Es ist noch nicht so lange her, dass Smoothies ihren Einzug in die Kühlregale gehalten haben – mit durchschlagendem Erfolg. Kaum ein Einkaufswagen, bei dem man nicht im Vorbeischieben bemerkt, dass er einen oder mehrere Smoothies enthält.

Smoothies sind lecker, gesund und „in“

Oder etwa nicht? Ernährungswissenschaftler stehen dem Phänomen “Smoothies“ skeptisch gegenüber. Zumindest dann, wenn das Obst nicht von eigener Hand, also in der eigenen Küche, püriert wurde.

Denn natürlich ist die Erfindung des Smoothie alles andere als neu. Hier hat nur jemand eine Marktlücke entdeckt für all die Mütter, denen das Pürieren zu umständlich ist. Für alle Single-Haushalte, die keinen Pürierstab*  besitzen, für Kinder, die sich standhaft weigern, Obst oder Gemüse zu essen und natürlich für alle, die sich bequem wie möglich und gesund wie nötig ernähren möchten. Doch nur, wer selbst den Pürierstab schwingt, weiß, was in seinem Smoothie drin, oder was eben nicht drin ist.

Was ist drin?

Bei den Smoothies aus dem Kühlregal ist das anders. Da der Begriff nicht geschützt ist, können und dürfen die Fruit-to-go-Drinks und Zusatzstoffe enthalten.

Erlaubt ist also, was dem Hersteller gefällt. Aufschluss darüber, ob der Smoothie wirklich die tägliche Obstmahlzeit ersetzen kann, gibt deshalb nur die Zutatenliste, die entsprechend keinen zusätzlichen Zucker oder Zuckerersatzstoffe enthalten sollte. Ebenso wenig wie Konservierungsstoffe. Was Smoothies hingegen auf jeden Fall enthalten sollten – auch wenn das eigentlich für Verbraucher logisch ist, für Hersteller nicht immer unbedingt – ist ein hoher Fruchtanteil.

Auch interessant:  Louwen-Diät: Durch Ernährungsumstellung zu einer leichteren Geburt

Nur wenn kein Zucker und keine Konservierungsstoffe enthalten sind, aber ein hoher Fruchtgehalt in Form von Püree oder Fruchtfleisch gewährleistet ist, ist der Smoothie aus ernährungswissenschaftlicher Sicht auch dafür geeignet, zwischendurch mal das Obst zu ersetzen. Die Betonung liegt dabei auf “zwischendurch“. Auf Dauer ist das leckere Obst zum Trinken kein Ersatz – und keine Alternative – zum kernigen Biss in einen Apfel bzw. zum klassischen Obst.