Cerealien, ein Modewort, das vor wenigen Jahren niemand kannte und heutzutage als der Inbegriff für gesunde Ernährung gilt.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Cerealien“?

Und ist das, was sich dahinter verbirgt, gesund? Die Wortschöpfung “Cerealien“ geht auf die römische Göttin “Ceres“ zurück. Sie wacht über die Bestellung des Ackers und den Anbau von Getreide und Feldfrüchten. Entsprechend gilt sie als Göttin der fruchtbaren Erde, des Ackerbaus und des Wachstums. Unter dem englischen Begriff “Cereals“ werden davon abgeleitet alle Getreideprodukte und Halmfrüchte zusammengefasst. Ebenfalls bezeichnet das englische “ Breakfast Cereals“ auch das uns bekannte Frühstücksmüsli.

Doch leider ist dies wie so oft weit gefehlt. Denn das, was ein richtig gutes Frühstück als Energielieferant für den Tag ausmacht, sind Vollkornprodukte, die lebenswichtige Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe sowie Spurenelemente enthalten. Beispielsweise das Müsli oder die Getreideflocken mit Obst, Joghurt oder Milch.

Doch gerade für die auf Kinder zugeschnittenen und mit wertvollen Frühstücks-Cerealien deklarierten Produkte wie Smacks, Pops, Crunchys und Co. wird geschältes Getreide verwendet, das dementsprechend keinen Keimling und keine Randschichten mehr enthält. Die Menge des verwendeten Getreides variiert. Denn als Vollkornprodukt darf jedes Produkt deklariert werden, das Vollkorn enthält. Studieren Sie die Zutatenliste. Dort sehen Sie den Vollkornanteil und erkennen gleichzeitig warum Kids Müsli langweilig finden, aber Smacks, Pops und Co. lieben.

Um die mangelnden Nähr- und Ballaststoffe auszugleichen, sind sie mit zahlreichen zusätzlichen Vitaminen und Mineralstoffen versehen. Und für den Geschmack mit ausreichend Zucker oder Zuckerersatzstoffen. Entsprechend sind sie bei näherer Betrachtung eigentlich eher als Süßigkeit für zwischendurch als ein gesundes Frühstück zu sehen. Nur, weil Cerealien enthalten sind, heißt das noch lange nicht, dass diese auch gesund sind. Die Cerealien selbst vielleicht schon, aber das Drumherum definitiv nicht.