Hauptsache cool und bunt meinen die Kids, Eltern hingegen stellen an die erste Schultasche ganz andere Anforderungen: Praktisch, robust und nicht zu teuer soll das gute Stück sein.

Diesem Aspekt nimmt sich alljährlich die Stiftung Warentest an und prüft handelsübliche Modelle. Exzellente Preise garantieren kein hochwertiges, durchdachtes Produkt. Deshalb gilt:

Ranzenkauf: Studieren und probieren

Damit die erste Schultasche kein Fehlkauf wird, lohnt es sich wirklich einige Tipps zu beherzigen:

  • Ihr Kind hat klare Vorstellungen und Sie auch. Gehen Sie zusammen los, lassen Sie den Schulanfänger probieren. Ein riesiger Ranzen auf einem kleinen Kinderrücken geht gar nicht, auch wenn der kleine Mensch mit der Zeit „rein wächst“.
  • Ist der Tornister mit dem Vermerk „nach DIN 58124“ versehen? Wenn ja, garantiert er praktisches Handhaben, Wasserdichte und Sicherheit.
  • Wo sind Reflektoren angebracht? Wie groß sind sie? Bei sicheren Modellen fluoresziert 20% der Gesamtfläche.
  • Ein guter Ranzen soll richtig sitzen, seine Tragegurte dürfen nicht von zarten Schultern rutschen oder gar einschneiden. Die Trageriemen müssen gepolstert sowie leicht zu verstellen sein. Stehen sie zu weit auseinander, empfiehlt sich der Erwerb eines Brustgurtes.
  • Eselsbrücke für die Praxis: Bilden Schultern und Taschenoberkante eine Linie stimmt die Passform.
  • Verfügt die Schultasche über einen stabilen Tragegriff? Ummantelt mit Kunststoff wird das Tragen per Hand leichter. Ausgereifte Produkte sind mit einem extra Aufhängegriff (für die Schulbank) ausgestattet.
  • Wie ist der Ranzen innen und außen aufgeteilt? Fächer in verschiedenen Buch- und Heftgrößen erleichtern das Ordnung halten. Das optimale Modell glänzt durch Außentaschen, die genügend Platz für Brotdose und Trinkflasche bieten und komplett zu öffnen sind. So verursachen undichte Behältnisse selten unliebsame Flecken auf Fibel & Co.
  • Sind Schnallen, Reißverschlüsse und Schließe für kleine Finger ausgelegt? Geht der Deckel weit genug auf?
  • Nur Leichtgewichte in die nähere Auswahl: Schließlich soll Ihr Kind nicht unter der Bücherlast straucheln. Bedenken, dass der schwere Ranzen Haltungsschäden begünstigt, können ausgeräumt werden. Dieser Aspekt stammt aus einer Zeit, in der Schulkinder täglich kilometerweite Strecken zu Fuß zurücklegten. Trotzdem gilt: Weniger ist mehr.
  • Stehvermögen: Selbst ein leerer Ranzen muss fest stehen; fällt er in sich zusammen, spricht es für das verwendete Material.
  • Unbedingt auf rückenfreundliche Form achten! Eine solide Rückenfront schützt vor Reibung und Druck. Sitzt der Ranzen eng am Körper werden Fehlhaltungen vermieden.
Auch interessant:  Schulranzen richtig packen

Wir wünschen viel Spaß beim Ranzenkauf und eine tolle Einschulung!