Für viele Kinder beginnt in diesem Jahr einer ihrer wichtigsten Lebensabschnitte: Sie werden eingeschult. Die meisten der kleinen ABC-Schützen freuen sich auf den ihren ersten Schultag und fiebern ihm aufgeregt entgegen. Endlich sind sie keine kleinen Kindergarten- und auch keine größeren Vorschulkinder mehr, sondern richtige – in ihren Augen fast erwachsene – Schulkinder. Damit der Beginn der Schulpflicht nicht bereits nach wenigen Tagen oder den ersten Wochen im Chaos endet, haben wir die besten Tipps zum Schulstart für Sie zusammengestellt.

1. Ausreichend Schlaf

Damit ihr Kind dem Unterricht konzentriert folgen kann und sich nicht mitten in der Schulstunde aus dem Fenster träumt oder über seinen Büchern einschlummert, braucht es ausreichend Schlaf. Experten zufolge liegt der Schlafbedarf bei 6- und 7-jährigen pro Nacht zwischen 91/2 und 11 Stunden. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind diesen Schlaf regelmäßig bekommt und erleichtern Sie ihm nach Möglichkeit das zügige Einschlafen durch Rituale, mit denen es zur Ruhe kommt und bei denen es wie von selbst müde wird. Am besten schon einige Tage vor der Einschulung oder dem Schulbeginn damit beginnen, damit sich eine erste Routine einstellt.

2. Stressvermeidung am Morgen

Mit Schulbeginn klingelt jetzt der Wecker auch für Kinder jeden Tag erbarmungslos. Damit das frühe Aufstehen nicht zur Qual wird, geschweige denn in Hektik und Stress endet, sollten sie für Ihren kleinen Morgenmuffel genug Zeit zum Wachwerden einplanen. Gleiches gilt für die  Zeit, die Ihr kleiner Liebling braucht, um zu frühstücken, sich zu waschen, die Zähne zu putzen und sich anzuziehen etc. Und nicht vergessen: Auch der Schulweg braucht ein wenig Zeit. Bei Kindern eher mehr als weniger.

3. Frühstück & Pausenbrot

Ohne Frühstück sollte kein Kind zur Schule geschickt werden. Denn insbesondere das Gehirn braucht Zucker, um den Konzentrationsanforderungen im Unterricht gewachsen zu sein. Gehört Ihr Kind zu den Frühstücksverweigerern, die morgens nur schwer einen Bissen herunterbekommen, bedenken Sie, dass es nicht immer die klassische Frühstücksschnitte, sondern auch Müsli oder frisches Obst sein darf – mit ein wenig Erdbeerzucker darüber, selbst für kleine Frühstücksverweigerer ein Hochgenuss. Gleiches gilt für Pausenbrot und Pausengetränke, die unbedingt mit in die Schultasche gehören. Sie sorgen für die nötige Energiezufuhr Ihres Kindes, um konzentriert bei der Sache zu bleiben bzw. nach der Pause frisch gestärkt dem Unterricht wieder folgen zu können. Als Getränke eignen sich vor allem Tee, Wasser oder eine Schorle. Damit der Pausensnack jedoch nicht verschmäht wird und in Folge dessen in der Schultasche vergammelt, sollte Ihr Kind mit entscheiden dürfen, was es mit zur Schule nehmen möchte.

4. Die Schultasche

Die Schultasche, der Schulranzen oder der Tornister werden von nun an die täglichen Begleiter Ihres Kindes sein. Viele Kinder möchten in der Schule am liebsten immer alles dabei haben, obwohl bestimmte Fächer gar nicht auf dem Stundenplan stehen. Damit der Rücken Ihres Kindes geschont wird und es keinen überflüssigen Ballast mit sich herumträgt, sollte die Schultasche täglich  – am besten direkt nach den Hausaufgaben – für den nächsten Tag neu gepackt werden. Was nicht gebraucht wird, wird aussortiert und bleibt dementsprechend Zuhause. Der beste Zeitpunkt zum Packen der Schultasche ist dabei natürlich direkt nachdem die Hausaufgaben erledigt sind. Denn damit kann das Thema Schule für den Rest des Tages komplett abgehakt werden.

