Das Töpfchentraining ist für Eltern und Kinder oftmals eine Herausforderung. Insbesondere dann, wenn es mal wieder nicht funktioniert hat, obwohl doch in den Tagen oder Wochen vorher alles gut gegangen ist. Diese kleinen Missgeschicke sind vor allem bei Kindern zu beobachten, bei dem die Eltern vor dem 27. Lebensmonat ihres Sprösslings mit dem Versuch begonnen haben, nach und nach ohne die leidige Windel auszukommen.

“Je früher“ bedeutend nicht immer auch “je schneller“

Denn eine Studie amerikanischer Kinderärzte hat jetzt herausgefunden, dass der Erfolg des Sauberwerdens vor allem vom Alter des Kindes abhängig ist. Um genauer zu sein: Kinder, die früh mit dem Töpfchentraining beginnen, brauchen insgesamt länger, um trocken zu werden als Kinder, die ihre Windeln anfangs zwar noch wenig länger tragen, danach aber in einem wesentlich kürzeren Zeitraum trocken werden.

Die magische 27

Um genau zu sein, besagen die Ergebnisse der Studie, dass Kinder, die vor dem 27. Lebensmonat mit dem Töpfchentraining beginnen, etwa ein Jahr brauchen, um trocken zu werden. Kinder hingegen, bei denen die Eltern das Töpfchentraining erst ab dem 27. Lebensmonat beginnen, benötigen nur die Hälfte der Zeit – nämlich dann im Durchschnitt nur noch ein halbes Jahr – bis sie völlig windelfrei sind.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Zudem bietet es sich an, die ersten Versuche des Trockenwerdens auf die Sommermonate zu legen. Dadurch erhöht sich zwar nicht unbedingt die Geschwindigkeit oder die Zuverlässigkeit des Sauberwerdens, aber im Sommer fällt Kindern das Töpfchentraining oftmals viel leichter. Insbesondere da sie in den warmen Monaten oft und gerne nackt – und damit auch ohne den eingepackten Windel-Po herumlaufen – und umhertollen können. Wenn dann kleine Missgeschicke passieren, spüren Kinder diese unmittelbar und begreifen dementsprechend schneller, wie und was in ihrem Körperinneren passiert. Dass in den warmen Monaten zudem die wenige und meistens sehr pflegeleichte Sommerkleidung schnell und einfach gewaschen und getrocknet werden kann, macht das Sauberwerden auch für Mama oder Papa gleich wesentlich entspannter.