Früher war es ein absolutes No Go, Gläschen in der Mikrowelle zu erwärmen. Auch heute wird diese Form der Nahrungszubereitung für Babys und Kleinkinder nicht unbedingt befürwortet, aber auch nicht mehr generell verneint. Und zwar deshalb, weil über die Jahre hinweg wissenschaftliche Studien ausgeschlossen haben, dass die Strahlung der Mikrowelle die Baby-Nahrung im Gläschen verändert. Dennoch ist die Skepsis noch immer groß, da gerade bei der Gläschen-Zubereitung in der Mikrowelle besondere Vorsichtsmaßnahmen gelten müssen und entsprechende Regeln zu beachten sind, damit der Inhalt des Gläschens nicht zu heiß wird, wodurch Sie Ihrem Baby möglicherweise böse die Lippen oder die Zunge verbrennen könnten.

Regel Nr. 1:

Erhitzen Sie das Gläschen lieber nur kurz, da es in der Mikrowelle innerhalb weniger Sekunden kochend heiß wird. Lieber erwärmen Sie es zweimal für wenige Sekunden hintereinander, falls der erste Test gezeigt hat, dass es doch zu kurz war, als dass Sie Ihrem Baby unbeabsichtigt üble Verletzungen zufügen. Zumeist genügt es, wenn die Mikrowelle auf eine Taktung von 20 Sekunden eingestellt wird.

Regel Nr. 2:

Zur Sicherheit – und auch, wenn es umständlicher ist – sollten Sie das Gläschen nach der Erwärmung in der Mikrowelle umfüllen und die Baby-Nahrung auf einen Teller geben. Zum einen sehen Sie dann garantiert, wie heiß der Inhalt des Gläschens wirklich geworden ist, zum anderen kann die Nahrung auf einem flachen Teller besser und vor allem schneller noch ein wenig auskühlen.

Regel Nr. 3:

Ganz gleich, ob Sie das Gläschen noch einmal auf einen Teller umgefüllt wird oder nicht, muss die Mahlzeit vor dem Füttern auf jeden Fall gut umgerührt werden. Denn in der Mikrowelle wird das Glas nicht zwangsläufig gleichmäßig erhitzt. Während die oberste Schicht von Babys Menü vielleicht gerade die richtige Temperatur für den kleinen Feinschmecker hat, kann die Schicht darunter plötzlich kochend heiß oder natürlich auch noch eiskalt sein.

Regel Nr. 4:

Ganz gleich, ob vom Teller oder direkt aus dem Gläschen: Unumgänglich ist, dass Sie die Temperatur der Baby-Mahlzeit immer noch einmal prüfen, bevor Sie Ihr Kind damit füttern. Das Glas selbst gibt Ihnen leider häufig die falsche Auskunft über die Temperatur, da es meistens wesentlich kälter ist als die Nahrung darin. Zur wirklichen Temperaturprüfung eignen sich Ihr Finger oder aber Ihr eigenes Hitze-Empfinden innerhalb Ihres Mundraums. Im besten Fall natürlich beides! Und bedenken Sie: Was für Sie schon heiß ist, empfindet ihr Baby als noch viel heißer – Pusten allein hilft da nicht.