Böse – und in diesem Fall wahrscheinlich hauptsächlich männliche – Zungen behaupten, dass das Chaos-Gen durch die Mutter vererbt wird. Wenn wir uns an die vielen rotweingeschwängerten Modenschauen vor dem Kleiderschrank erinnern, weil wir zu unseren besten Zeiten mal wieder nichts anzuziehen hatten, könnte da etwas Wahres dran sein. Aber während wir heute eine gewisse Ordnung zu schätzen wissen, scheinen Kinder im Chaos erst richtig aufzublühen und vor allem kreativ zu werden. Doch das stimmt so nicht, denn auch Kinder mögen Ordnung – oder besser gesagt Strukturen.

Genau deshalb sind sie auch so versessen auf die vielen kleinen Rituale wie die Gute-Nacht-Geschichte mit der Mama am Abend, die Kuschelrunde mit Papa, sobald er von der Arbeit wieder daheim ist, den Milchreis am Sonntag bei der Oma. Wer aus dem Aufräumen keine lästige Pflicht, sondern ein spielerisches Ritual macht, kann sein Kind für die ungeliebte Chaos-Beseitigungs-Aktion ganz schnell und leicht begeistern. Folgende Tricks sollen Ihnen und Ihrem kleinen Explosionskommando in Zukunft dabei helfen:

1. Ordnung braucht Vorbilder

Da Kinder sehr viel durch reine Beobachtung lernen, werden Eltern und Geschwister natürlich ebenfalls ganz genau auf den Prüfstand gestellt. Wenn diese selbst nicht ordentlich sind, von wem sollen sich die lieben Kleinen dann etwas abgucken? Natürlich ahmen sie nach – in diesem Fall jedoch das komplette Gegenteil dessen, was Sie eigentlich erreichen möchten.

Wenn Sie Ihr Kind also zur Ordnung erziehen möchten, dann müssen auch Sie selbst in der Lage sein, Ordnung in Ihrer Wohnung zu halten. Am einfachsten geht das natürlich, wenn alle Familienmitglieder sich an die goldene Regel gegen das Chaos halten. Und die lautet: Jeder, der etwas von seinem vorgesehenen Platz weggenommen und benutzt hat, sorgt dafür, dass dieser Gegenstand seinen Weg dorthin auch wieder zurückfindet. Kleiner Nachteil: Zur Umsetzung dieser Regel muss auf jeden Fall Grund in allen Zimmern herrschen.

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2. Zu viel Spielzeug fördert das Chaos

Wenn das Kinderzimmer mit Spielzeug voll gestopft ist, die Stofftiere auf den Regalen schon kleinen Platz mehr finden, die Playmobilkisten nicht mehr zugehen, der Bücherschrank unter seinem Gewicht fast zusammenbricht, und der gesamte Raum mit Puppenmöbeln, Eisenbahnschienen und dem Bobby-Car zugestellt ist, dann ist es für kleine Kinder verständlicherweise schwierig, hier Ordnung zu halten.

Zu viel Spielzeug fördert also nicht unbedingt die Kreativität, dafür in jedem Fall aber das regelmäßige Chaos im Kinderzimmer. Deshalb sollten Eltern von Anfang an darauf achten, ihr Kind nicht mit Spielzeug zu überfrachten. Und auch, wenn das Spielzeug abwechslungsreich gestaltet sein sollte, um die verschiedenen Fähigkeiten des Kindes zu fördern, ist es manchmal sinnvoller, lieber noch eine Kleinigkeit zu kaufen, die bereits vorhandenes Spielzeug wieder ein wenig attraktiver macht, wie zum Beispiel ein neues Einkaufskörbchen für den Kaufladen, ein Kochlöffelset für die Kinderküche  oder ein neues Pony für den Bauernhof.

Bricht das Zimmer bereits unter den Massen von Spielzeug zusammen, gibt es nur einen Weg hinaus aus dem Chaos und der heißt: Entrümpeln! Spielzeug, mit dem Ihr Kind schon seit Monaten nicht mehr gespielt hat, können Sie vielleicht anderen Kindern aus dem Freundes- und Bekanntenkreis schenken, auf dem Flohmarkt verkaufen oder in einem Kinderheim abgeben. Das Lieblingsschnuffeltuch oder der erste Teddybär gehören natürlich nicht dazu, denn die sollten in der Baby- oder auch der Erinnerungskiste landen.

