„Andere Länder, andere Sitten“, heißt das alte Sprichwort. Doch bei aller Verschiedenheit ist eines unveränderlich: Die Mutter ist eine Institution, und so erfährt sie in allen Kulturen die verdiente Wertschätzung, wenn nicht sogar Verehrung. So ist die fürsorgliche italienische „mamma“ als Typus schon längst legendär, die französische „maman“ zeichnet eine unbeschwerte Eleganz aus, während der russischen Mutter ein herzlich-rustikaler Ruf vorauseilt.

So entstand der Muttertag

In fast allen Ländern gibt es einen Tag, der ganz der Mutter gewidmet ist, ob er nun „Festa della Mamma“, „Mother’s Day“ oder „Muttertag“ heißt. Und dabei ist es schön zu sehen, dass auch in einer globalisierten Welt die regionalen Traditionen nach wie vor gepflegt werden.

Seit der Muttertag im Jahr 1914 als nationaler Feiertag in den USA eingeführt wurde, zogen viele andere Länder nach. Sie schufen ihrerseits auch einen solchen Gedenktag, der in der Regel am zweiten Sonntag im Mai stattfindet.

In Deutschland führte man den Muttertag 1923 ein. Jedoch spätestens mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten wurde der Feiertag von deren Mutterkult politisch vereinnahmt. Heute ist die politische Dimension verschwunden, und so bedanken sich Kinder in der ganzen Welt für alle großen und kleinen Mühen, die ihre Mütter ihnen zuliebe auf sich genommen haben.

Der Muttertag vom Baltikum bis nach Spanien

So unterschiedlich die Kulturen der verschiedenen Länder, so unterschiedlich wird auch der Muttertag begangen. Ebenso wie in Deutschland gibt es im Baltikum für die Mütter Pralinen und  Blumen; außerdem trifft sich die ganze Familie zu diesem Anlass.

Blumen und Süßes gibt es auch in Großbritannien. Zur Tradition gehört es aber ebenso, dass die Kinder ihrer Mutter eine schöne Karte basteln oder kaufen und ein Gedicht oder einen kleinen Brief für sie verfassen.

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Geschenke gibt es auch in Italien, wobei auch hier die Blumen und das Konfekt sehr hoch im Kurs stehen.

In den Niederlandenist man ein wenig einfallsreicher: Hier wird der Mutter Frühstück ans Bett gebracht. Inzwischen sind viele Familien jedoch dazu übergegangen, diese Gepflogenheit durch ein gemeinsames Brunch oder ein Barbecue zu ersetzen.

In Russland gibt es keinen eigenen Muttertag. Geschenke erhalten die Mütter dennoch, nur geschieht dies hier zum Internationalen Frauentag am 8. März.

Besonders verwöhnt werden die japanischen Mütter: Kein Wunder in einer Kultur, in der Respekt so groß geschrieben wird. Hier erhalten die Mamas rote Nelken mit einem Dankesspruch, die Kinder säubern das Haus und verschenken oftmals Wellnessgutscheine oder lassen den Müttern eigenhändig eine traditionelle Massage angedeihen.

Auch in Spanien zeigt man sich großzügig: Dort werden die Mütter von der ganzen Familie in ein Restaurant eingeladen. Zudem erhalten sie von den kleineren Kindern selbstgebastelte Geschenke, und auch Süßes und Blumen dürfen nicht fehlen, um der Mama einen ganz besonderen Tag zu bescheren.

Nun dürfen Sie sich auch gespannt fragen, was ihre Lieben sich Besonderen für den anstehenden Muttertag für Sie haben einfallen lassen!