Die Akupunktur im Zusammenhang mit der Geburtsvorbereitung ist in Deutschland zwar noch nicht lange bekannt, erfreut sich dafür aber einer stetig zunehmenden Beliebtheit. Einer der Gründe dafür könnten drei unabhängig voneinander durchgeführte Studien sein, die alle zu einem identisch-positiven Ergebnis kamen. Dieses Ergebnis besagt, dass eine Akupunktur-Behandlung

1. die Angst vor Schmerzen nimmt

2. die Schmerzen während des Geburtsverlaufs angenehm lindert

3. den Geburtsverlauf selbst um mindestens ein bis zwei Stunden beschleunigen kann

4. positiv auf die Entspannungsfähigkeit der Mutter wirkt

5. die Entbindung im Allgemeinen für Mutter und Kind erleichtert

6. die Gebärmutter im Anschluss besser und schneller zurückbildet

Richtig greifen kann eine Akupunktur allerdings nur dann, wenn sie ab der 36. Schwangerschaftswoche begonnen wird. Einmal wöchentlich setzen dann Akupunkteur, ein entsprechend ausgebildeter Arzt oder die entsprechend versierte Hebamme für 20 Minuten die erforderlichen Nadeln in definierte Punkte an den Beinen und im kleinen Zeh. Ebenfalls kann die Behandlung auch noch einmal in der so genannten Eröffnungsphase der Geburt eingesetzt werden, meistens, wenn sich der Muttermund die ersten 4 bis 5 cm geöffnet hat. Zur nochmaligen Schmerzlinderung werden die Nadeln dann bis zu einer Tiefe von 3 mm in den Unterbauch oder den Rücken der werdenden Mutter gesetzt, da hier die entsprechenden Schmerzpunkte liegen und die Ausschüttung der körpereigenen Schmerzmittel, der Endorphine, mit der Akupunktur-Methode gefördert werden kann.