Manche Frauen werden in der Schwangerschaft einfach nur hübscher und ein wenig runder, andere hingegen müssen sich in jedem neuen Schwangerschaftsstadium mit neuen leidigen Begleiterscheinungen auseinandersetzen und meinen oftmals, sie müssten sie einfach aussitzen oder schlicht und ergreifend nur überstehen. Doch auch hier gibt es Möglichkeiten zur Behandlung als auch vorbeugende Maßnahmen.

Übelkeit und Erbrechen

Zu den bekanntesten Begleiterscheinungen einer Schwangerschaft zählt die morgendliche Übelkeit in den ersten Wochen. Sie entsteht durch die geballt durcheinander gewirbelten Hormone und teilweise auch durch eine Überzuckerung, die beide allergisch gegen allzu viele Duftstoffe zu sein scheinen. Verzichten Sie deshalb selbst vorbeugend auf Raumdüfte jeglicher Art und in jeder Form, ebenso wie auf zu schwere Parfums.

Bewegen Sie sich stattdessen viel an der frischen Luft und lüften Sie ausreichend. Oftmals gelingt es auch, die morgendliche Übelkeit auszutricksen, indem Sie noch vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit trinken oder essen wie zum Beispiel magenfreundlichen Zwieback in Kombination mit einem Glas Milch oder Tee. Entweder Sie lassen sich dementsprechend morgens mit Frühstück am Bett verwöhnen, oder aber, wenn dieser Wunschtraum mal wieder nicht in Erfüllung geht, bereiten den morgendlichen Snack schon am Vorabend zu.

Sodbrennen

Eine weitere nicht unbekannte Begleiterscheinung der Schwangerschaft kann das Sodbrennen sein. Hier hilft es natürlich, die Speisen, die man zu sich nimmt, sorgfältig auszuwählen und beispielsweise auf scharfe Gewürzmischungen zu verzichten, vor allem aber die Portionsmengen zu reduzieren. Nehmen Sie lieber mehrere kleine Mahlzeiten am Tag ein als wenige große. Auch sollten Sie schon im Vorfeld auf kohlensäurehaltige Getränke verzichten, da diese oftmals das Sodbrennen verursachen.

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Stattdessen können Sie Tees, Milch und so genannte “sanfte Säfte“, deren Säuregehalt reduziert ist, zumeist beschwerdefrei genießen. Auch Milch, Haferflocken und/ oder eine Behandlung mit Heilerde helfen, um Sodbrennen vorzubeugen, oder es wieder in den Griff zu bekommen. Ebenso wie eine leicht erhöhte Liegeposition während der Ruhe- oder Schlafensphasen.

Rückenschmerzen oder schmerzender Ischiasnerv

Mit zunehmender Schwangerschaft beginnen bei vielen Frauen die Rückenschmerzen oder sie klagen über Schmerzen im Ischiasnerv. Kein Wunder, denn der Bauchumfang wächst und wächst. Diesen Schmerzen vorzubeugen, ist schwierig, aber Massagen können sehr wohltuend wirken und dabei helfen, die Rückenmuskulatur wieder zu entspannen. Auch eine Akupunktur-Behandlung kann hier förderlich sein, um das Schmerzzentrum mit sanften Methoden wieder zu regenerieren und die Muskulatur zu lockern.

Karpaltunnelsyndrom

Wenn Fingerspitzen, Hände oder Handgelenke taub oder steif werden und nicht mehr zum eigenen Körper zu gehören scheinen, weil die einzelnen Bewegungen schmerzen, spricht man vom so genannten “Karpaltunnelsyndrom“. Hier können Wechselduschen (warm/ kalt) die Durchblutung wieder in den Gang bringen.

Das Kühlen der betroffenen Körperstellen hingegen sorgt für eine Schmerzlinderung. Da beim Karpaltunnelsyndrom ein definiertes Schmerzzentrum erkennbar ist, kann auch in diesem Zusammenhang die Behandlung in Form von Akupunktur-Sitzungen sinnvoll sein, um mit den kleinen, nicht schmerzhaften Nadeln den Schmerz aus dem Körper zu leiten.