Babys testen beide Seiten aus, favorisieren schon manchmal im achten Monat eine Hand. Doch bis sich die Händigkeit auf rechts oder links festlegt, vergehen in der Regel noch zwei bis drei Jahre. Im Kleinkindalter orientiert sich der Nachwuchs an seiner Umgebung. Er lernt durch Beobachten und Nachahmen, probiert das Gesehene aus. Dabei experimentiert er mit beiden Händen und merkt alsbald, dass ihm bestimmte Aktionen mit rechts oder links besser gelingen.

Wird dem Kleinkind diese Erkenntnis bewusst, verrichtet es anspruchsvolle Tätigkeiten mit der geschickteren Hand. Erste Malversuche, Zähne putzen, Puzzeln, Fädeln oder Schneiden glücken besser, wenn man die routinierte Seite benutzt. Eltern sollten während des Entwicklungsprozesses nicht eingreifen oder versuchen das Kind zu beeinflussen.

Achtsame Eltern, glückliche Kinder

Kinder orientieren sich an Mutter oder Vater, sie werden von ihnen geprägt. Mit Aussagen wie „Gib doch die richtige (gute) Hand!“ nötigt man dem Sprössling ein anderes Körpergefühl ab. Weiß er doch intuitiv, welcher Hand ihm zum Erfolg führt.

Für den kindlichen Werdegang brauchen Eltern also einen scharfen Blick und die Gabe der Gelassenheit. Ihr Beobachten, Abwarten und Loben kann dem Nachwuchs nur förderlich sein.
Im Kindergarten ändert sich manche Gewohnheit, zumal dort verstärkt feinmotorische Forderungen gestellt werden. Im Versuch der Anpassung wechseln einige Jungen und Mädchen von selbst auf die andere Hand.
Dominiert größtenteils eine Hand, handeln aufmerksame Erzieher/innen im Sinne des Kindes. Sie setzen es dann neben einen Linkshänder oder an die linke, äußere Seite eines Rechtshänders. So entstehen keine Konfliktsituationen unter den Kleinen; sie kommen sich mit ihren Ellenbogen nicht ins Gehege.

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Schere, Stift und Papier

Die drei Utensilien sind schon im Kleinkindalter von großem Interesse. Logischerweise reagieren Eltern und Pädagoginnen geistesgegenwärtig. Kinder erhalten eine Schere für Linkshänder  für Linkshänder und können Schneiden üben. Mit einem rechtshändigen Arbeitsmittel verursachen sie nur Papierknicke, aber keine Schnitte. Das Papier rutscht weg, der Nachwuchs ist frustriert.
Zum Malen muss die Vorlage oder das Blatt in der richtigen Neigung auf dem Tisch liegen. Nur so formt sich nicht die kleine Künstlerhand zum „Haken“.