Mütter können bekanntlich zu Löwinnen werden, wenn es um ihren Nachwuchs geht. Werdende Mütter hingegen erscheinen eher wie das strahlende Burgfräulein, auch wenn sie sich, was kaum zu verbergen bleiben wird, offensichtlich bereits haben erobern lassen. Aber ihre Burgen sind Vorfreude, Spannung und Zuversicht. Ihre Ritter sind rüstige Rentner, die ihnen die Tür aufhalten, ungestüme Jungen, die ihnen den hart umkämpften Sitzplatz überlassen, ältere Damen, die ihnen ungefragt wohlgemeinte Ratschläge erteilen, und kleine Mädchen, die versprechen, den Stammhalter mit ihrer gesamten Armee aus Teddybären, sonstigen Kuscheltieren und Puppen zu verteidigen.

Kurz: Werdende Mütter sind bestens gerüstet, um ihren Nachwuchs schon im Mutterleib zu schützen. Jetzt verleiht ihnen eine Garde von Forschern der schwedischen Universität Göteborg noch ein passendes Schutzschild. Ganz einfach gefertigt aus viel Gemüse, mit dem sie ihr Baby schon in den Monaten bis zur Geburt gegen den üblen und machthungrigen Diabetes-Typ-1 verteidigen können.

Für das Ergebnis der Studie hat die schwedische Forschergarde keine Mühen gescheut und insgesamt 6.000 Fünfjährige untersucht. Dabei zeigte sich, dass bereits erfolgte Erkrankungen oder das Risiko einer Diabetes-Typ-1 umso höher war, je weniger Gemüse die Mütter der Kinder während der Schwangerschaft zu sich genommen hatten.

Insbesondere aber stellte sich heraus, dass das Risiko einer Erkrankung bei den Kindern am geringsten war, bei deren Müttern in der Schwangerschaft täglich Gemüse auf dem Speiseplan gestanden hatte. Welche Gemüsesorten das genau waren, ist allerdings nicht bekannt.

Dennoch, Fakt laut Studie ist: Gemüse ist nicht nur gesund, sondern auch eine Geheimwaffe gegen Diabetes-Typ-1.

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