Wie die Zeit vergeht! Mit 13 Jahren sind die Kinder weder Fisch noch Fleisch. Kindliches Verhalten ist längst schon abgelegt, auch wenn Mutter oder Vater noch eine wichtige Rolle im Leben spielen. Das jugendliche Gemüt schwankt häufig, aber der Prozess der Abnabelung ist in vollem Gange. Gerade in solch einer unsicheren Situation empfiehlt es sich, Mädchen und Jungen wieder auf ihr körperliches und geistiges Wohlbefinden untersuchen zu lassen.

In diese Entwicklungsphase fallen häufig ernstzunehmende Kontakte mit Drogen, Alkohol und Nikotin. Viele Mädchen haben schon ihre erste Diät hinter sich, einige zeigen seltsame Essgewohnheiten. Andere hingegen wissen nicht, was sie eigentlich Tag für Tag essen und sind übergewichtig. Weiterhin verschiebt sich der Medienkonsum. Stand vielleicht noch vor einem Jahr das Fernsehen auf Platz eins der Hobbys, läuft ihm nun der Computer den Rang ab. Sollten Eltern nicht in der Lage sein, auf die Gefahren von Internet und Gewaltspielen hinzuweisen, wird es der Kinderarzt tun. Im Alter von 13 oder 14 Jahren können Kinder mit einpaar Tricks brisante und dubiose Webseiten öffnen; sie sind aber nicht imstande ihr Denken und Handeln ausreichend zu reflektieren.

Die J1 Untersuchung umfasst:

  • Anamnese von Größe, Gewicht, Blutdruck
  • Konstitution: Haltung, Muskulatur, Skelett, Geschlechtsorgane
  • Fragen zum schulischen Leistungsvermögen, Kopfschmerzen, Schlaf– und Konzentrationsstörungen
  • Blutabnahme (Ausschluss hormoneller und Stoffwechselerkrankungen)
  • Auffrischung des Impfschutzes sowie Immunisierung gegen Gebärmutterhalskrebs
  • Auswertung des Mannheimer Fragebogens

Wie in den vorangegangenen U-Vorsorgen stützt sich der Arzt auf diese Liste. Nun wird sie von den Jugendlichen selbst beantwortet, Eltern sollten nur bei Unstimmigkeiten eingreifen. Manchmal möchte der Nachwuchs auch lieber allein zum Arzt gehen. Nur keine Scheu! Mutter und Vater können die Untersuchungsbefunde später abfragen. Die J1-Vorsorge gehört zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen.