Schon unsere Großmütter wussten es: Das Beste bei Erkältung und Schnupfen ist eine liebevoll zubereitete Hühnersuppe.

Amerikanische Wissenschaftler* haben bereits im Jahr 2000 herausgefunden, dass die Inhaltsstoffe einer Hühnersuppe die Entzündungen im Körper dämpfen können. Die lindernde Wirkung soll durch die Extrakte aus dem Hühnerfleisch in Kombination mit dem Gemüse entstehen.

So wirken die Zutaten in der Hühnersuppe

  • Huhn: Das Huhn liefert zusätzlich viel L-Carnitin, ein Protein, dass die Bildung von Abwehrzellen erhöht. Das Huhn versorgt das Immunsystem außerdem mit Zink, welches die Dauer von grippalen Infekten deutlich verringern kann.
  • Sellerie, Lauch und Karotten: Sellerie und Lauch enthalten viel Vitamin C und fördern die Bildung von Antikörpern im Kampf gegen die Viren und Bakterien. Die Vielzahl an Vitaminen, die in der Suppe allein durch das Gemüse enthalten sind, unterstützen und stärken die körpereigene Abwehr.
  • Zwiebeln: Die in der Hühnersuppe enthaltenen Zwiebeln lassen Entzündungen abklingen und lösen den Schleim. Die Zwiebel enthält außerdem das Flavonoid Kaempferol, welches eine entzündungshemmende Wirkung hat. Flavonoide sind hitzestabil. Die Wirkung ist deshalb auch nach längerem Kochen enthalten. Eine zusätzliche Portion an B-Vitaminen hilft bei der Produktion der Abwehrkörper.

Fertigsuppe oder Instantbrühe – Nein Danke!

Beachten Sie, dass Fertigsuppen nicht den gleichen Effekt wie eine selbst zubereitete Suppe haben.

Wundermittel Hühnerbrühe: Darum hilft Sie bei Schnupfen und Erkältung

Die Hühnersuppe wirkt wohltuend und heilend, wenn es entweder dem Körper oder der Seele – oder aber auch beiden – schlecht geht. Die Frage ist nur, wie schafft sie das?

Das Geheimnis sind die Zutaten und ihre Zubereitung.

Inhalieren des heißen Dampfes

Beim Essen der heißen Hühnerbrühe wirkt der Dampf der Suppe in den Atemwegen wie eine Inhalation. Der Dampf befeuchtet die Schleimhäute, löst den Schleim und hemmt so die Vermehrung der Viren. Die Infekte der oberen Atemwege scheinen gehemmt, und die Nase wird endlich wieder frei, so dass auch die Luftzufuhr wieder stimmt.

Deshalb ist für uns Erwachsene schon allein das Gefühl, den dampfenden Teller oder die dampfende Suppenschale in den Händen zu halten, ein wohltuendes Erlebnis. Auch wenn wir uns dieses bisher nicht erklären konnten.

Mit Volldampf auf die Viren

Schon mit dem ersten Löffel der Hühnerbrühe wird uns im Inneren wohlig warm und wir merken, wie sich Verspannungen lösen, und die Wärme wohltuend in die von der Erkältung geplagten Glieder zieht. Währenddessen entfacht in unserem Inneren ein Kampf auf Leben und Tod. Denn hier wird mit Volldampf den Viren der Garaus gemacht, da viele von ihnen Hitze nicht vertragen.

Der Sturmangriff mit Cystein

Die Geheimwaffe der Hühnersuppe ist jedoch ihr Eiweißstoff Cystein, der entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute in Nase, Mund und Rachen wirkt und gleichzeitig die Immunreaktionen des Körpers unterstützt. Die weißen Blutkörperchen, die so genannten Neutrophilen, die mit verantwortlich für die Entzündungsreaktionen und Entzündungsprozesse bei Erkältungen sind, werden hierbei blockiert und können entsprechend keinen weiteren Schaden mehr anrichten.

Die Geheimwaffe Zink

Und zu guter Letzt wirkt der hohe Zinkgehalt positiv auf Erkältungen. Denn in der Hühnersuppe ist er gebunden an den Eiweißbaustein Histidin, wodurch der geschlauchte Körper das Zink besonders gut aufnehmen kann. Das macht ihn stark genug, um auch den letzten überlebenden Viren und Bakterien den Kampf anzusagen.

Wer mag, kann neben den gängigen Rezepten zur Zubereitung auch noch ein Stück Ingwerwurzel, ein wenig Chili und eine Handvoll schwarze Bohnen mit in die Suppe geben, um ihren Wirkungsgrad weiter zu erhöhen. Bei der Zubereitung der Suppe für Kinder sollte darauf jedoch besser verzichtet werden.

