Eule oder Lerche? – Das kindliche Schlafverhalten

Zunächst die Fakten: Je älter das Kind, umso weniger schläft es. So braucht ein Baby von 12 Monaten noch etwa 13 Stunden Schlaf, um interessiert und wach den Tag zu erleben. In dieser Summe sind zwei Tagesschläfchen inbegriffen. Nach dem ersten Geburtstag geschieht dann ein grundlegender Einschnitt. Mit etwa 18 Monaten verringert sich der Schlafbedarf des Kleinkindes auf circa 12 Stunden; aus den bisherigen Schlummerstündchen am Vor- und Nachmittag wird ein Mittagschlaf von ungefähr anderthalb Stunden. Auf diese Siesta ist die Mehrheit der Kinder bis ins Kindergartenalter angewiesen, manche halten ihr Nickerchen noch bis zum Schulbeginn. Ob und wie lange der Nachwuchs ruht, hängt von seinem Wesen und dem familiären Gepräge ab. Stehen Kleinkinder früh mit den Hühnern auf, schwächeln sie voraussichtlich gegen zwölf Uhr. Wer aber morgens ausschläft, kommt nach dem Mittagessen kaum zum Schlummern. Erwacht ein Kind mehrmals in der Nacht, verbringt es wahrscheinlich mehr Zeit im Bett, als es wirklich braucht.

Schlafprotokoll

Möchten Eltern das Schlafverhalten und die Schlafdauer ermitteln, sei das Führen eines Schlafprotokolls empfohlen. Mindestens vierzehn Tage dokumentiert man die Zeiten vom Einschlafen, Aufwachen und die Anzahl der geschlafenen Stunden. Mit dem Eintragen der Mahlzeiten wird die Tabelle komplett. Solch eine Auflistung illustriert hervorragend bisherige Schlafgewohnheiten und löst bei mancher/m Mama/Papa den berühmten Aha-Effekt aus. Sollte die Angaben wirkliche Schlafprobleme sichtbar machen, unterstützt diese Übersicht hilfreich den Kinderarzt.