Du bist schwanger – 10 besondere Tipps für 10 ganz besondere Monate.  Kaum ist er da, der rote Punkt auf dem Test, steht die Welt Kopf. Vor allem deine eigene. Die Gefühle fahren Achterbahn, die Gedanken schlagen Purzelbäume. Und du? Du hängst irgendwo in den Seilen zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt.

Jeder, der es schon mal erlebt hat, kann diese Worte nachvollziehen. Aber auch wenn es dein “erstes Mal“ ist, wirst Du schnell mitreden können. Und noch ehe du dich versiehst, sind diese besonderen 10 Monate der Schwangerschaft schon wieder vorbei. Schade eigentlich, denn diese Zeit ist so einzigartig, so voller Veränderungen und Entwicklungen, voller Gefühle und Gedanken, die in dieser Form nie wieder zurückkommen werden.

Die üblichen Tipps und Ratschläge hinsichtlich Vorsorge und Geburtsvorbereitung,  Ernährung und Sport  sowie die Do’s and Don’ts während der Schwangerschaft finden sich überall – in Form von Ratgebern in Büchereien und Buchhandlungen und natürlich auch in allen erdenklichen Formen im Netz.

Die zehn nachfolgenden, besonderen Tipps allerdings bekommst du nur bei uns – einfach, weil wir aus Erfahrung sprechen und jeder werdenden Mutter – ganz egal, ob in ihrer ersten, zweiten, dritten oder vierten Schwangerschaft –  genau das mit an die Hand geben möchten, was sie wirklich braucht. Damit sich eins ins andere fügt und die Schwangerschaft zu einem harmonischen Ganzen wird. Denn das, was gerade in dir passiert, ist wirklich ein kleines Wunder: Aus einer winzig kleinen Eizelle und einer noch kleineren Samenzelle entsteht etwas ganz Großes – nicht nur irgendein neuer Mensch, sondern dein Kind!

1. Folge deinem Herzen!

Sobald andere erfahren, dass man schwanger ist, wird etwas ausgelöst, was kaum noch zu stoppen ist. Denn schlagartig geht es los mit all den gut gemeinten Tipps und Ratschlägen, den eindringlichen Warnungen und den wortreich ausgeschmückten Schreckensbotschaften. Das kannst Du nicht stoppen, aber: Du solltest dich davon zu allererst einmal nicht beeindrucken und schon zweimal nicht verunsichern lassen. Mach dich nicht verrückt und lass dich vor allem nicht verrückt machen. Denn jede Schwangerschaft ist anders, und jede Frau erlebt sie anders – nicht nur, wenn sie zum ersten Mal, sondern auch dann noch, wenn sie zum zweiten, dritten oder vierten Mal Mutter wird.

Deshalb der wichtigste Tipp an erster Stelle: Hör auf das, was dein Bauch dir sagt und dein Herz dir rät. So wirst du für dich und dein Baby mit Sicherheit aus dem Wust an Input immer die richtige Entscheidung treffen.

2. Bleib dir selbst treu!

Ja, schwanger wird man quasi über Nacht, aber Mama deshalb noch lange nicht von heute auf morgen. Natürlich wird sich dein Leben mit dem Baby verändern. Es gibt aber keinen Grund, jetzt alles übers Knie zu brechen und sich ständig zu fragen, ob man all das, was auf einen zukommt, auch bewältigen kann. Denn natürlich kann man das, kannst du das! Mütter wachsen schließlich bekanntermaßen über sich selbst hinaus. Auch wenn dein Baby mit Sicherheit schon bald die Hauptrolle in deinem Leben einnehmen wird, bist du nicht weniger wichtig und solltest dir deshalb trotz Schwangerschaft selbst treu bleiben.

Verbieg dich nicht, nur weil du jetzt ein Baby bekommst. Hadere nicht mit dir, auch wenn in deinem Leben nicht alles perfekt läuft. Bleib du selbst, soweit du kannst und solange du dich damit wohl fühlst.  Denn nur dann kannst du deine Schwangerschaft mit allen Sinnen  genießen. Und ganz ehrlich: Einer muss den Job, Du zu sein, ja machen – wer sollte es sonst tun?

3. Lebe dein Leben weiter!

Vorsicht ist bekanntermaßen die Mutter der Porzellankiste. Natürlich gibt es einige Dinge, die während einer Schwangerschaft tabu sein sollten, da sie im schlimmsten Fall nicht nur dir, sondern vor allem deinem Baby schaden. Dazu gehören vor allem Alkohol, Drogen, Nikotin und auch zu viel Koffein.

