Welche Eltern möchten das nicht? Von sich behaupten können, dass sie ihrem Kind eine unbeschwerte und vor allem sehr glückliche Kindheit haben bieten können. Stellt sich die Frage: Was genau macht eigentlich eine unbeschwerte und glückliche Kindheit aus? Wo können Kinder wirklich noch Kind sein? Und vor allem: Wo haben sie die Möglichkeiten dazu?

Eine Frage, die wohl alle Eltern irgendwann einmal beschäftigt und die sie vor allem daran zweifeln lässt, dass sie das richtige Umfeld für ihr Kind gewählt haben. Gerade Eltern, die mit ihrem Kind oder ihren Kindern in der Stadt wohnen, spielen nicht selten mit dem Gedanken, dem Wohl ihrer Kinder zuliebe, nach einem Häuschen im Grünen, wenn nicht sogar nach einem Häuschen auf dem Land zu suchen. Denn wenn nicht dort, wo sonst könnte ein Kind idyllischer, naturverbundener, behüteter und dadurch vor allem auch sicherer aufwachsen?

Die Antwort ist einfach: Ein Kind wächst genau dort glücklich auf, wo auch die Eltern glücklich sind. Und dabei ist es den Kindern ziemlich egal, ob das nun auf dem Land, am Stadtrand oder mitten in der Innenstadt ist.

Natürlich sollte das Wohlergehen des Kindes für die Eltern höchste Priorität haben. Es darf aber nicht über dem eigenen Wohl, also dem Wohl der Eltern stehen. Denn Kinder sind nur dann glücklich, wenn sie spüren, dass auch ihre Eltern glücklich sind – und zwar sowohl als eigenständige Persönlichkeiten, als auch als Eltern und vor allem mit dem Kind zusammen als komplette kleine Familie.

Wenn also beispielsweise der viel weitere Weg zur Arbeit nur in Kauf genommen wird, damit das Kind ausgelassen im eigenen Garten herumtoben kann statt auf dem Spielplatz um die Ecke spielen zu müssen, Mama oder Papa aber dadurch erst spät am Abend ermüdet und vor allem gestresst nach Hause kommen, wird das Kind durch den eigenen Garten nicht glücklicher sein. Eher im Gegenteil: Es wäre um ein Vielfaches glücklicher, wenn Mama oder Papa einen kürzeren Weg zur Arbeit hätte, früher wieder daheim wäre und sich dadurch noch ein wenig mit ihm beschäftigen könnte. Denn genau das bleibt in solchen Fällen leider oftmals auf der Strecke. Was nutzt dem Kind da der eigene Garten?

Von solchen Beispielen, in denen sich die Eltern bezüglich der Wohnfrage für ihre Kinder verbiegen, lassen sich viele finden. Das macht aus den Eltern aber leider keine besseren Eltern und aus den Kindern vor allem auch keine glücklicheren Kinder.

Wer sich also in der Stadt angekommen und vor allem zuhause fühlt, die zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten und kurzen Wege schätzt, auf das kulturelle Angebot nicht verzichten möchte und dort zudem auch noch seine Freunde und seine Familie hat, der sollte auch mit Kind in der Stadt wohnen bleiben. Gleiches gilt für Elternpaare, die auf dem Land ihr Glück gefunden haben. Solange sie sich selbst dort angenommen, wohl und geborgen fühlen, werden das auch ihre Kinder tun und glücklich sein.

Und genau deshalb ist es für Kinder völlig egal, wo sie ihre Kindheit erleben. Die Hauptsache ist, dass die Eltern nicht hinter ihrer Entscheidung stehen, sondern die auch zu 100 Prozent selbst leben können – als eigenständige Persönlichkeit, als Vater oder Mutter und vor allem als Teil einer kleinen oder gerne auch größeren Familie.