Eine pauschale Aussage über die Kosten zu treffen, die durch eine künstliche Befruchtung entstehen, ist nahezu unmöglich – zu viele individuelle Aspekte spielen eine Rolle, wie zum Beispiel Art, Umfang und erforderliche Dauer der gewählten Behandlungsform und auch die Menge an Medikamenten, die eingesetzt werden müssen. Während die Kosten für die Diagnose der Unfruchtbarkeit im Regelfall durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, werden die für die künstliche Befruchtung nur zur Hälfte getragen – und dies auch nur bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen: Das Paar ist verheiratet, die Frau ist zwischen 25 und 40, der Mann zwischen 25 und 50 Jahre alt, es wurde zuvor keine Sterilisation vorgenommen, es wurden bislang weniger als drei künstliche Befruchtungen erfolglos versucht. Nach drei Behandlungen ohne Eintreten einer Schwangerschaft muss das Paar also alleine für die Kosten aufkommen. Im Übrigen muss der Krankenkasse vor Beginn der Behandlung ein Kostenplan zur Verfügung gestellt werden. Da die entstehenden Kosten sich schnell zu einem gehörigen Betrag summieren können, der für zahlreiche Paare nicht gerade leicht zu bewältigen ist, ist guter Rat im Vorfeld entscheidend. Informieren Sie sich bei Ihrem Frauenarzt ausführlich über die unterschiedlichen Wege, über die voraussichtliche Höhe des Eigenanteils und auch darüber, welche Erfolgsaussichten eine künstliche Befruchtung in Ihrer speziellen Situation hat und welche alternativen Methoden vielleicht noch in Betracht gezogen werden könnten. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, möglichst frühzeitig mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung zu treten und sich über deren Leistungen zu informieren. Je früher Sie im Bilde sind über die entstehenden Kosten, desto eher können Sie abschätzen, ob eine künstliche Befruchtung für Sie in finanzieller Hinsicht in Frage kommt. Denn neben all den anderen Aspekten, die bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielen, ist das aufzubringende Geld ein nicht zu unterschätzender Faktor.

 

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