und Einkaufskorb nachgerüstet werden. Der Korb wandert dabei zwischen die Räder, das Einkaufsnetz oder die Einkaufstasche hingegen über die Lenkstange. So wird genügend Stauraum geschaffen, um Einkäufe unkompliziert zu verstauen und der Mutter beide Hände freizuhalten, damit sie den Kinderwagen weiterhin sicher und kontrolliert schieben kann.

Für den Sommer

Für den Sommer bedarf es eines Sonnenschirms, der das Baby vor zu viel Sonneneinstrahlung schützt. Der Sonnenschirm verhindert dabei nicht nur, dass sich das Kind in kürzester Zeit einen Sonnenbrand holt, sondern ermöglicht ihm auch gleichzeitig, seine Umwelt weiterhin mit geöffneten statt zusammengekniffenen Augen wahrzunehmen und das bunte Treiben draußen aufmerksam zu verfolgen. Zusätzlich korrigiert der durch den aufgespannten Sonnenschirm entstehende Schattenraum die Temperatur im Innenraum des Kinderwagens um ein paar Grad wohltuend nach unten – insbesondere im Hochsommer, wenn es für das im Kinderwagen sitzende oder liegende Kind sehr heiß werden kann.

Ebenso sollten die Eltern an ein Insektenschutznetz denken, das im Frühjahr und Sommer   – wie der Regenschutz auch – über den Kinderwagen gespannt wird. Wie ein über das Bettchen gespannter Himmel bewahrt er das Baby davor, von Fliegen geärgert oder von Wespen zerstochen zu werden. Gerade bei Kindern, denen ein hohes Allergierisiko auf Insektenstiche bescheinigt wird, ist ein solches Netz unverzichtbar.

Für den Winter

Für den Winter braucht der Kinderwagen einen kuscheligen Fußsack, in dem das Baby mollig warm aufgehoben ist. Denn dadurch, dass es sich im Kinderwagen nicht wirklich viel bewegt, kühlt das Kleine schneller aus und kann sich, sofern es nicht warm genug eingepackt ist, sehr schnell beim gut gemeinten Frischluft-Spaziergang eine Erkältung einfangen. Neben den normalen, gut gefütterten Fußsäcken gibt es auch etwas teurere Modelle, die zusätzlich über ein wohlig warmes Kopfteil verfügen, das in Form einer Kapuze gearbeitet ist. Dieses wärmt, auch wenn Babys Mützchen dabei nicht vergessen werden sollte, den Kopf des Kindes zusätzlich, da bekanntlich der größte Teil der Körperwärme über den Kopf wieder nach außen abgegeben wird und so ungenutzt entweicht.

Für alle Jahreszeiten

Unumgänglich für den Kinderwagen ist der Regenschutz. Er sollte immer dabei sein, ganz gleich, ob draußen hochsommerliche Temperaturen herrschen oder es zwar herbstlich kalt, aber trocken ist. Denn vor einem plötzlich eintretenden Wolkenbruch oder auftretenden Schauer sind Mutter und Kind generell nie gefeit. Wer jetzt schnell reagieren kann, ist klar im Vorteil. Entsprechend sollte die Anbringung des Regenschutzes bereits im Vorfeld erprobt werden, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.

Für das Entertainment-Programm

Trotz aller visuellen und auditiven Eindrücke kann es auch einem Kind im Kinderwagen langweilig werden – zum Beispiel dann, wenn Mama sich mit ihrer besten Freundin zum Kaffee trifft, und das Kleine aus dem wortreichen Gespräch unfreiwillig ausgeschlossen wird, oder aber lange Warteschlangen an der Kasse sogar die Geduld des Babys strapazieren. Entsprechend sollte beim Kauf des erforderlichen Zubehörs auch an ein Spielzeug für den Kinderwagen gedacht werden. Das kann ein farbenprächtiges Mobile sein, welches am Dach des Kinderwagens so befestigt wird, dass das Kind mit ausgestreckten Ärmchen noch herankommen kann und bei jeder Bewegung sanft schaukelt, oder aber eine lustige und farbenfrohe Kinderwagenkette, die zum Betrachten, Ertasten und Spielen einlädt.

Ebenfalls hilfreich kann ein Flaschenhalter oder so genannter Cupholder am Kinderwagen sein. So ist Babys Fläschchen sofort griffbereit, wenn das Kind Durst bekommt und kann vor allem nicht auslaufen, was in Mamis Tasche oder dem Einkaufsnetz leider des Öfteren der Fall ist.

Für ältere Geschwister

Sofern das Baby im Kinderwagen noch ein älteres Geschwisterchen hat, ist die Koordination von Kinderwagen und Geschwisterkind für die Mutter nicht immer ganz einfach. Je nach Alter des älteren Kindes kann der Spaziergang jedoch für alle Beteiligten erleichtert werden.

Für jüngere Geschwister, die noch nicht allzu lang alleine laufen möchten, bietet sich ein zusätzlicher Geschwister-Sitz an, der auf dem Kinderwagen befestigt wird. Sobald die Lauflust ausgeht und das ältere Kind müde wird und auf den Arm genommen oder ebenfalls geschoben werden möchte, kann es dann auf dem zusätzlichen Sitz Platz nehmen und bequem in Augenhöhe mit der Mutter den Spaziergang oder den lästigen Einkauf fortsetzen.

Für ein wenig ältere Geschwisterkinder bietet sich hingegen ein so genanntes Kiddyboard an. Dabei mutet das mit dem Kinderwagen mitrollende Brett wie ein kleines Skateboard an, weshalb Kinder dieses Kinderwagensurfen wahrscheinlich auch so lieben.

Achten Sie dabei jedoch besonders auf eine einfache Befestigung und sicheren Halt. Hier ist es oftmals besser, ein paar Euro mehr in die Hand zu nehmen und auszugeben, als ein Rollbrett zu kaufen, das nicht richtig mitrollt, sich aus der Verankerung löst oder umständlich anzubringen ist.

Und zu guter Letzt:

Wohin mit der Wickeltasche

Wer den Einkaufskorb zwischen den Rädern des Kinderwagens nicht mit der Wickeltasche blockieren oder sie umständlich über der Schulter hängen haben möchte, kann den Kinderwagen zusätzlich mit einer Wickeltasche aufrüsten, die zu dem entsprechenden Modell passt und sich so entweder vorne oder hinten am Kinderwagen befestigen lässt. Auch dieses Kinderwagen-Tuning bewahrt wertvollen Stauraum, der bei Einkäufen oder Familienausflügen mit Sicherheit wesentlich sinnvoller genutzt werden könnte.

Foto: istockphoto.com © rick szczechowski

Pinnwand

1 von 1 Kommentaren

7 years ago
von arox55

Ich hatte es an anderer Stelle schon gepostet, aber was wir als junge Familie wirklich empfehlen können, ist der Emmaljunga Ozone City. Vom Gewincht her ist der Kinderwagen absolut OK, jedoch ist er super wendig und man kann die Babyschale abnehmen. Das war sehr praktisch.


Hier auf Deutsch:
http://www.ratgeberzentrale.de­/familie-freizeit-hobby/kinder­wagen-im-test.html


Infos hier:
http://www.emmaljunga.com

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