Für viele Mütter, Väter und Kinder ist das Sandmännchen eigentlich alterslos. Kein Wunder, denn war es nicht schon immer da und auch in der Vergangenheit bereits dauermüde? Sind wir nicht selbst schon mit dem abendlichen Gruß des kleinen bärtigen Weltenbummlers und einer guten Portion Traumsand, die er uns in die Augen gestreut hat, eingeschlafen? Irgendwie schon! Und dennoch, auch das Sandmännchen ist nicht alterslos, denn es feiert in diesem Jahr einen ganz besonderen Geburtstag – nämlich seinen 50sten!

Die Geschichte des Sandmännchens

E.T. A. Hoffmann und auch Hans Christian Andersen haben bereits in ihren Geschichten von den so genannten “Augenschließern“ erzählt. Entsprechend ist das Märchen oder die Überlieferung vom Sandmännchen bereits einige hundert Jahre alt. Das Sandmännchen, wie wir und unsere Kinder es kennen, gibt es jedoch erst seit 1959.

Nicht unbedingt berühmter als Mickey Mouse und Co., aber zumindest die berühmteste deutsche Trickfilmfigur, die sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland existierte, und die vor allem auch die Wiedervereinigung der beiden deutschen Teile unbeschadet überstanden hat und deshalb heutzutage als gesamtdeutsche Symbolfigur gilt.

Doch 1959 waren Sandmännchens Gute-Nacht-Grüße noch der Grund für einen spannenden Wettbewerb zwischen Ost- und Westdeutschland – wie eigentlich so oft damals, als Deutschland noch durch die Mauer geteilt war. Es ging darum, welcher der beiden innerdeutschen Staaten es zuerst schaffen würde, das Sandmännchen nach einem Entwurf der Puppengestalterin Johanna Schüppel als Trickfilmfigur auszustrahlen.

Gewonnen hat den Wettbewerb Ostdeutschland, denn hier ging “Unser Sandmännchen“ beim DFF am 22. November 1959 erstmalig auf Sendung. In Westdeutschland erst genau neun Tage später, nämlich am 1. Dezember 1959 unter dem Titel “Sandmännchens Gruß für Kinder“ beim Sender Freies Berlin, kurz: SFB.

Das Sandmännchen heute

Heute ist das Sandmännchen aus Ost und West vereinigt, auch wenn es deutlich klarere Bezüge zum Sandmännchen aus der ehemaligen DDR aufweist. Das westliche Sandmännchen, so wie wir es noch vor der Wende kannten, gibt es im aktuellen Fernsehprogramm nicht mehr, für Liebhaber und Nostalgie-Fans jedoch teilweise noch auf Videokassetten oder als DVD.

Dennoch ist das kleine, Schlafsand streuende Wesen auch heute noch sehr beliebt – vor allen bei den Kleinen. Aus dem Puppentrickfilm ist dabei über die Jahre eine Computeranimation geworden – mit mehr als 1.800 Filmen und mehr als 200 skurrilen Transportmitteln, mit denen das Sandmännchen die Herzen seiner Fangemeinde höher schlagen lässt.

Dabei wird es auf seinen Abenteuern, die in rund um den Globus und manchmal auch ins Weltall führen, begleitet von vielen Weggefährten wie “Pittiplatsch“, “Schnatterinchen“, “Herrn Fuchs“ und “Frau Elster“, die es in der ostdeutschen Variante schon immer gab. Aus der westdeutschen Variante haben sich gehalten: “Piggeldy“ und “Frederick“. Neu hinzugekommen sind seit 1990 zum Beispiel “Die drei kleinen Spürnasen“, “Die obercoole Südpol-Gang“, “der Rabe Socke“, “Ebb und Flo“, “Der kleine König“ oder auch “Miffy“.

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Das Sandmännchen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Kaum vorstellbar, dass es das Sandmännchen vielleicht eines Tages nicht mehr geben wird, denn es gehört für viele Kinder unersetzbar zum abendlichen Einschlafprogramm. Sie identifizieren sich mit dem kleinen Schlafwandler, der andauernd müde ist, so sehr, dass sie ihm sogar ihr eigenes Bettchen anbieten, damit er nicht plötzlich wieder mitten im kalten und nassen Schnee oder im kitzelnden und heißen Sand der Wüste schlafen muss, weil er es mal wieder nicht geschafft hat, in sein eigenes Bett zu kommen.

Das Sandmännchen im Kino

Doch zur Beruhigung von Groß und Klein: Ein Ende der Abenteuer des nun 50-jährigen Weltenbummlers ist vorerst einmal nicht in Sicht. Im Gegenteil: Denn für den Winter dieses Jahres ist der erste Kinofilm mit dem legendären Sandmännchen geplant.

Was – unter uns gesagt – auch langsam mal Zeit wurde. Unter dem Titel „Der Sandmann und der verlorene Traumsand“ werden Groß und Klein dann eintauchen können in das bisher längste Abenteuer des immermüden, aber dennoch unheimlich wachen kleinen Sandmännchens. Bleibt nur zu hoffen, dass der verlorene Traumsand zum einen wieder gefunden wird, und zum anderen, dass die Kleinen nicht schon vor Ende des Filmes müde werden und die Hälfte verschlafen.

Falls doch: Der Filmpark Babelsberg hat dem Sandmännchen eine eigene Ausstellung gewidmet, die dazu einlädt, alles rund um seine Geschichte, Begleiter und vor allem seine spektakulären Fahrzeuge zu erfahren.

Das Sandmännchen im Fernsehen

Um die Zeit bis zum Kinofilm zu verkürzen, hier noch einmal die aktuellen Fernsehdaten des Sandmännchens: Wochentags im RBB um 17:55 h, auf MDR und im KIKA jeweils um 18:50 h.

Letzte Aktualisierung am 26.05.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API