Olaf war ein sehr lebhaftes Kind. Er interessierte sich für alles was mit Sport zu tun hatte, aber am meisten liebte er Fußball. Deswegen freute er sich auch wahnsinnig, als sein Vater ihn bei dem Kinder- und Jugendverein in seinem Ort angemeldet hatte.

Olaf spielte dort nun schon ein paar Monate. Doch so sehr wie er das Fußballspielen liebte, so schlecht war er in dem Spiel. Er lief mehr schlecht als recht über das Spielfeld und obwohl Olaf immer sein Bestes gab, schaffte er es nur auf die Ersatzbank. Eines Tages fielen ein paar seiner Kameraden für ein wichtiges Spiel aus und Olaf sollte nun doch spielen. Und er sollte ausgerechnet einen Stürmer spielen. Doch sein Dribbling und sein Schießen waren genauso schlecht, wie der Rest von Olafs Spielkunst. Deswegen hatte Olaf ziemlich viel Angst. Er wollte so gerne allen zeigen, dass er ein guter Spieler sein kann. Doch da Olaf bisher nie richtig gut gespielt hatte, glaubte er nicht so recht an sein Talent.

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Er sass in der Umkleidekabine und zog sein Trikot  an. Plötzlich merkte er, dass seine Fußballschuhe fehlten. „Oh Mist!“, dachte Olaf. „Ohne meine Schuhe darf ich nicht auf den Platz!“ Olaf lief zum Eingang und suchte überall, doch seine Schuhe blieben verschwunden. Er hatte sie wohl Daheim vergessen. Olaf wollte gerade zum Trainer gehen und ihm von seinem Pech erzählen, da bemerkte er ein Paar Fussballschuhe  direkt neben seiner Tasche auf der Bank. Olaf ging näher heran. Es waren zwar nicht seine Schuhe, aber diese hier hatten dieselbe Schuhgröße. Also zog Olaf die Schuhe an. Er wollte ja seine Mannschaft nicht im Stich lassen und schnell rannte er zum Platz. Er nahm auf der Bank Platz. „ Endlich Olaf!“, der Trainer schien grimmig. „Mach dich warm, gleich kommst du aufs Feld. Und mach uns keine Schande, klar?“

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Olaf wollte sein Bestes geben und natürlich wollte er dem Trainer und den anderen Spielern keine Schande machen. Aber durch die harten Worte des Trainers, wurde Olaf noch nervöser. Er lief an den Rand der Spielbahn und begann mit den Aufwärmübungen. Irgendwie fand Olaf, dass er heute besonders fit zu sein schien. Er lief irgendwie sehr viel schneller als sonst. Das Springen klappte und auch die Übungen mit dem Ball waren vielversprechend. Plötzlich rief der Trainer:“ Olaf los rein mit Dir, du kommst für Thomas!“ Thomas ging vom Platz. Olaf zeigte dem Schiedsrichter seine Schuhe und dieser gab sein OK!

Olaf lief auf den Platz. Anpfiff! Der Ball flog direkt in Olafs Richtung. Olaf sprintete los und erwischte den Ball prompt. Er dribbelte ihn problemlos durch die gegnerische Mannschaft und kämpfte sich zum Tor durch. Das Publikum und auch der Trainer begannen Olaf anzufeuern. Olaf höre das alles nicht, war er doch viel zu erstaunt über sein neues Talent. Er stürmte auf das gegnerische Tor zu, setzte an und schoss. TOR! Olaf konnte es kaum glauben. Nach ein paar Sekunden, die Olaf ziemlich verdutzt dreingeschaut hatte, freute er sich riesig. Er schaute zu seinen Kameraden und diese freuten sich auch . Olaf lief zurück auf die Mitte des Platzes. Die gegnerische Mannschaft hatte Anstoß. Plötzlich bewegte sich Olaf wie durch Geisterhand auf den Ball zu. Er grätschte sauber dazwischen und schon war er im Ballbesitz. Er dribbelte jetzt fast wie ein Weltmeister. Er schoss sein zweites Tor und schon bald darauf ein Drittes.

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Am Ende des Spiels gewannen sie mit 4:1 und Olaf war stolz und glücklich. Seine Mitspieler trugen ihn jubelnd in die Kabine. „Hey super wie du gespielt hast Olaf!“ sagte Thomas und haute ihm dabei auf die Schulter. Die Anderen gaben Thomas Recht. Der Trainer lud zur Feier des Tages alle auf eine Pizza ein und von da an spielte Olaf fest als Stürmer in der Mannschaft. Die gefundenen Fußballschuhe behielt er natürlich. Irgendwann war es so, als wären die Schuhe immer schon da gewesen.

Doch eines Tages, als er seine Tasche packte, merkte er, dass die Schuhe nicht mehr da waren. Olaf erschrak. Er suchte sie überall. In seinem Zimmer, in der ganzen Wohnung, in der Umkleidekabine, doch die Schuhe blieben verschwunden. Irgendwann fand er ganz weit unten in seinem Spint seine alten Fußballschuhe. Olaf wurde traurig. Er glaubte er würde nie wieder so gut spielen können, denn er wusste, dass er eigentlich nur wegen der Schuhe so gut war.

Olaf musste weinen. Da kam der Hausmeister in die Umkleide und fragte ihn was er habe. Olaf schluchzte und plötzlich sprudelte alles aus ihm heraus. Er erzählte von den wundersamen Schuhen, welche er damals gefunden hatte und wie gut er plötzlich damit spielen konnte und er erzählte von seiner Angst, dass er ohne diese Schuhe nie wieder gut spielen könnte. Der Hausmeister nickte. Er schaute zu Olaf und sagte:“ Weißt du was ich glaube Olaf? Die Schuhe mögen am Anfang vielleicht so eine Art Zauberschuhe gewesen sein. Aber umso länger du sie hattest, desto weniger mussten sie dir helfen gut Fußball zu spielen. Ich denke die Schuhe sind wieder verschwunden, weil du jetzt bereit bist und ein richtig guter Fußballer geworden bist. Du brauchst diese Schuhe gar nicht mehr. Du wirst sehen, dass ich Recht habe!“

Olaf dachte nach. Wenn er so zurück sah, dann hatte der Hausmeister vielleicht Recht. Er hatte eigentlich nur nicht darauf geachtet. Aber im Nachhinein ist Olaf vielleicht wirklich ein guter Spieler geworden. Olaf nickte und zog seine alten Schuhe an. „Jetzt geh da auf den Platz und zeig allen wie gut du bist!“ Der Hausmeister lächelte Olaf an. Olaf lief los und er spielte tatsächlich ein gutes Spiel. Zuhause in seinem Bett dachte Olaf noch lange über alles nach. Er dachte daran, dass er die ganze Zeit glaubte, dass er nur wegen den Schuhen besser geworden sei. Doch nach heute wusste er, dass er auch ohne diese Fußballschuhe richtig gut war. Und je länger er darüber nachdachte, desto mehr kam er zu einem Entschluss:“ Es ist nicht wichtig, was man für Schuhe hat. Es ist nur wichtig, dass man an sich glaubt. Denn wer an sich glaubt, der wird immer sein bestes geben und alle überzeugen!“ Olaf drehte sich um und schlief rundum zufrieden ein.