Kinder möchten bekanntlich die Welt entdecken – sowohl mit Augen und Ohren als auch mit der Nase, den Händen und in einer bestimmten Phase ihrer Entwicklung vor allem mit dem Mund. Für Kleinkinder ist diese so genannte “orale Phase“ sehr wichtig, aber leider auch sehr gefährlich. Denn nicht alles, was in die kleine Schnute wandert, ist auch dafür gemacht.

Entgegen aller Vermutungen sind es jedoch in der Hauptsache nicht immer Murmeln, Schrauben oder Münzen, die von Kindern verschluckt werden und sie unvermeidlich der Erstickungsgefahr aussetzen, sondern – so teilt das Bundesinstitut für Risikobewertung (kurz: BfR) in Berlin mit – in mehr als der Hälfte aller Fälle Nahrungsmittel. Hier vor allem Nüsse und Nusssplitter, die wesentlich häufiger in die Luftröhre gelangen als die oben genannten verschluckbaren Kleinteile, deren komplette Aufzählung natürlich ins Unermessliche gehen würde. Denn Kinder sind bekanntermaßen – und oftmals auch leider – äußerst kreativ.

In Bezug auf den hohen Risikofaktor, den Nüsse für Kleinkinder in sich bergen, rät das Bundesinstitut für Risikobewertung allen Eltern, besonders darauf zu achten, dass sich alle Formen von Nüssen, insbesondere aber Erdnüsse, niemals in erreichbarer Nähe von Kinderhänden befinden. Ferner sollten Eltern ihren Kindern den Verzehr von Nüssen nur dann erlauben, wenn sie selbst zugegen sind, um im Bedarfsfall die entsprechenden Gegenmaßnamen sofort einleiten zu können.