Beim Stillen handelt es sich zwar um etwas ganz Natürliches, dennoch können auch hier Probleme auftauchen und dazu beitragen, dass Stillen zu Stress, Frustration und Unwohlsein führt. Manches Stillproblem kann jedoch mit Hilfe von einfachen Mitteln behoben oder überhaupt von Beginn an vermieden werden.

Spannen in der Brust und wunde Brustwarzen: Geduld ist gefragt!

Vor allem zu Beginn des Stillens ist Geduld ganz besonders wichtig, denn auch wenn Stillen etwas Natürliches ist und die Mutter, die ihr Baby stillen möchte, durch die Produktion von bestimmten Hormonen in ihrem Körper entsprechend darauf vorbereitet wird, können Probleme entstehen.

Gerade zu Beginn fühlt man sich oft unsicher und ist aufgeregt, was dazu führen kann, dass die natürlichen Prozesse im Hormonsystem gestört werden und das Stillen des Babys nicht immer gleich problemlos funktioniert. Wichtig ist, dass man dann nicht sofort aufgibt, sondern geduldig bleibt und sich zum Beispiel von einer Hebamme oder Stillberaterin unterstützen lässt.

Spannen in der Brust beim Einschießen der Muttermilch

Wenn nach der Vormilch (auch Kolostrum genannt) meist zwischen dem zweiten und vierten Tag nach der Geburt des Babys die so genannte Übergangsmilch einschießt, geht das oft mit einem Spannen in der Brust einher. Um diesem unangenehmen Druck oder Spannungsgefühl beim Einschießen der Milch entgegenzuwirken, ist ein häufiges Anlegen des Babys ratsam, dies beugt zudem einem Milchstau vor. Es empfiehlt sich aber auch, die Brust mit warmen, feuchten Umschlägen vor dem Anlegen oder vorsichtig mit einer warmen Dusche zu behandeln; zudem kann man auch versuchen, etwas Muttermilch mit der Hand herauszudrücken, um den geschwollenen Brüsten etwas entgegenzuwirken.

Wunde Brustwarzen

Während der ersten Tage, nachdem mit dem Stillen begonnen wurde, schmerzen die Brustwarzen meist etwas, das ist normal; schließlich müssen der Körper im Allgemeinen und die empfindlichen Hautpartien erst an die neue Beanspruchung gewöhnt werden. Brustwarzen hingegen, die sehr wund sind, können wirklich sehr schmerzen, was in vielen Fällen dazu führt, dass die Mütter mit dem Stillen aufhören bzw. das Baby zu früh abstillen. Die Ursache für ein Wundsein der Brustwarzen ist oft eine falsche Stillhaltung bzw. -technik.

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Daher ist es notwendig, dass sich Mütter rechtzeitig und umfassend über verschiedenste Stillpositionen und Haltungen informieren. Denn eine falsche Haltung beim Stillen kann der Grund sein, dass zum Beispiel zu wenig Milch fließen kann und das Baby ungeduldig wird und an der Brustwarze zieht. Doch auch wenn das Baby falsch gehalten wird, können wunde Brustwarzen die Folge sein.

So kann es sein, dass das Kind, anstatt den gesamten Warzenhof einzusaugen, nur die Brustwarze in den Mund nimmt, um daran zu ziehen – das ist eine der häufigsten Gründe für wunde Brustwarzen.

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Stellt man fest, dass die Brustwarzen wund sind, muss man die Stillhaltung und die Saugtechnik des Babys beobachten, vor allem sollte auf die Lage des Kindes an der Brust geachtet werden. So kann es sein, dass folgende Fehler vorliegen:

  • Das Baby berührt nicht mit seinem gesamten Körper den Körper der Mutter
  • Sein Kopf ist gedreht
  • Das Baby hat den Mund beim Anlegen an die Brust zu wenig weit geöffnet.
  • Das Baby zieht nur an den Brustwarzen, es hat nicht den gesamten Warzenvorhof mit dem  Mund erfasst.
  • Das Baby hat eine andere Lage eingenommen und die Stillposition ist nicht mehr angenehm.

So lange die Brustwarzen wund sind, sollte man das Baby an jeder Seite der Brust nur kurz, aber öfters zum Trinken anlegen, wobei Muttermilchreste und der Speichel des Kindes an der Brust angetrocknet werden sollte.

Viel zur Besserung beitragen kann auch, wenn man die Brust zu Hause des Öfteren unbedeckt lässt, damit Luft auf die wunden Brustwarzen einwirken kann. Zusätzlich kann man, um bei kleineren Rissen Abhilfe zu schaffen, Cremen auf Pflanzenbasis auftragen und die Brust mehrmals pro Tag in etwas warmen Salbeitee baden. Wenn es dennoch nicht besser wird, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um eine Pilzerkrankung (Soor) auszuschließen bzw. zu behandeln.

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