Karies bei Milchzähnen? Das ist doch kein Problem, oder? Die fallen doch ohnehin irgendwann aus und werden durch die zweiten Zähne ersetzt. Wenn es doch so einfach wäre. Wenn die Kleinen bereits Karies an den Milchzähnen hatten, ist damit zu rechnen, dass die Kinder später auch bei den zweiten Zähnen Karies bekommen.

Frühkindliche Karies

Während die Kariesfälle bei älteren Kindern und Jugendlichen in den letzten 20 Jahren um etwa 90 Prozent zurückgegangen sind, nimmt die frühkindliche Karies stark zu. Die frühkindliche Karies, auch bekannt als Nuckelflaschen-Karies, betrifft jedes zehnte Kind, das unter drei Jahren ist.

Dass Zucker schlecht für die Zähne ist, lernen die Kinder bereits im Kindergarten. Im Mund sind Bakterien vorhanden, die den Zucker in schädliche Säuren umwandeln. Die Säuren wiederum greifen den Zahnschmelz an, indem sie Mineralien aus ihm herauslösen. Dadurch wird der Zahnschmelz weicher und angreifbarer für Karies.

Durch den Speichel werden immer wieder Mineralien in den Zahnschmelz eingelagert. Wenn aber zu viel Zeit zwischen dem Säureangriff und dem Einbau der Mineralien vergeht, entstehen Verfärbungen auf den Zähnen. Zunächst sind auf den Zähnen weiße Flecken zu sehen, hierbei handelt es sich bereits um eine Sekundärkaries, die sich jedoch gut behandeln lässt. Zum Beispiel durch eine fluoridhaltige Zahncreme. Ein Zuviel an Fluorid kann jedoch ebenfalls dafür sorgen, dass der Zahnschmelz weicher und damit anfälliger für Karies wird.

Wenn die Sekundärkaries nicht zurückgeht oder zum Stillstand kommt, kann sie weiter in den Zahn eindringen und das sogenannte Dentin, also das Zahnbein beschädigen. Im Gegensatz zum Zahnschmelz kann sich das Dentin nicht selber wieder regenerieren. Wenn das erste Loch im Zahn entdeckt wurde, ist der Gang zum Zahnarzt unausweichlich.

Der erste Zahn kann schon anfällig für Karies sein

So traurig es auch klingt, Ihr Kind kann bereits ab dem ersten Zahn eine Karies bekommen. Die häufigste Ursache für Karies beim Kleinkind sind zuckerhaltige Getränke aus der Nuckelflasche. Durch das ständige Nuckeln am Fläschchen kommen die Zähne ständig in Kontakt mit Zucker. Dadurch ist es dem Zahnschmelz kaum noch möglich, sich wieder durch die Mineralien im Speichel zu regenerieren und die Säuren zu neutralisieren.

Die beiden oberen Frontzähne sind bei den Kleinen besonders gefährdet, eine Karies zu entwickeln. Diese Zähne kommen schließlich sehr intensiv mit Getränken und der Nahrung in Kontakt. Allerdings befinden sich im Bereich der Frontzähne keine Speicheldrüsen, die die Zähne durch den flüssigen Speichel schützen könnten. Aus diesem Grund ist eine sorgfältige Mundhygiene ab dem ersten Zahn unerlässlich.

Karies ist eine ansteckende Erkrankung

Viele Mütter nehmen die Nuckelflasche in den Mund, um zu überprüfen, ob die Babymilch zu warm ist. Wenn Sie selbst an Karies leiden, können Sie ihr Kind mit dieser chronischen Erkrankung anstecken. Hat Ihr Kind erst das erste Loch im Zahn, breitet sich die Karies meistens auch auf die restlichen Zähne aus. In löchrigen Zähnen siedeln sich besonders viele Bakterien an, die für die Entstehung von Karies verantwortlich sind. Umso wichtiger ist es, dass Ihr Kind bereits ab dem ersten Zahn, in regelmäßigen Abständen von einem Zahnarzt untersucht wird.

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Warum ist es so wichtig, kariöse Milchzähne zu behandeln?

Diese Frage stellen sich viele Eltern. Schließlich fallen die Milchzähne doch ohnehin aus. Dennoch können die Löcher auch bei Milchzähnen sehr schmerzhaft sein. Zudem ist die frühkindliche Karies eine Gesundheitsstörung, die weitreichende Folgen haben kann. Aufgrund der kranken Zähne können Fieber und sogar Abszesse entstehen, die mitunter lebensgefährlich sein können.

Auch wenn die Milchzähne ausfallen, ist das Risiko deutlich erhöht, dass die bleibenden Zähne ebenfalls von Karies befallen werden. Wenn die Zähne derart stark zerstört sind, dass sie bis zur Zahnkrone wegbrechen, haben die Kinder häufig Probleme mit dem Essen und dem Sprechen. Darüber hinaus können kieferorthopädische Probleme auftreten, wenn die Milchzähne nicht richtig behandelt werden. Dies gilt vor allem dann, wenn die Kinder Ihre Backenzähne früh verlieren, da sie als Platzhalter für die bleibenden Zähne dienen.

Wie kann man einer frühkindlichen Karies vorbeugen?

Zahnpflege! Reinigen Sie die ersten Zähne Ihres Babys vorsichtig morgens und abends mit einem Wattestäbchen. Ab dem sechsten Lebensmonat sollten Sie die Zähne Ihres Kindes täglich zweimal putzen, um sie von Plaque zu befreien. Dabei sollten die Zähne einmal am Tag mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta für Kinder  und einmal mit einer Zahnpasta ohne Fluorid  geputzt werden. Fluoridhaltige Zahnpasta für Kinder enthält weniger Fluorid als die Zahncreme für Erwachsene. Zuviel Fluorid kann den Zahnschmelz des Kindes aufweichen.

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Ab dem zweiten Lebensjahr sollten Sie Ihrem Kind die Zähne zweimal täglich mit einer fluoridierten Kinderzahncreme reinigen. Um Ihr Kind vor einer Karies zu schützen sollten Sie keine zucker- oder säurehaltigen Getränke in die Nuckelflasche geben. Kinder sollten möglichst früh lernen, aus einem Becher oder einem Glas zu trinken, da auch das ständige Umspülen der Zähne mit Wasser schädlich für die Zähne ist. Sobald die ersten Milchzähne da sind, sollten Sie einen Termin bei einem Kinderzahnarzt vereinbaren.

Zwischen dem sechsten und dem 34. Lebensmonat können Sie drei Früherkennungsuntersuchungen für Karies bei einem Kinderzahnarzt durchführen lassen. Sollte der Zahnarzt eine Karies entdecken, werden die Milchzähne mit einem Fluoridlack behandelt. Dieser härtet den Zahnschmelz und verhindert, dass die Karies weiter fortschreitet. So können Sie den Grundstein für gesunde Zähne bereits im Kleinkindalter legen.

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