Kinder sind – solange man sie nicht daran hindert – hemmungslos kreativ und fantasievoll. Doch wie auch andere Talente verkümmert dieses Potential leicht, wenn es nicht gefördert oder durch allzu starre Vorgaben der Erwachsenen unterdrückt wird. Um die Entwicklung der Kreativität und die Initiative zu eigenen gestalterischen Ideen anzuregen und zu fördern, eignet sich besondere das gestaltende Arbeiten mit Bastelmaterialien und Farben.

Schon kleine Kinder ab zwei können sehr produktiv sein und mit behutsam geführter Anleitung entstehen sehens- und behaltenswerte Objekte und Bilder. Bei der Auswahl von Farben, Stiften und Materialien sollte immer auf ungiftige Varianten zurückgegriffen werden, da Kinder es lieben, Dinge in den Mund zu stecken und einige Schadstoffe auch über die Haut in den Körper gelangen können.

Malen mit Kindern unter drei: Unterstützung durch die Erwachsenen

Schon in einem Alter von unter einem Jahr interessieren sich Kinder erstmals für die Möglichkeit, etwas zu malen, ob in Sand und Matsch, oder mit Fingerfarben*  , Stiften und Papier, die Fähigkeit etwas bleibendes zu schaffen, fasziniert Kinder schon früh.

Eltern sollten das erste Interesse wahr nehmen und dem Kind altersgerechte Stifte und Papier zur Verfügung stellen. Für etwas ältere Kinder kann auch ein extra Platz eingerichtet werden, an dem sie, wann immer sie Lust haben, malen und kritzeln können.

Kinder leben vom Feedback ihrer Eltern. Wenn diese Interesse am Tun des Kindes zeigen, wird das Malen und Basteln um einiges interessanter, da Kinder sich daran orientieren, wie wichtig die Erwachsenen bestimmte Dinge nehmen. Anerkennung zeigen, Mut zu sprechen und selbst mit malen motivieren die Kinder.

Allerdings sollten die Eltern beim Mitmachen das Können und die Fähigkeiten der Kinder wahrnehmen. Sind die elterlichen Werke zu perfekt, können Kinder die Lust verlieren und sie fordern die Eltern auf, ihnen etwas zu malen, anstatt es selbst zu tun. Die Kinder sollten die Führung übernehmen und ihre eigene künstlerische Kreativität im eigenen Entwicklungstempo entdecken.

Kindliche Kunstwerke aufhängen

Forderungen der Eltern nach Perfektion hemmen die Kinder und machen sie befangen. Auch sollten Eltern nicht unbedingt nach dem Inhalt und Sinn eines Bildes fragen – oft sind die Kinder einfach begeistert von Farben und Formen, ohne dass sie zielgerichtet etwas Gegenständliches zu Papier bringen wollen. Kunstwerke der Kinder sollten gesammelt oder besser noch aufgehängt oder gestellt werden. So erkennen die Kinder, dass ihr Tun und ihre Ergebnisse Wert besitzen. Dies fördert das Selbstbewusstsein und das Empfinden für das eigene Können.

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Mal- und Bastelideen für die Kleinsten

Kreativität lebt von der künstlerischen Freiheit und der Konzentration auf das Wesentliche. Leider kann man besonders kleineren Kindern nicht die totale Freiheit einräumen, da Mobiliar und Kleidung dann doch oft zu sehr in die Kunst mit einbezogen wird.

So gilt es, Anregungen zu schaffen, die einerseits der Fantasie Flügel geben, andererseits aber auch verträglich für die Umgebung sind. Kindern ab zwei kann man unter Aufsicht Buntstifte oder Wachsmalkreiden*  zur Verfügung stellen.

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Nicht immer sind sie motorisch schon so geschickt, dass sie den Tisch verschont lassen. Abhilfe schafft hier eine Wachstischdecke, die nur als Mal- und Kreativitätsunterlage benutzt wird. Große Papierbögen und offen daliegende Stifte animieren die Kinder zu malen.

Wachsmalkreiden gibt es auch als quaderförmige Blöcke, diese sind anfangs leichter zu halten und die Kinder können damit auch flächig malen. Es macht auch Spaß gemeinsam mit den Eltern zu malen. Man kann zum Beispiel einen einfachen Spruch wählen und während man ihn aufsagt, die Worte mit den Stiften auf Papier umsetzen.

Fingerfarben und Co.

Kinder lieben es zu matschen. Deshalb mögen die meisten und besonders Kleinkinder Fingermalfarben. Ob mit den Fingern oder mit einem dicken Pinsel – mit Fingerfarben können kräftige Farbflächen gestaltet werden. Auch Hand– und Fußabdrücke lassen sich damit sehr gut umsetzen.

Mehrere Kinder können so mit unterschiedlichen Farben, Hand– und Fußformen wunderschöne Kunstwerke erschaffen, die durchaus ihren Platz in der Wohnung finden können.

Gestalten mit Salzteig oder Knete

Weitere kreative Gestaltungsmöglichkeiten für Kinder sind der Umgang mit Salzteig oder Knetgummi, die sinnliche Erfahrung mit der geschmeidigen Masse fördert ebenfalls die Kreativität und lässt schöne Kunstwerke zustande kommen.

Basteln mit der Schere

Ab ca. zweieinhalb Jahren können Kinder auch mit der Schere umgehen. Ab dann bietet sich die Gestaltung von Schnipsel- und Klebebildern aus unterschiedlichen Materialien wie Wolle, Papier, Stoff oder Strohhalmen an.

Kinderkunst ab drei

Werden die Kinder größer, verbessern sich die motorischen Fähigkeiten und die Vorstellungskraft. Langsam nehmen die Bilder immer erkennbare Gestalt an und die Kinder können Stifte besser halten und mit anspruchsvolleren Materialien umgehen.

Kunstwerke aus Ton

Ab diesem Alter kann man beginnen, sie mit dem Formen von Ton vertraut zu machen. Die Kunstwerke können anschließend gebrannt werden und bieten wundervolle Geschenke für Großeltern oder können als bleibende Erinnerungen in der Wohnung aufgestellt werden.

Geschenkpapier gestalten

Nun können mit den Kindern zusammen auch „nützliche“ Kunstwerke geschaffen werden. Beispielsweise ein selbstgestaltetes Geschenkpapier. Dazu kann man große Papierbögen, zum Beispiel aus Packpapier mit Temperafarben*  bemalen.

Kleben, schneiden, bemalen

Schmuckgirlanden üben den Umgang mit der Schere genauso wie Klebebilder. Mithilfe von Tempera-Wasserfarben und Filtertüten entstehen die ersten Batikarbeiten. Durch die Saugfähigkeit des Filterpapiers entstehen beim Bemalen mit Wasserfarbe außergewöhnliche und schöne Effekte, die die Kinder zum Experimentieren mit Farbe und Mischungen verlaufen.

Wachsbilder

Ab einem Alter von ca. vier Jahren können die Kinder dann auch beginnen mit Wachsbildern zu experimentieren. Hierbei wird ein Papierbogen mit einer brennenden Kerze zum Teil mit Wachs bedeckt. Anschließend wird mit Wasserfarben übermalt und nach dem Trocknen die Wachsstellen wieder entfernt. Hierbei entstehen ebenfalls interessante Effekte.

Malen und basteln mit Kindern unter drei: Unendliche Möglichkeiten

Der Kreativität sind hier sowohl bei Eltern als auch bei Kindern keine Grenzen gesetzt und vielleicht finden auch die Erwachsenen beim Spiel mit Farben, Formen und Materialien ein wenig zur kindlichen Lust am Experimentieren zurück.

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