Jesus und die wundersame Ostergeschichte

Das Osterfest ist heutzutage das wichtigste und höchste Fest des Christentums. In der Bibel steht also sehr viel über die Ostergeschichte geschrieben. Auch in der Kirche wird die Geschichte zu Ostern jedes Jahr erzählt. Doch wie ist sie überhaupt entstanden und warum ist dieses Fest so wichtig geworden?

Warum feiern wir Ostern?

Das Paschafest

Vor sehr sehr langer Zeit, als Jesu Christi, der König der Juden, auf der Erde lebte – das war vor etwa 2000 Jahren – wurde jedes Jahr das sogenannte jüdische Paschafest gefeiert. Für diese Feier reisten sehr viele Menschen, darunter auch Kinder, die den jüdischen Glauben vertraten, nach Jerusalem, in die Stadt Davids. In dieser Stadt feierten sie dann alle gemeinsam an mehreren Tagen voller Freude ihren Glauben.

Die Reise

Jesus, der Sohn von Maria und Josef, war auch ein geborener Jude, also reiste er so wie viele andere an diesen Tagen nach Jerusalem, der Stadt Davids, um gemeinsam das Fest zu feiern. Am sogenannten Palmsonntag, der immer genau eine Woche vor dem Ostersonntag ist, stieg er also auf einen Esel und ritt los. Er war bei vielen Menschen auf dem Weg wegen seiner heilenden Kräfte bekannt. Sie alle waren begeistert ihn zu sehen und jubelten ihm voller Freude zu.

Alle feiern Jesu Christi

Die Menge legte sogar Palmzweige auf den Weg, damit der Mann mit dem Esel nicht auf dem staubigen Boden reiten musste. Auf diese Weise wollten ihm alle ihre Ehrerbietung zeigen. Außerdem hofften sie, dass sie durch ihn von den herrschenden Römern befreit würden. Die Stadt Davids wurde nämlich zu dieser Zeit von ihnen besetzt und die Einwohner mussten sich den starken Einschränkungen in ihrem Leben hingeben.

Der Widerstand der Römer

Die mächtigen Römer hatten aber große Angst vor Jesu Christi, sie waren nämlich neidisch und auch eifersüchtig auf ihn. Falls er vom Volk Jerusalem als König auserwählt werden würde, hätten die Römer keine so große Macht mehr. Davor fürchteten sie sich sehr. Also möchten sie ihn nicht und taten alles dafür, um ihn nicht an die Macht kommen zu lassen.

Das letzte Abendmahl

Am Gründonnerstag gab es ein gemeinsames Abendessen – der König der Juden aß mit seinen zwölf Begleitern, den sogenannten Jüngern, zu Abend. Dieses besondere Essen an diesem Abend nennen wir heute das letzte Abendmahl. Als Zeichen, dass er seine Jünger bedingungslos liebte und selbst kein besserer Mensch war als sie, wusch er allen die Füße. Nach dem Mahl spazierte er zum Ölberg und begann zu beten. Er hatte nämlich große Angst, weil er wusste, dass einer seiner Jünger ihn in dieser Nacht verraten würde und er sterben müsse. Und genau so geschah es dann auch. Judas erzählte den mächtigen Römern, wo Jesu Christi an diesem Abend zu finden war. Im Gegenzug bekam er einen großen Sack voll mit Silbermünzen. Während des Gebets auf dem Berg kamen dann die römischen Soldaten und fragten, ob er der König der Juden sei. Er bestätigte es und die Römer verhafteten ihn.

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Die Kreuzigung

Pontius Pilatus, der zu dieser Zeit Statthalter von Jerusalem war, verurteilte Jesus aus Angst vor Machtverlust, Neid und Eifersucht zum Tode am Kreuz. Ein Statthalter war damals der einflussreichste und mächtigste Mann einer Stadt. Jesu Christi musste also zur Strafe ein großes und schweres Kreuz aus Holz durch enge Straßen bis ganz hinauf auf einen Berg transportieren. Heute ist dieser letzte Weg auch als Kreuzweg bekannt. Christen auf der ganzen Welt gehen von Station zu Station, um an die schweren letzten Stunden vom König der Juden zu gedenken. Auf diesem Berg sollte dann seine Kreuzigung stattfinden. Die mächtigen römischen Soldaten flochten ihm eine Krone aus stacheligen Dornenzweigen und machten sich hämisch über ihn lustig. Andere Menschen hingegen waren zutiefst traurig, als er dann wirklich gekreuzigt wurde und am Kreuz starb. Der tote Körper Jesus´ wurde von den Frauen liebevoll in Tücher eingewickelt und in eine nahe gelegene Höhle gelegt. Damit niemand in diese Höhle hineingehen konnte, rollten sie vor den Höhleneingang einen riesigen und schweren Stein.

Der Fleischverzicht

Damit an die Leiden von Jesu Christi am Kreuz gedacht wird, gibt es heutzutage zu Ostern die Tradition, am Karfreitag kein Fleisch zu essen. Anstelle von Fleisch essen viele Menschen Fisch oder etwas Vegetarisches. Deswegen ist der Fisch im christlichen Glauben ein sehr wichtiges Symbol. Der Karsamstag ist dann der Tag der Grabesruhe, es wird also ganz besonders an die Verstorbenen gedacht.

Die Auferstehung

Am Ostersonntag, das war drei Tage nach Jesus´ Tod, passierte etwas Ungewöhnliches, womit niemand rechnen konnte. Der riesige und schwere Stein, der vor dem Höhleneingang lag und ihn versperren sollte, war so zur Seite gerollt worden, dass der Eingang frei war. Die Höhle, in der sich der tote Leichnam befinden sollte, war nun leer. Die Frauen und Männer wussten nicht, was das jetzt zu bedeuten hatte und waren fassungslos. Auf einmal erschien ein Engel aus dem Nichts und verkündete voller Freude die Auferstehung von Jesu Christi. Sofort rannten die Frauen so schnell wie möglich zu Jesus´ Jüngern und erzählten vom Engel und seiner Verkündigung. Das war aber am Anfang noch so unglaubwürdig, dass keiner so wirklich daran glaubte. Doch als ein weiß bekleideter, unbekannter Mann das Brot beim Essen brach, wurde es den Jüngern glasklar. Er, der König der Juden, war tatsächlich auferstanden.

Die Ostergeschichte verbreitet sich rasch

Seit diesem Zeitpunkt bis einschließlich heute (und sicher noch bis in die weite Zukunft) feiern alle Christen gemeinsam jährlich am Ostersonntag in der Kirche die wundersame Auferstehung von Jesu Christi. Ostern ist also noch vor Weihnachten und Pfingsten das wichtigste und höchste Fest im Christentum. Aber nicht nur der der Ostersonntag wird gefeiert, der Palmsonntag, Gründonnerstag und Karfreitag haben auch einen besonderen Stellenwert im christlichen Glauben.

Das Buch „Die Ostergeschichte“ von Jutta Bergmoser, speziell für Kinder geschrieben, beschreibt das wundersame Geschehen vom Osterfest noch detaillierter. Vom Einzug Jesu in der Stadt Davids, dem letzten Abendmahl bis hin zur Kreuzigung wird die biblische Geschichte genau erläutert. Mit den tollen, stimmungsvollen Bildern im Buch bereitet das Lesen sogar noch mehr Freude.

Viel Spaß beim Lesen der Ostergeschichte!

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