In erster Linie aber gilt: Du bist schwanger, nicht krank. Genau deshalb kannst du dein Leben – solange Du dich wohlfühlst – auch in der gewohnten Weise weiter leben.  Das kleine Wesen in deinem Bauch wird dir schon zeigen, wann ihr eine Pause braucht oder ab wann bestimmte Freizeitaktivitäten für euch beide einfach zu anstrengend werden. Solange es dies nicht tut und es euch beiden gut geht, gibt es keinen Grund, vorsichtiger zu sein als nötig.

Also geh zum Sport, wenn du Sport treiben möchtest. Geh aus, wenn die Abende mit deinen Freunden fester Bestandteil deiner Woche sind oder dir gerade der Sinn danach steht, mal wieder so richtig abzutanzen. Habe Sex mit deinem Freund, wann immer ihr mögt und mach dir keine Sorgen um das Baby. Denn dem Zwerg geht es gut, solange es Mama und Papa gut geht. Außerdem wirst du den Sex während deiner Schwangerschaft noch intensiver empfinden als sonst. Also genieß ihn.

4. Teile dich mit!

Die Dinge, die sich in deinem Körper abspielen, gerade, wenn du dich noch im Anfang der Schwangerschaft befindest, erlebst nur Du. Kein anderer spürt, was du spürst, kein anderer empfindet, was du empfindest und auch kein anderer fühlt das, was du fühlst oder wie du dich fühlst. Die Hormone wallen und sorgen dafür, dass deine Gefühlswelt ab und an ganz schön durcheinander geraten kann. Für Außenstehende ist es nicht einfach, dich in diesen Momenten zu verstehen, geschweige denn, dir zu helfen. Es sei denn, du teilst dich ihnen mit und gibst ihnen die Möglichkeit, sich ein wenig in dich einzufinden.

Wenn du also gerade einen dieser Momente hast, in denen du dich selbst nicht leiden kannst, an dir zweifelst oder dir Sorgen um die Zukunft machst, dann sprich darüber. Im besten Fall mit jemandem, dem du vertraust und von dem du weißt, dass er dich auffangen kann. Beispielsweise deine beste Freundin, dein bester Freund und natürlich der Mann an deiner Seite. Es hilft einfach, sich seine Sorgen oder Probleme von der Seele zu reden. Denn nur ein ungelöstes Problem ist ein Problem. Und sobald du darüber redest, findest du entweder auch eine Lösung oder merkst, dass es eigentlich überhaupt kein Problem gibt, dir nur gerade deine Hormone einen Streich spielen.

5. Hör in deinen Bauch hinein!

In der ersten Schwangerschaft ist alles so aufregend und so neu, dass man viele Dinge gar nicht so richtig mitbekommt. Dabei wäre es doch wirklich zu schade, wenn du die ALLERERSTE Bewegung deines Babys verpassen  würdest oder nicht wüsstest, dass das, was du gerade unbewusst wahrgenommen hast,  die erste bewusste Bewegung deines Babys war. Meinst du nicht auch? Deshalb nimm dir ab und an Zeit für dich und dein Baby, um tief in dich und deinen Bauch hineinzuhören und hineinzufühlen.

Denn nur dann wirst du ihn auch nicht verpassen, den Moment irgendwann in der 18. bis 22. Schwangerschaftswoche, in dem du das Gefühl hast, ein kleiner Schmetterling würde Dir im Bauch rumflattern. Es ist ein ganz leichtes Kribbeln. Dies ist DER Moment, in dem du zum ersten Mal eine Bewegung des kleinen Wesens in deinem Bauch wahrnimmst. Es ist ein unglaubliches Erlebnis, dass nur wenige Sekunden – wenn es überhaupt so lange dauert – anhält. Es ist eine Bewegung, die nur du spüren kannst. Einmalig und vom übergewältigen Gefühl her fast nicht zu beschreiben!

6. Finde deine persönliche Doula!

Du hast ein stabiles Umfeld, einen Mann an deiner Seite, eine beste Freundin, eine Doula? Nein, eine Doula hast du nicht? Du weißt noch nicht einmal, was das ist? Dann wird es Zeit, dass wir dir auch diesen besonderen Tipp für deine Schwangerschaft geben. Der Begriff der “Doula“ stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet “Dienerin der Frau“.