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Das Hühnersuppen-Original

In jedem Fall sollte die Hühnerbrühe oder Hühnersuppe selbst gekocht sein, da Fertigsuppen hinter dem Original und seinen magischen Kräften weit hinterher hinken. Außerdem ist die Hühnerbrühe, wenn sie selbst zubereitet wurden, frei von Geschmacksverstärkern und künstlichen Aromen. Und wie immer gilt: Nur wenn Sie selber kochen, wissen Sie, was drin ist. Und Ihre Mutter hat Ihnen bestimmt das Beste aller Rezepte mitgegeben. Wenn nicht, finden Sie hier unser Rezept:

Hühnersuppe: Rezept und Zubereitung

Zutatenliste

Zur Zubereitung der Hüherbrühe benötigen Sie folgende Zutaten:

Das Rezept für 4 Personen:

  • 1 Huhn* (ca. 2,5 kg) Bio-Qualität, Freiland
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 Nelken
  • 5 Wacholderbeeren
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 EL Salz
  • 2-3 Stück Karotten
  • 150g Lauch
  • 150g Staudensellerie
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 große Zwiebel (oder 2 kleine)
  • 120g Fadennudeln (falls gewünscht)
Hühnersuppe Zutaten. Suppenhuhn, Zwiebeln, Karotten, Lauch, Sellerie
Zutaten Hühnersuppe: Suppenhuhn, Zwiebeln, Karotten, Sellerie

*Beim Kauf des Suppenhuhns (oder besser des Huhns für die Suppe) sollten Sie auf Bio-Qualität achten. Mit den ausgemergelten und oft mit Medikamenten gepäppelten Tiefkühl-Suppenhühner vom Discounter, können Sie sich das Suppekochen sparen. Da lohnt sich der Aufwand nicht.

TIPP: Anstelle des Suppenhuhns können Sie auch 3-4 Hähnchenschenkel verwenden. Die Garzeit beträgt dann ca. 40 Minuten.

Zubereitung Hühnersuppe

Benötigte Zeit (inkl. Kochzeit)  2 Stunden.

Hühnersuppe nach dem Rezept von Oma

  1. Suppenhuhn vorbereiten

    Huhn innen und außen mit kaltem Wasser abwaschen und in den Suppentopf geben. Das Suppenhuhn mit Wasser bedecken und langsam zum Kochen bringen.

  2. Suppengemüse vorbereiten

    Zwiebel waschen und mit der Schale halbiern und mit den Nelken gespickt ins Kochwasser geben. Lorbeerblätter, Pfefferkörner, Wacholderbeeren zugeben.
    Karotten, Lauch und Petersilienwurzel waschen und schälen und zusammen mit dem Staudensellerie in kleine Stücke schneiden.

    Vorbereitetes Suppengemüse in zwei Portionen teilen und eine Hälfte direkt zum Huhn in den Topf geben.
    Dieses Suppengemüse wird bis zum Schluß mitgekocht und schmeckt daher ziemlich „ausgelaugt“, weshalb wir es am
    Ende der Kochzeit aus der Suppe entnehmen und durch frisches Gemüse ersetzen.

  3. Suppe aufkochen lassen – dann Temperatur reduzieren

    Sobald die Suppe kocht, Hitze reduzieren und für ca. 1 -1½ Stunden bei niedriger Kochstufe leicht köcheln lassen. Damit die Suppe klar bleibt, ab und zu die Trübstoffe mit einem Schaumlöffel entfernen.

  4. Wann ist das Suppenhuhn gar?

    Nachdem der Sud mit dem Suppenhuhn ca. 1Stunde leicht vor sich hingeköchelt hat, können Sie probieren ob das Huhn gar ist. Das funktioniert am Besten, wenn Sie an einem Hühnerbein ziehen. Sollte sich der Knochen leicht vom Fleisch lösen, ist das Suppenhuhn gar.
    Hühnersuppe zubereiten: Suppenhuhn im Topf - köchelt langsam

  5. Suppenhuhn enthäuten und Fleisch in Stücke schneiden

    Das fertig gekochte Huhn aus der Brühe nehmen und etwas abkühlen lassen. Suppenhuhn enthäuten, das Fleisch von den Knochen lösen und in mundgerechte Stückchen schneiden.
    Lorbeerblätter und das Gemüse aus der Hühnerbrühe entfernen.
    Brühe aufkochen und die zweite Hälte vom Suppengemüse zugeben und fünf Minuten bei mittlerer Temperatur garziehen lassen.

  6. Nudeln kochen

    In der Zwischenzeit Fadennudeln oder Buchstabennudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsbeilage kochen. Am Ende der Garzeit in einem Sieb gießen und gut abtropfen lassen.

  7. Hühnersuppe fertigstellen

    Sobald das Suppengemüse gar ist, Hühnerfleisch und Suppennudeln in die Brühe geben. Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit und gute Besserung!

*Quelle: https://www.unmc.edu/publicrelations/media/press-kits/chicken-soup/