5. Die Hausaufgaben

Schule könnte so schön sein, wären nur die Hausaufgaben nicht. Damit die tägliche Pflicht nicht zu einem mühseligen Kampf wird oder in einem regelmäßigen Sturzbach voller Tränen endet, sollten Sie mit Ihrem Kind von Anfang an einen festen Zeitrahmen vereinbaren, in dem es diese Arbeit erledigt. Wo Ihr Kind seine Hausaufgaben macht – ob in der Küche am Esstisch oder in seinem eigenen Zimmer am Schreibtisch – ist dabei unerheblich, solange es sich wohl fühlt und Sie in der Nähe sind, und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Dennoch empfiehlt es sich, spätestens jetzt über einen ersten eigenen Schreibtisch inkl. Stauraum für die Unterrichtsmaterialien samt kindgerechtem Schreibtischstuhl für Ihr i-Männchen nachzudenken. Sind die Hausaufgaben erledigt sind, braucht Ihr Kind in jedem Fall einen Ausgleich zum langen Stillsitzen in der Schule und zum konzentrierten Arbeiten. Fördern Sie in der verbleibenden freien Zeit die Hobbys Ihres kleinen i-Männchens, sorgen Sie für ausreichend Bewegung, für Spiel und Entspannung.

6. Die Schulnoten

Auch wenn Schule wichtig ist: Erwarten Sie nicht, dass Ihr Kind sofort zum geistigen Überflieger, keinerlei Schwierigkeiten und in allen Fächern gleich gut sein wird. Jedes Kind macht seine eigenen Entwicklungsschritte, hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Machen Sie sich also nicht gleich Sorgen, wenn Ihr Kind für das ein oder andere Thema mal ein wenig länger braucht, um es zu verstehen, aber halten Sie immer guten Kontakt zu den Lehrern, damit Sie bei wirklichen Defiziten eine gemeinsame Möglichkeit finden. Elternabende und Elternsprechtage sollten in Folge dessen Pflichttermine in Ihrem Kalender sein. Und lassen Sie sich um Gottes Willen nicht vom Leistungsdruck anderer Eltern anstecken oder darauf ein, Ihre Kinder miteinander zu vergleichen. Das macht Sie nur wahnsinnig und hilft Ihrem eigenen Kind wenig.

7. Die Selbstständigkeit

Als Schulkinder gehören die lieben Kleinen fast schon zu den Großen und werden von Tag zu Tag selbstständiger – oder sollten dies zumindest werden. Also unterstützen und fördern Sie die Selbstständigkeit Ihres Kindes, wo und wann immer es geht. Dazu gehört natürlich, dass Ihr Kind seinen Schulweg kennen und sich sicher im Straßenverkehr bewegen können sollte. Üben Sie den sichersten (der kürzeste Weg ist nicht immer gleichbedeutend mit dem sichersten Weg) schon vor Schulbeginn mit Ihrem Kind ein und machen Sie es gleichzeitig stark gegenüber Fremden. Ebenfalls hilfreich ist, wenn Ihr Kind zum Schulstart seinen vollständigen Namen inklusive seiner Adresse und Telefonnummer kennt sowie den Namen der Arbeitsstelle, unter der Mama oder Papa tagsüber zu erreichen sind.

Extra-Tipp:

Wer mag, kann mit Eintritt in die Schulpflicht auch über ein Taschengeld für sein i-Männchen nachdenken, damit es auch im Umgang mit Geld selbstständiger wird. Denn wie gesagt: Für Kinder ist die Einschulung einer der wichtigsten und bedeutendsten Lebensabschnitte, den sie bewusst erleben.

Wir wünschen allen ABC-Schützen einen erfolgreichen Start in diesen Lebensabschnitt und eine wunderschöne Schulzeit.