An den Universitäten in Bonn und in Greifswald wurde die zweite Studie zum Verzehrverhalten der deutschen Bevölkerung durchgeführt, bei der insgesamt 14.200 Testpersonen zu ihrem Einkaufs- und Essverhalten befragt wurden. Im Fokus der Studie: Bioprodukte, die gängigerweise im Supermarkt erhältlich und mit dem Gütesiegel „Bio“ gekennzeichnet sind.

Den Ergebnissen der Studie zufolge zahlen ernährungsbewusste Menschen dementsprechend absolut bewusst und auch wohlweislich gerne mehr, um sich mit wertvollen Lebensmitteln zu verköstigen. Im Durchschnitt, so die Studie,  45% mehr an Kosten als Käufer, die auf Bio-Lebensmittel verzichten.

Damit zeigt sich allerdings nicht unbedingt, dass gesunde Ernährung auch immer gleichbedeutend mit “teurer“ ist. Denn, so fand die Studie ebenfalls heraus: Diejenigen Käufer, die bewusst auf die Kennzeichnung „Bio“ achten, ernähren sich auch im Allgemeinen gesünder. Auf ihrem Speisezettel rangiert Fleisch ganz hinten, wohingegen Obst und Gemüse an der Tabellenspitze stehen.

Bei denjenigen, die hingegen auf die teureren Bioprodukte – oftmals auch auf Grund der höheren Preise – verzichten, war auch im Allgemeinen der Fleischverzehr wesentlich höher. Doch zu viel Fleisch ist nicht nur ungesund, sondern strapaziert den Geldbeutel mitunter weitaus mehr, als es bei frischem Obst und Gemüse der Fall ist.

Von daher: Bioprodukte stehen nicht nur weiterhin im Trend, sondern schonen, obwohl sie auf den ersten Blick teurer sind, am Monatsende doch ein ums andere Mal den Geldbeutel. Wer also sowohl etwas für seine Gesundheit als auch etwas für sein Portemonnaie tun möchte, der greift vielleicht in Zukunft doch ab und an mal zu den vermeintlich kostenintensiveren Bio-Produkten.