Auch interessant:  Der Himbeerblättertee

Eine Doula steht dir während der Schwangerschaft, der Geburt und auch in der ersten Zeit danach mit Rat und Tat zur Seite. Anders als eine Hebamme, kann man zur Doula nur ausgebildet werden, wenn man selbst schon einmal schwanger war und ein Kind entbunden hat. Eine Doula weiß also ganz genau, wie es sich anfühlt, wenn so ein kleiner Mensch im Bauch heranwächst, wie die Gefühle einem so manchen Streich spielen  und welche Bedenken einer werdenden Mutter so durch den Kopf gehen können.

Genau deshalb ist eine Doula gerne für dich da – und zwar die ganze Zeit über: während der Schwangerschaft, der Geburt und in den ersten Wochen mit deinem Baby. Dabei ist sie viel mehr als nur eine gute Ratgeberin. Deiner Doula kannst du jede Frage stellen, die dir auf der Seele brennt, jeden Wunsch äußern, den du für dich und die Geburt deines Babys hast, jeden Termin mit ihr gemeinsam wahrnehmen, der dich und dein Baby betrifft. Deine Doula kann in der aufregendsten Zeit deines Lebens zu deiner engsten Vertrauten werden. Das entspannt nicht nur dich, sondern entlastet auch deinen Partner, deine Freunde und deine Familie, die dir mit Sicherheit helfen möchten, es aber vielleicht nicht immer so richtig können. Schau doch einfach mal, ob es nicht auch in deiner Nähe eine Doula gibt.

7. Gönn dir, was dir gut tut und verwöhne dich selbst!

Hattest du schon einen Urlaub gebucht, bevor du schwanger wurdest? Oder ist ein noch ein letzter Urlaub in trauter Zweisamkeit geplant, bevor das Abenteuer Familie beginnt? Dann solltest diesen Urlaub auf jeden Fall auch machen. Genieße die freie Zeit, erhole und verwöhne dich. Denn wer weiß, wann du wieder die Gelegenheit dazu haben wirst.

Die beste Zeit für einen Urlaub während deiner Schwangerschaft ist  in der Zeit vom 4. bis zum 7. Schwangerschaftsmonat. Denn bis zum vierten Schwangerschaftsmonat sollten sich die Hormone so eingespielt haben, dass die morgendliche Übelkeit die Urlaubsfreude nicht mehr trüben kann.  Zudem ist in dieser Zeit dein Bauch auch noch nicht allzu groß und deine Beweglichkeit dementsprechend auch noch nicht sehr eingeschränkt. Es sollte zwar kein Abenteuer-Urlaub mit Bungee-Jumping oder wilden Unternehmungen mehr sein, aber eine Flugreise oder auch eine Fahrt in die Berge kann auf jeden Fall noch gemacht werden, sofern der Arzt es nicht ausdrücklich verboten hat.

Ist kein größerer Urlaub mehr geplant, können auch verlängerte Wochenenden, Kurztrips oder Ausflüge in die nähere Umgebung für ein wenig Urlaubsfeeling sorgen. Gönn dir und deinem Partner diese Auszeiten, sofern ihr die Möglichkeit dazu habt und vor allem, statt in einen Kaufrausch für dein Baby zu verfallen.

8. Nimm dir Zeit & lass dir Zeit!

Nein, dein Baby braucht keine 147 Strampler in Größe 56 und auch keine 293 verschiedene Lätzchen, Söckchen, Strumpfhosen, Bodies oder Lauflernschuhe. Natürlich macht es Spaß, für das kleine Wesen einkaufen zu gehen, es gibt jedoch keinen Grund, in einen Shopping-Wahn zu verfallen und das eigene Budget über die Maßen zu strapazieren. Natürlich schießen dir Millionen Dinge durch den Kopf, die irgendwie alle mit Baby zu tun haben, die angeblich dringend benötigt werden und die du alle nicht besitzt.

Deshalb: Nimm dir Zeit zum Nachdenken und überlege in aller Ruhe – am besten gemeinsam mit dem Papa des Kindes, deiner besten Freundin oder sogar deiner Doula -, was du wirklich brauchst und was du zusätzlich für dein Baby gerne haben würdest. Wenn du eine Liste mit all diesen Dingen erstellst, hast du eine perfekte Grundlage, um Preise zu vergleichen und die Vielzahl an Sachen, die unabdingbar sind, so günstig wie möglich einzukaufen oder zusammenzutragen. Denn es bleibt noch so viel Zeit, bis dein Baby geboren wird.

