Ohne Zweifel bedeutet ein Studium mit Kind eine Doppelbelastung. Ob Mutter oder Vater – die Anforderungen an studierende Eltern kosten nicht nur Kraft, sondern auch eine Menge Geld. Wer diese Herausforderung annimmt, ist meistens auf Unterstützung angewiesen.

Kinderbetreuung an Hochschulen

Bei einem Präsenzstudium stehen Eltern immer vor der Frage, wie die Betreuung ihres Kindes während der Vorlesung aussehen soll. In diesem Zusammenhang hat ein Fernstudium den großen Vorteil, viele Studieninhalte zu Hause lernen zu können. Das Studium an einer renommierten Fernuniversität, bietet Eltern also eine optimale Flexibilität. Doch auch ein Fernstudium erfordert viel Zeit und Konzentration. Und alle Eltern von kleinen Kindern wissen, dass konzentriertes Arbeiten und gleichzeitige Kinderbetreuung ein Ding der Unmöglichkeit sind.

Mittlerweile haben sich die Hochschulen auch auf studierende Eltern eingestellt und eigene Kitas eingerichtet. Allerdings sind die Wartelisten für die begehrten Plätze – gerade für Kinder unter drei Jahren – oft lang. Anmelden sollte man daher sein Kind nicht nur bei der Kita des Studentenwerks, sondern auch bei sämtlichen Einrichtungen, die sich in der Nähe der Hochschule befinden. Auch eine Tagesmutter kann eine gute und flexible Lösung sein. Je nach Einkommenssituation unterstützt das Jugendamt die Kosten für eine Tagesmutter mit einem Zuschuss.

Manche Hochschulen haben für Mütter mit Kindern spezielle Räume eingerichtet, in denen es Spielsachen, Wickeltische und sogar Betten für die Kinder gibt. So kann der Mittagsschlaf prima zum Lernen genutzt werden.

Studium mit Kind finanzieren: Welche Möglichkeiten gibt es?

Viele Hochschulen stellen Studierenden mit Kind eigene Beratungsstellen zur Verfügung. Ob es um staatliche Leistungen oder Betreuungsmöglichkeiten geht – hier bekommt man Informationen zu sämtlichen Fragen, vor denen studierende Eltern stehen.

Manche Unis gewähren Studierenden mit Kind eine Studienbeitragsbefreiung. Je nach Hochschule kann die Befreiung für ein bis zwei Semester gelten oder sich sogar auf die komplette Studienzeit beziehen. Wenn das Einkommen unter einem bestimmten Regelsatz liegt, haben Studierende einen Anspruch auf Wohngeld. Sozialhilfe oder ALG2 erhalten sie indes nicht, nur das Kind hat Anspruch auf die Zahlung von ALG2. Selbstverständlich erhalten studierende Eltern auch Kindergeld und Elterngeld.

Wer große finanzielle Probleme hat, kann sich außerdem an Vereine oder Stiftungen wenden, die studierenden Müttern helfen. So kann man bei der Bundesstiftung Mutter und Kind einen Antrag für eine einmalige Unterstützung stellen.