Eine Besonderheit, die sowohl in einer Klinik, in einem Geburtshaus und durch transportable Becken sogar bei der Hausgeburt gewählt werden kann, ist die so genannte “Unterwasser“ oder “Wassergeburt“. In vielen Erdteilen gilt als die natürliche Form der Entbindung. Nach Europa jedoch fand sie ihren Weg erst später und hat lange gebraucht, um so populär wie heute zu werden. In Deutschland beispielsweise wird sie erst seit Anfang der 80er-Jahre angeboten und durchge-führt. Die Unterwasser-Geburt wird zumeist von Müttern gewählt, die ihr Kind so sanft und schmerzfrei wie möglich zur Welt bringen möchten. Dafür nimmt die werdende Mutter ab Einsetzen der Presswehen sozusagen ein langes, entspannendes Bad in dem so genannten “Geburts-“ oder “Gebärbecken“, kann sich in diesem flexibel bewegen und die für sie beste Geburtsstellung oder Gebärposition finden. Eigens dafür wurde das Geburtsbecken mit ver-schiedenen Abstützmöglichkeiten und Haltevorrichtungen konzipiert. Das warme Wasser vermindert die Anspannung und lässt die Wehentätigkeit oftmals weniger stark und schmerzhaft erscheinen. Zur medizinischen Überwachung sind mindestens eine Hebamme, zumeist jedoch auch ein Arzt anwesend. Auf Wunsch kann sogar der Vater in spe sich mit in das Becken legen, was in der Realität allerdings seltener der Fall ist. Spezielle unterwassertaugliche medizinische Ausrüstungen überwachen dabei die Herzfrequenz des Babys.