Eine Schwangerschaft ist für alle Frauen eine aufregende Zeit. Vorfreude und Unsicherheit bestimmen das Gefühlsleben, der Körper verändert sich täglich. Inmitten der Vorbereitungen auf das Leben mit dem Neugeborenen bleibt wenig Zeit für Entspannung. Da tut Yoga zur Geburtsvorbereitung Körper und Seele gut. Einige Momente des Innehaltens und Körperübungen, die gleichzeitig anstrengen und entspannen, sind Kernelemente dieser speziell an Schwangere gerichteten Kurse.

Was erwartet Schwangere im Yoga zur Geburtsvorbereitung?

Entscheiden Sie sich für Yogakurs, werden Sie in einige Aspekte der Jahrtausende alten Philosophie eingeführt. Yoga verhilft vielen Menschen zu großer innerer Stärke. Der Yogakurs beginnt mit einer Anfangsmeditation, um die Gedanken ziehen zu lassen und sich auf die Yogastunde vorzubereiten. In manchen Yogaschulen folgt das Singen von Mantras. Mantras sind uralte indische Lieder mit sanften Melodien, die einfach zu erlernen sind und eine weise Botschaft in sich tragen.

In allen Yogakursen stellen Atemübungen einen weiteren wichtigen Teil des Programms dar. Hier lernen die Schwangeren, tief in den Bauch zu atmen und besonders langsam auszuatmen. Beim Yoga ist es völlig normal, dass sich im Verlauf der Stunde Emotionen bei den Teilnehmerinnen lösen. Die Körperübungen, Asanas genannt, bilden den Kern der Yogastunde. Hier ist es auch für fortgeschrittene Yogis wichtig, einen Yogakurs speziell für Schwangere zu besuchen. Nicht alle Asanas sind für Schwangere geeignet. Die Lehrerin sollte über eine spezielle Ausbildung verfügen.

Heimlicher Höhepunkt für viele schwangere Teilnehmerinnen ist die geführte Tiefenentspannung. Hierzu stehen Yogalehrern unterschiedliche Methoden wie Traumreisen oder die progressive Muskelentspannung zur Verfügung. In einer Yogastunde tanken Schwangere ausreichend Kraft für die spannende und kräftezehrende Zeit bis zur Entbindung.

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Manche Frauen kostet es einige Überwindung, sich auf den Yogaunterricht einzulassen. Das Singen, die Meditation und das Verharren in ungewohnten Körperstellungen ist ein wunderbares Abenteuer, auf das es sich einzugehen lohnt.

Was bewirkt Schwangerschaftsyoga?

Yoga in der Schwangerschaft ist in erster Linie entspannend. Diese Wirkung sollte angesichts der körperlichen und psychischen Belastung der werdenden Mutter nicht unterschätzt werden. Denn während der Geburt ist die Fähigkeit, loszulassen, eine wichtige Gabe, die dabei hilft, Schmerzen leichter zu ertragen, die Bereitschaft, Schmerzmittel und eine PDA zu verlangen, senkt und damit die Geburtsdauer entscheidend verkürzen kann. Die Yogaatmung erleichtert die Wehen und ist während der anstrengendsten Geburtsphasen ein wichtiges Hilfsmittel, an dem sich die Schwangere mental festhalten kann.

Auch auf der körperlichen Ebene hat Schwangerschaftsyoga viele positive Wirkungen. Durch die Asanas werden in der Schwangerschaft stark beanspruchte Muskelgruppen gedehnt und gestärkt. Typische Schwangerschaftsbeschwerden wie müde und schwere Beine, Unwohlsein und Übelkeit können durch regelmäßiges Üben gelindert werden. Einige Stellungen, zum Beispiel der sogenannte Fisch weiten den Brustkorb und geben selbst Frauen mit kugelrunden Bauch für einige Minuten die Möglichkeit, tief durchzuatmen.

Wer in der Schwangerschaft einen Yogakurs besucht, kann viele der Übungen zu Hause weiterhin praktizieren. Der Sonnengruß, eine fließende Aneinanderreihung verschiedener Asanas, wirkt auch nach der Entbindung Wunder und unterstützt die Rückbildung.

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Wo wird Yoga zur Geburtsvorbereitung angeboten?

Hebammen, Yogaschulen und Frauenzentren bieten Yogakurse für Schwangere zur Geburtsvorbereitung an. Die Kosten werden bei regelmäßiger Teilnahme von den gesetzlichen Krankenkassen voll erstattet. Frauen, die während der Schwangerschaft unter Komplikationen leiden, sollten einen Yogakurs erst nach Absprache mit ihre Gynäkologenbesuchen.