Der beliebte Osterhase ist so eng mit dem Osterfest verknüpft, dass man sich Ostern ohne Hasen kaum vorstellen kann. Dabei ist gar nicht genau bekannt, wo der Brauch seinen Ursprung hat. Warum es ausgerechnet der Osterhase ist, der die Ostereier für die Kinder versteckt, weiß also niemand so genau. Trotzdem ist der traditionelle Osterbrauch sehr beliebt und außer mit Eiern werden Kinder heute zu Ostern mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken beglückt, die sie meist erst einmal suchen müssen. So ist Ostern ein beliebtes Familienfest geworden, bei dem man häufig erste warme Frühlingstage genießen darf.

Die Idee vom Osterhasen

Vermutlich ist es die Symbolik von Leben und Geburt, die den Hasen mit dem Fest im Frühling verbindet. Viele Forscher glauben, dass der Hase in der vorchristlichen Mystik als Symbol für Fruchtbarkeit zum Frühlingsfest Ostara gehörte und später, als durch die Christianisierung heidnische Feste zu christlichen Feiertagen wurden, einfach übernommen wurde. Andere Wissenschaftler führen das Osterfest auf das jüdische Fest Pessach zurück, bei dem traditionell Eier verspeist werden. Ende des siebzehnten Jahrhunderts schildert der deutsche Mediziner Georg Franck von Franckenau den elsässischen Brauch des Hasen, der zu Ostern Eier bringt. Damit ist belegt, dass der Osterhase schon mehrere Jahrhunderte alt ist, auch wenn niemand so genau weiß, wie alt er nun wirklich ist und woher die Idee des eierbringenden Hasen eigentlich stammt.

Woher kommen die Ostereier?

Nach katholischem Fastengebot war es den Gläubigen in der Fastenzeit ursprünglich verboten, Eier zu essen. Da die Hühner natürlich dennoch weiter Eier produzierten, wurden diese zur besseren Konservierung hart gekocht. Um sie von frischen Eier zu unterschieden, wurde dem Kochwasser Färbemittel zugegeben. So kam es, dass es zu Ostersonntag erstmals wieder Eier auf dem Tisch gab. Und zwar hartgekocht und bunt. Schließlich wurden die Ostereier immer aufwendiger gefärbt und verziert. Zudem sind Eier in der Kunstgeschichte ein Symbol für die Auferstehung und passen daher ideal zu Ostern.

Auch interessant:  Ostergeschichte: Kindgerecht nacherzählt

Ostereier verstecken

Der erste schriftliche Bericht zum bekannten Brauch, Ostereier zu verstecken, stammt aus Tagebuchaufzeichnungen des Abtes des Klosters Schuttern aus dem Jahr 1691. So jedenfalls wird es im Fachlexikon „Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens“ beschrieben. Schon damals galt laut Abt der Brauch den Kindern, die die Ostereier dann suchen und behalten durften. In manchen Gegenden haben sich zudem Spiele mit den gefundenen Eiern entwickelt, wie das Eiertitschen oder Eierschleudern, bei denen der Gewinner mit reicher Eierbeute rechnen darf. Heute gibt es neben Hühnereiern vor allem leckere Schoko-Eier zu Ostern.