Mit fünf Jahren ist das Kind bald ein Schulanfänger. Damit der Eintritt in den neuen Lebensabschnitt gesund, munter und unkompliziert geschieht, wird abermals eine gewissenhafte Vorsorgeuntersuchung durchgeführt. Wieder prüft der Kinderarzt alle Sinne, Fingerfertigkeit, Haltung und Muskelzusammenspiel sowie die Wahrnehmung. Er wird anhand seiner Diagnostik die Schulreife bescheinigen. Sollten Verzögerungen in der Entwicklung vorliegen, haben Eltern und Therapeuten nun die letzte Gelegenheit, das Kind entsprechend zu fördern. Folgende Kriterien beinhaltet die Vorsorge:

  • Körpergröße, Gewicht, Kopfumfang
  • Blutdruck, Urinkontrolle
  • Sprache (fast fehlerfreie Grammatik und Aussprache) und Ausdruck
  • Reaktionsvermögen (Ball fangen)
  • Feinmotorik (Zeichnen von geometrischen Figuren, eines Mensches, Schreiben des Vornamens)
  • Grobmotorik (sicheres Stehen und Hüpfen auf einem Bein)
  • Zahlenverständnis (Zählen und Mengenvorstellung)
  • Sauberkeit (Tag und Nacht ohne Windel), An- und Ausziehen
  • Konzentration

Mittlerweile besteht zwischen Kind und Doktor eine gewachsene Beziehung. Mit Menschenkenntnis und Fachwissen kennt der Arzt das Mädchen oder den Jungen recht gut; sofern die früheren Untersuchungen auch bei ihm stattfanden. Er kann einschätzen, ob der Nachwuchs ein Einzelgänger ist oder etwa soziale Kontaktprobleme hat. Ebenso weiß er, ob das Kind von Natur aus umtriebig ist oder eventuell an ADHS leidet. Jetzt ist noch Zeit zur Therapie eventueller Defizite und ein Anlass, den Impfschutz aufzufrischen.