Sobald das Baby frei steht und die ersten Schritte selbständig geht, wird es auf seine Art die Welt erobern. Noch etwas wackelig auf den Beinen, erkundet es neugierig und mit großer Freude seine Umgebung. Endlich hat das Kind beide Hände frei, kann das häusliche Umfeld aus einer völlig neuen Perspektive „Begreifen“.

Spätestens jetzt sehen aufmerksame Eltern Gefahrenquellen in den heimischen vier Wänden.

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Flur

Teppiche und Läufer benötigen rutschfeste Unterlagen. Nur so hat das Kleinkind einen verlässlichen Untergrund und kann sich ausprobieren. Auf Dielen-, Parkett- oder Laminatfussböden erleben etliche Kleinkinder eine schmerzhafte Rutschpartie. Socken mit Gumminoppen haften besser, geben dem laufenden Kind ein sicheres Gefühl.

Verbindet eine Treppe zwei Etagen, sollte ein Treppenschutzgitter angebracht werden. Es schützt die kleinen Entdecker vor lebensgefährlichen Stürzen. Steckdosen sind ebenfalls von großem Interesse; spezielle Einsätze bewahren den Nachwuchs vor Stromschlägen.

Küche

Starke Anziehungskraft übt die Küche mit all ihren Utensilien aus. Küchenschränke sind faszinierend; Töpfe, Löffel, Quirl und Schlagbesen eignen sich hervorragend als Spielzeug. Beinhalten Schubladen oder Schränke Haushaltsreiniger, Waschmittel oder andere chemische Substanzen bedürfen sie einer Verriegelung.

Ebenso entzückt der Herd so manches Kind, besitzt er doch Knöpfe zum Drehen oder leuchtende Lämpchen. Ein Herdgitter schützt die kleinen Hände vor Verbrennungen. Auch Kannen und Töpfe voller heißer Flüssigkeiten gehören außer Reichweite.

Wohnzimmer

Dekorationsgegenstände wie Öllampen, Gelkerzen oder parfümierte Teelichte begeistern Kleinkinder ebenfalls und sind Objekte der Begierde. Ein kindersicheres Heim kommt auch eine Zeit ohne sie aus.

Regale voller Bücher oder CDs reizen Kinderhände; bevor sie ausgeräumt und umsortiert werden, sollten die Eltern deren festen Stand überprüfen.

Zu guter letzt noch ein Tipp für Tischkanten sämtlicher Höhen: Das Anbringen von Kantenschutz an spitzen Ecken erspart Schmerz, Geschrei und blaue Flecken.

Heizung

Ölradiatoren oder Elektrogebläse entwickeln große Hitze; sofern es sich vermeiden lässt, sollten sie abseits des Aktionsradius von Kleinkindern stehen. Nach Gebrauch: Bitte ausschalten; zur Sicherheit Stecker aus der Dose!

Fenster, Balkone und Türen

Kleinkinder verspüren wahre Lust, wenn sie von innen nach draußen schauen können. Wunderbar lassen sich Müllabfuhr, Schneefall oder Vögel beobachten.

Dazu müssen Fenster und Balkone geschlossen bleiben. Wird gelüftet, bleibt lieber der Nachwuchs an einem sicheren Ort. Denn schneller als gedacht, erklimmen Kleinkinder Balkongeländer, Fensterbretter oder öffnen (Haus)Türen.

Genussmittel und Medizinpräparate

Leere Bier- oder Weingläser verlocken zum Probieren, was noch glimpflich verlaufen mag. Flaschen mit Alkoholika dürfen nicht erreichbar sein. Gleiches gilt für Tabak in allen Formen.

Bittere, bunte Pillen werden gern mit Smarties verwechselt, deshalb bitte alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel in einen verschließbaren Arzneischrank.

Sonstiges

Kleinkinder machen Sinneserfahrungen mit dem Mund und den Händen. Glitzernde Dinge wie Kleingeld, Reißzwecken, Büroklammern, Nadeln dürfen nicht in erreichbarer Höhe sein. Farbige Glassteine, bunte Stiftkappen oder dragierte Nüsse wandern schnell von der Hand in den Mund. Ihre Aufbewahrung sollte in Dosen mit Verschluss erfolgen.