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Spielzeug, das zwar aktuell nicht genutzt wird, aber noch einmal attraktiv werden könnte, sollten Sie erst einmal in Kisten verpacken und entweder – sofern Sie dort Platz haben – unter dem Bett oder auf den Schränken verstauen. Wenn nicht, räumen Sie es komplett aus dem Kinderzimmer heraus und lagern sie es im Wandschrank, im Keller, auf dem Dachboden oder in der Garage. Doch packen Sie es nicht zu weit weg, denn irgendwann wird vielleicht die Zeit kommen, in der Ihr Kind gerade ein bestimmtes Spielzeug, das sich in einer der Kisten verbirgt, schmerzlich vermisst.

Kaputtes und unvollständiges Spielzeug, mit dem man einfach nicht mehr spielen kann, gehört auf den Müll. Und alles, was ausgebessert, repariert oder mit neuen Batterien wieder funktionsfähig gemacht werden könnte, sollte auch direkt ausgebessert, repariert und wieder funktionsfähig gemacht werden. Frei nach dem Motto: Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!

3. Ordnung soll Spaß machen

Aufzuräumen sollte nicht zu einer lästigen Pflichterfüllung werden, die den Kleinen nur nachträglich noch den gesamten Spielspaß verdirbt. Besser ist es, das Aufräumen zu einem spielerischen Ritual werden zu lassen. Dieses braucht bei Kleinkindern zwar noch Mamas oder Papas helfende Unterstützung, aber bald schon wird es auch alleine funktionieren. Deshalb sollte immer zur gleichen Zeit aufgeräumt werden – am besten abends vor dem Abendessen.

Und wenn Sie aus der lästigen Ordnungs-Aktion dazu noch ein spannendes Wettspiel machen, dann wird Ihr Kind auch mit Sicherheit nicht murren, sondern begeistert mit Ihnen “Aufräumen spielen“. Dabei kann es darum gehen, wer fleißiger die Bauklötze zurück in die dafür vorgesehene Kiste befördert, wer schöner die Stofftiere wieder gestapelt hat, oder auch wer schneller die Tiere vom Bauernhof zurück in ihren Stall befördern konnte. Achten Sie jedoch darauf, dass nicht immer alles sofort wieder weggeräumt werden muss. Ein riesiger Turm aus Legosteinen, den Ihr Kind in einer architektonischen Meisterleistung gebaut hat, darf auch gerne mal ein paar Tage stehen bleiben.

Einmal wöchentlich erfolgende Aufräum-Aktionen hingegen empfehlen sich nicht. Denn zum einen ist das Chaos bis dahin meist unüberschaubar, was die Motivation, wieder klar Schiff zu machen, merklich sinken lässt. Zum anderen ist die tägliche Chaos-Beseitigung, wenn sie konsequent eingehalten wird, schon bald so selbstverständlich wie sich vor dem Essen die Hände zu waschen, oder auch danach die Zähne zu putzen.

4. Ordnung braucht ein verständliches System

Damit es Ihrem Kind so leicht wie möglich fällt, in seinem Zimmer Ordnung zu halten, brauchen Sie ein für das Kind verständliches System. Und das funktioniert am einfachsten mit mehreren Sammelbehältnissen, auf denen sich abgebildet findet, was hinein gehört. So macht das Aufräumen nicht nur viel mehr Spaß, sondern wird auch kindgerecht vereinfacht.

Dazu können Sie die Playmobilsammlung abfotografieren und das Foto auf die entsprechende Kiste kleben, die entsprechenden Bilder mit Ihrem Kind gemeinsam malen, oder aber diese auch einfach aus einem Spielzeugkatalog ausschneiden. Zudem sollten Sie Ihrem Kind die Zeit geben, sich auf das Aufräumen vorzubereiten bzw. darauf, dass es das, womit es sich gerade beschäftigt, in wenigen Minuten beenden muss. Denn Kinder gehen in ihrem Spiel auf und möchten dieses auch nach Möglichkeit beenden.

Geben Sie Ihrem Kind deshalb immer rechtzeitig Bescheid, dass es langsam mit dem, was es gerade macht, zum Ende kommen muss, um im Anschluss aufzuräumen. Kleine Belohnungen zwischendurch, die ausschließlich für das tolle Aufräumen ausgegeben werden, machen aus den letzten Aufräum-Muffeln kleine Ordnungs-Fanatiker.

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5. Ordnung fördert die geistige Entwicklung

Und zu guter Letzt noch ein kleiner Nachtrag aus der Wissenschaft. So hat eine Studie, innerhalb derer 8.000 Kleinkinder im Alter von drei bis vier Jahren untersucht wurden, bewiesen, dass Kinder, die in einem Zuhause leben, in dem Ordnung gehalten wird, intelligenter sind als Kinder, die im und mit Chaos erzogen werden.