Mütter von Babys und Kindern sehen sich oft mit dem Problem konfrontiert, dass die Kleinen mittags nicht schlafen möchten. So vieles scheint wichtiger, als der Mittagsschlaf: Spielen, Toben, Essen – Hauptsache, das Baby oder Kind muss nicht ins Bett. Warum der Mittagsschlaf bei Babys und Kindern aber überaus wichtig ist und welche Tipps es für ein unkompliziertes Einschlafen gibt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Mittagsschlaf bei Kindern und Babys: Warum die Erholungspause so wichtig ist

Das Leben eines Kindes ist geprägt von zahlreichen neuen Eindrücken und Erlebnissen. Babys und Kinder lernen, indem sie spielen und ausprobieren. Um all diese Eindrücke zu verarbeiten, ist es für Kinder sehr wichtig, mittags eine Pause zu machen, in der sie sich erholen können. Kinder lernen im Schlaf: Während des Schlafs finden ähnliche Prozesse im Gehirn des Kindes statt, wie beim Lernen. Schlafen hilft außerdem beim Reifen des Gehirns und fördert das Wachstum des Kindes. Deshalb ist ein gesunder Schlafrhythmus, und dazu zählt auch der Mittagsschlaf bei Babys und Kindern, von großer Wichtigkeit.

Mittagsschlaf bei Kindern und Babys: Welches ist die beste Uhrzeit?

Die beste Zeit für den Mittagsschlaf, so belegen es Studien, ist zwischen 12 und 14:30 Uhr, also direkt nach dem Mittagessen. Der Körper braucht Ruhe zur Verdauung der Nahrung und auch Erwachsene kennen die Müdigkeit, die sich häufig nach dem Essen einstellt. Eltern sollten darauf achten, dass der Mittagsschlaf – genau wie das abendliche Zubettgehen – täglich zur gleichen Zeit stattfindet, damit sich das Kind auf einen festen Rhythmus einstellen kann und daran gewöhnt. Der beste Ort für den Mittagsschlaf ist das Bett des Kindes, wobei der Raum nicht wie für den Nachtschlaf komplett abgedunkelt werden sollte. So lernt das Kind den Tag- und Nachtschlaf zu unterscheiden.

Mittagsschlaf: Wie lange sollte das Kind schlafen?

Die Dauer des Mittagsschlafes bei Babys und Kindern ist individuell sehr unterschiedlich und richtet sich neben der körperlichen und geistigen Beschäftigung des Kindes am Vormittag in erster Linie nach seinem Alter. So schlafen Babys mit einem halben Jahr mittags ungefähr 3-4 Stunden, während Kleinkinder mit 2 Jahren mit 1-2 Stunden Mittagsschlaf auskommen.  Ob das Kind einen langen Mittagsschlaf oder mehrere kürzere Nickerchen tagsüber macht, richtet sich nach seinen Bedürfnissen und Vorlieben. Eltern sollten sich bewusst machen, dass der Tagschlaf den Nachtschlaf des Kindes beeinflusst: Wenn das Kind abends Schwierigkeiten beim Einschlafen hat oder plötzlich nicht mehr durchschlafen möchte, so sollten die Eltern über eine Verkürzung des Mittagsschlafes nachdenken.

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Mittagsschlaf bei Kindern und Babys – Tipps und Tricks

Um Kindern das Einschlafen nach dem Mittagessen zu erleichtern, empfiehlt sich – wie auch zur abendlichen Schlafenszeit – ein kleines Ritual. Eltern können ihren Kindern ebenfalls einen Schlafsack anziehen, die Spieluhr aufziehen und sie dann in ihr Bett legen. Wenn das Kind nach einer Viertelstunde noch nicht eingeschlafen ist, sollte es wieder aus dem Bett geholt werden und nach ungefähr einer halben Stunde ein neuer Versuch gestartet werden. Viele Kinder möchten ab ungefähr zwei Jahren nicht mehr mittags schlafen, allerdings empfiehlt sich zur Erholung die Einführung einer Mittagsruhe. In dieser Zeit, die die Kinder auch in ihrem Bettchen oder zumindest an einem ruhigen Ort verbringen, dürfen sie sich selbst leise beschäftigen und beispielsweise ein Buch ansehen.

Mittagsschlaf: Bis zu welchem Alter?

Viele Eltern fragen sich: Der Mittagsschlaf wie lange wird mein Kind überhaupt noch mittags schlafen? Auch hier gilt: Eine generelle Aussage über das Alter, bei dem ein Kind keinen Mittagsschlaf mehr benötigt, gibt es nicht, da Schlaf individuell verschieden ist. Manche Kinder machen bereits mit 18 Monaten problemlos keinen Mittagsschlaf mehr, andere Kinde, die bereits im Kindergarten sind, möchten immer noch mittags gerne schlafen. Üblicherweise schlafen 4-jährige Kinder jedoch nicht mehr mittags. Eltern sollten sich immer an den Schlafbedürfnissen ihres eigenen Kindes orientieren und seine Schlafenszeiten an diese anpassen.