Der Begriff HiB steht als Abkürzung für die Bakterienart Hameophilus influenza Typ B. es handelt sich um einen der gefährlichsten Erreger – allerdings trifft dies nur auf die ersten fünf Jahre nach der Geburt zu. Er ist äußerst häufig auf den Schleimhäuten im Nasen-Rachen-Raum zu finden. Pro Jahr gab es bis zur Einführung einer allgemeinen Impfung jährlich 1400 bis 2000 Erkrankungen.

Was für Krankheiten kann es auslösen und welche Symptome sind sichtbar?

Die Übertragung erfolgt über Tröpfcheninfektion und es kommt nach einer Inkubationszeit von zwei bis fünf Tagen zu einer Infektion mit Fieber, die im Nasen-Rachen-Raum angesiedelt es. Rötungen, Schwellungen und Schmerzen sind die häufigsten Anzeichen hierfür. Bei einer mangelhaften oder nicht existenten Behandlung kommt es im Anschluss zu verschiedenen, schwereren Krankheiten wie Lungenentzündung, Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündung und im schlimmsten Fall ist sogar eine Meningitis möglich. Eine Hirnhautentzündung ist akut lebensbedrohlich, da 60 bis sogar 90 Prozent derer, die nicht behandelt werden, sterben, und erfordert – wie die anderen Krankheiten natürlich auch – eine sofortige Behandlung durch einen kompetenten Arzt. Dennoch bleibt ein Todesrisiko von fünf Prozent, sogar bei einer rechtzeitigen Therapie mit Antibiotika.

Wie kann man seine Kinder im Vorhinein vor einer solchen Erkrankung schützen?

Manche Bakterienstämme reagieren nicht auf die Wirkung der Antibiotika. Deshalb wird seit 1990 eine Impfung empfohlen, welche mit einem sechsfachen Kombinationswirkstoff durchgeführt wird und parallel gegen Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus, Polio und Hepatitis B wirkt. Die erste Impfung erfolgt mit dem abgeschlossenen zweiten Lebensmonat. Die Folgeimpfungen sind mit Ende des dritten, des vierten und zwischen 11. und 14. Lebensmonat fällig. Bei späterer Erstimpfung reduziert sich die Anzahl der Durchführungen. Nach dem 5. Lebensjahr ist allerdings keine Impfung mehr erforderlich.

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Wie wird die Impfung durchgeführt und was gibt es zu beachten?

Bei dem Impfstoff gegen HiB handelt es sich um einen Totstoff – das bedeutet, dass abgestorbene Erreger direkt in den Muskel gespritzt werden, auf die der Körper sich sensibilisieren und Antikörper herstellen kann.
An der Einstichstelle kann es durchaus zu einer Rötung oder leichten Schwellung kommen.
Nicht durchgeführt werden sollte eine solche Immunisierung bei Fieber und allgemeiner, körperlicher Schwäche, da es sonst zu einer weiteren Abschwächung des Immunsystems kommen könnte.