Nach wie vor ist der Kaiserschnitt ein operativer Eingriff, der mit Risiken verbunden ist und bei dem, wie bei jeder Operation, unerwartete oder unvorhersehbare Komplikationen eintreten können. Als Fakt gilt, dass die Gefahr, bei einem Kaiserschnitt zu sterben für die Mutter dreifach höher ist als bei Frauen, die ihr Kind auf natürlichem Weg zur Welt bringen. Am höchsten ist diese Gefahr, wenn ein Notfall-Kaiserschnitt durchgeführt werden muss, dessen Notwendigkeit sich erst während des Geburtsvorgangs ergibt. Bei Kaiserschnitten hingegen, deren Notwendigkeit schon während der Schwangerschaft ersichtlich wird und die entsprechend geplant und vorbereitet werden können, liegt das Risiko naturgemäß niedriger. Dennoch hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten auf medizinischem Gebiet eine Menge getan. So wurden nicht nur neue und schonende Methoden des Kaiserschnitts erprobt und eingesetzt, sondern insbesondere durch die Erfahrung und die daraus resultierenden, möglichen Gegenmaßnahmen hat sich die Sterblichkeitsrate beim Kaiserschnitt extrem gesenkt und liegt heute bei 1:25.000. Auch wenn im Vorfeld kein Kaiserschnitt geplant ist, sollte jede Frau sich über die Durchführung, die möglichen Risiken und die Folgen für sich und ihr Kind informieren. Denn leider ist es, auch wenn einer natürlichen Geburt aus medizinischer Sicht nichts entgegensteht, nie möglich, vorherzusagen, wie die Geburt letztendlich verlaufen wird. Komplikationen, die eine schnelle Reaktion der behandelnden Hebammen, Schwestern und Ärzte und ihre Entscheidung fordern, können jederzeit erforderlich werden, um Mutter und Kind zu schützen und die Geburt zu schnell wie möglich zu beenden. Nach einem erfolgreichen Kaiserschnitt ist es besonders wichtig, Infektionen und vor allem die Gefahr einer Embolie auszuschließen. Entsprechend muss jede Frau, auch wenn die Schmerzen der Wunde sie lieber im Bett bleiben lassen würden, so schnell wie möglich wieder auf die Beine kommen bzw. auf ihren eigenen Beinen stehen und laufen. Denn nur so können Kreislauf und Muskulatur wieder aktiviert werden, um den Blutrückfluss aus den Beinen zu gewährleisten und eine Embolie, die nachträglich das Leben der Mutter gefährdet, entsprechend zu verhindern.