Zugegeben, ich verziehe mich lieber mit einem guten Buch aufs Sofa uns schmökere mich durch die Seiten, als dass ich die App auf dem Smartphone starte, um ein Buch vorgelesen bzw. seine Geschichte erzählt zu bekommen. Kinder hingegen lieben es, wenn ihnen jemand vorliest. Und vor allem lieben sie Hörbücher.

Schon die Kleinsten sind davon begeistert und tauchen völlig ein in die Geschichte, die ihnen erzählt wird.

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Hörbücher für Kinder fördern Fantasie, Kreativität und Sprache

Auch wenn ich einem Hörbuch für mich persönlich nichts abgewinnen kann, so sehe ich doch, dass meine Kids völlig verrückt danach sind und eigentlich auch schon immer waren. Die Große hört die Bücher auf ihrem Smartphone zumeist über Kopfhörer* , die Kleine über ihren CD-Player*  auf Zimmerlautstärke.

Experten sind sich darüber einig, dass Hörbücher für Kinder wichtig sind. Zwar ersetzen sie das klassische Vorlesen nicht, stellen aber eine zusätzliche Bereicherung dar. Denn gute und kindgerechte Hörbücher zeichnen sich durch die perfekte Dramaturgie von Erzählung, musikalischer Untermalung und akzentuierenden Klangwelten oder Geräuschen aus. Die altersgerechten Sprache selbstverständlich vorausgesetzt.

Hier wird eine eigene Welt geschaffen, in die Kinder sich fallen lassen können. Eine Welt, die mit Sprache und Klängen versehen ist, jedoch keine Bilder vorgibt. Diese entstehen oder malen sich die Kinder vor ihrem geistigen Auge selbst. Ein Prozess, der nicht nur die Fantasie beflügelt, sondern gleichzeitig auch die Kreativität fördert.

Vor allem aber der Spracherwerb und das Sprachvermögen kommen nicht zu kurz. Denn je häufiger und abwechslungsreicher Kinder angesprochen werden, desto umfangreicher wird ihr eigener Wortschatz und desto besser wird auch ihre Fähigkeit, sich auszudrücken.

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  • Sabine Städing (Autor) - Nana Spier (Sprecher)

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Hörbücher halten mit den Kindern Schritt

Das, was Hörbücher zudem auszeichnet, ist die Möglichkeit, sie den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Wenn Kinder mit ihrem Kassetten-, CD*  oder mp3-Player eigenverantwortlich umgehen dürfen, können sie „zurückspulen“, wenn sie etwas nicht richtig verstanden haben oder eine Passage ihnen besonders gut gefallen hat. Sie können „vorspulen“, wenn sie zu neugierig sind und unbedingt wissen möchten, wie es weitergeht. Sie können die Abspielung unterbrechen, wenn sie Hausaufgaben machen müssen, um gemeinsam etwas zu spielen, oder wenn das Abendessen ruft. Und natürlich können sie auch rein theoretisch dabei einschlafen – nur komischerweise passiert das wie gesagt nur mir, meinen Kindern nie.

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Hörbuch ist nicht gleich Kinder Hörbuch

Wie unterschiedlich Hörbücher sein können, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Denn zu Anfang habe ich natürlich mit meinen Kids mitgehört, allein schon, um zu wissen, was meine Kleinen davon überhaupt verstehen, was sie genauer wissen wollten, wo Fragen auftauchten. Und vor allem auch deshalb, um sicher zu gehen, dass sie nichts hören, was ihnen Angst machen und dementsprechend den Schlaf rauben könnte. Heute höre ich zwar nicht mehr mit, aber ich höre zumindest rein, um entscheiden zu können, ob das Hörbuch gut gemacht ist oder nicht.

Die komplette Geschichte erfahre ich sowieso. Oftmals in nicht zusammenhängenden Teilen, weil meine Kinder weder das mit der Inhaltsangabe noch mit der Nacherzählung bisher sehr gut drauf haben. Aber durch die Große bin ich Tintenherz*  -, Tintenblut- und Tintentod-technisch hervorragend auf dem Laufenden, wohingegen mich die Kleine regelmäßig über die neuesten Erlebnisse von Lauras Stern*   unterrichtet. Und manchmal erfahren die Kinder dann auch, was ich gerade so gelesen habe. Im Moment sind sie täglich aufs Neue gespannt, denn bei mir gibt es derzeit ein paar Seiten täglich aus Gute Geister*   , einem Roman über den Rassismus im Amerika der frühen 60er Jahre.

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Funklerwald*
  • Stefanie Taschinski (Autor) - Katharina Thalbach (Sprecher)

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Hörbücher für jedes Alter

Ab wann ein Kind in der Lage ist, einem Hörbuch zu folgen, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Ebenso wie die Auswahl dessen, was es am liebsten hören mag. Hier heißt es wohl: Einfach ausprobieren und die ersten Male auf jeden Fall mit dem Kind zusammen das Hörbuch genießen.

Meine Große fand Hörbücher schon mit zwei Jahren toll, die Kleine konnte sich dafür erst mit etwa drei Jahren begeistern. Ich hingegen bin begeistert, dass wir uns nicht nur regelmäßig über das Gehörte oder Gelesene austauschen, sondern vor allem darüber, dass die Kinder trotz aller Faszination für Hörbücher auch oft genug ein normales Buch zur Hand nehmen.