Und vergiss nicht: Auch deine Eltern, die Eltern des Kindsvater, deine oder seine Geschwister und vielleicht auch einige deiner Freunde möchten vielleicht das Eine oder Andere zur Baby-Ausstattung beizutragen.  Zeige ihnen deine Wunschliste so früh wie möglich, damit du weißt, wer was übernimmt und was du noch selber finanzieren musst. So vermeidest du von Anfang an überflüssige oder doppelte Anschaffungen und sparst dazu eventuell noch jede Menge Geld.

9. Werde lieber Schnäppchenjägerin statt Shopoholic

Auch wenn es dein erstes Baby ist, müssen nicht alle Sachen neu sein oder neu gekauft werden. Gerade wenn es um Dinge wie Kinderwagen, Kindersitze oder gar ein Kinderbett geht, bieten sich im Internet, auf Baby-Börsen oder Kinderflohmärkten wahre Oasen, in und auf denen du sehr günstig einkaufen kannst.

Gleiches gilt natürlich auch für Babykleidung. Denn die Kleinen wachsen oftmals so schnell, dass sie innerhalb weniger Wochen ihren süßen Stramplern, Bodies und Co schon wieder entwachsen sind. Vieles davon komplett ungetragen, weil die Zeit einfach zu knapp und alles in vielfacher Ausfertigung vorhanden war. Und selbst wenn es getragene Sachen sind: Schmutzig oder beschädigt sind sie deshalb in den meisten Fällen noch lange nicht, denn die kleinen Mäuse verbringen den größten Teil des Tages ja schlafend. Wann also sollen sie sich schmutzig machen?!

Ein ganz besonderer Tipp: Bei der Wahl der Börsen kannst du einen kleinen Trick anwenden, wenn du besonders hochwertige Dinge kaufen möchtest. In jeder größeren Stadt gibt es die sogenannten gehobenen oder besseren Wohngegenden. Auch in den Kindergärten und Schulen dort werden oft genug Flohmärkte und Börsen veranstaltet. Hier finden sich leicht Markenartikel und hochwertige Dinge zum kleinen Preis.

10. Halte Dein Glück fest!

Auch wenn sie gerade zum Ende hin manchmal sehr anstrengend werden können, die 40 Wochen der Schwangerschaft gehen viel zu schnell rum. Und schon kann man sich gar nicht mehr erinnern, was man gefühlt und erlebt hat, wie der Babybauch im 7. Monat, im 8. Monat, im 9. Monat  oder kurz vor der Geburt ausgesehen hat. Also halte deine Schwangerschaft, deine Erinnerungen und Gefühle am besten von Anfang an fest.

Egal, wie du deine Erinnerungen bewahrst – in einem Tagebuch, in einem Schwangerschaftsbuch, in Fotoalben, als Kollage oder Skulptur – später, wenn dein Kind größer ist, könnt ihr beiden mit diesen liebevoll zusammengetragenen Erinnerungen genau nachverfolgen, wie sich aus dem kleinen anfänglichen Zellhäufchen dieses wundervolle Kind entwickelt hat, dass dich jetzt Mama nennt . In diesen Momenten der Erinnerung und Erzählung werdet ihr euch besonders nahe sein.

So kannst du beispielsweise deinen wachsenden Schwangerschaftsbauch monatlich einmal von der Seite und von vorne fotografieren und daraus später eine tollte Kollage machen. Wunderschön auch in Kombination mit den Ultraschallbildern, die du von deinem Gynäkologen bekommst und die es mittlerweile auch als 3D-Aufnahmen gibt.

Eine ebenfalls wundervolle Idee ist der Gipsabdruck von deinem Bauch zum Ende der Schwangerschaft hin. So kannst du später dem Kind erklären, wie groß Dein Bauch war, als es noch darin gewohnt hat. Wenn du den Gipsabdruck anmalst oder verzierst, entsteht ein richtiges kleines Kunstwerk, das Du zur Erinnerung aufhängen kannst. Eine tolle Idee für dein Schlafzimmer oder natürlich auch das Kinderzimmer.

Fazit:

Wir hoffen, dass wir dir mit unseren “10 besonderen Tipps für 10 besondere Monate“ genau die Ratschläge geben konnten, die dich dem Verlauf deiner Schwangerschaft mit Vorfreude entgegen sehen lassen. Denn mit Vorfreude und Gelassenheit wirst du über Begleiterscheinungen wie Hormonschwankungen, geschwollene Beine und Schwangerschaftstreifen lachen und vor allem hinwegsehen können.  Also hör auf dein Herz, deinen Bauch und das kleine Wesen in dir – ohne dich dabei selbst zu verlieren oder verrückt machen zu lassen. Wir wünschen dir eine tolle Schwangerschaft.

Foto © Bits and Splits Adobe Stock