Das gemeinsame Auspusten der Ostereier gehört in vielen deutschen Haushalten zur jährlichen Tradition vor dem Osterfest. Gerade dann, wenn Kinder dabei sind, macht es besonders Spaß die Eier erst auszupusten und danach anzumalen. Oder die Eier werden zunächst gekocht und später gefärbt. Was aber viele Eltern dabei vergessen, ist die Gefahr von Infektionen, die von den Eiern ausgehen können. Sie sollten wichtige Hygieneregeln beachten, um sich und ihre Kinder vor Infektionen zu schützen.

Ostereier auspusten: Salmonellen sind die größte Gefahr

Gerade Eier können schnell zu einer Salmonelleninfektion führen. Die Salmonellen sitzen meistens auf der Eierschale, manchmal auch auf dem Eigelb. Untersuchungen haben ergeben, dass 0,5 Prozent der Eier mit Salmonellen belastet sind. Das begründet auch die hohe Zahl der jährlichen Infektionen, denn es werden jährlich rund 50.000 Infektionen gemeldet. Experten schätzen, dass die Dunkelziffer wesentlich höher liegt. Eine Salmonelleninfektion macht sich durch schweren Durchfall mit Erbrechen und starken Kopfschmerzen bemerkbar. Mit der richtigen Hygiene kann eine Infektion ganz einfach verhindert werden. Dennoch ist die Gefahr für kleine Kinder besonders groß. Menschen mit einem schwachen Immunsystem kann diese Infektion schwer treffen, manchmal verläuft sie sogar tödlich. Kleine Kinder, sowie ältere und kranke Menschen sollten daher gar nicht mit rohen Eiern in Berührung kommen. Kinder unter fünf Jahren sollten besser auf den Brauch verzichten.

Hygiene beim Ostereier färben

Dennoch muss keiner ganz auf die Tradition verzichten. Wichtig ist, dass Sie ein paar Regeln zur Hygiene beachten. Wenn Sie Ostereier auspusten möchten, dann sollten Sie nur saubere und frische Eier verwenden. Am besten waschen Sie die Eier vor und nach dem Auspusten mit warmen Wasser und etwas Spülmittel ab und säubern es anschließend mit einem Küchenpapier. Bohren Sie das Ei vorsichtig an und säubern Sie danach das Werkzeug. Geht etwas aus der Eierschale verloren, wischen Sie es direkt weg. Damit Sie das Ei nicht mit dem Mund berühren müssen, verwenden Sie zum Auspusten besser einen Strohhalm oder eine Einwegspritze mit Kanüle. Nach dem Auspusten der Eier waschen Sie und Ihre Kinder am besten die Hände gründlich mit Seife. Sind Hände und Eier sauber, können Sie bedenkenlos die Eier anmalen. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie künstliche Eier aus Kunststoff, Holz oder Styropor bemalen. Bei diesen Eiern besteht keine Infektionsgefahr, sie zerbrechen nicht so schnell und Sie können sie auch im nächsten Jahr wieder zur Dekoration verwenden.

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Gekochte Eier sind bedenkenlos

Nicht nur zur Dekoration werden die Eier vor Ostern bemalt. Viele Eier werden gekocht und gefärbt, um sie anschließend zu verzehren. Von einem gekochten Ei geht keine Infektionsgefahr mehr aus, denn die hohen Temperaturen töten die Keime ab. Dennoch ist es wichtig, dass die gekochten Eier nicht beschädigt sind, sonst können Bakterien in das Ei eindringen. Diese vermehren sich im Innern des Eies und machen es schnell ungenießbar. Aus diesem Grund sollten Sie auch nie Eier unter kaltem Wasser abschrecken, denn auch auf diese Weise können schnell Keime in das Ei eindringen. Wichtig ist, dass Sie die Eier nach dem Kochen und Färben sauber, kühl und trocken lagern. Das macht die Eier länger haltbar. Dennoch sind die selbst gekochten Eier nicht unbegrenzt haltbar. Anders ist es bei den gefärbten Eiern, die fertig im Handel zu erwerben sind. Sind werden länger haltbar gemacht, indem sie mit einem Schutzlack behandelt werden. Dennoch sollten sie auch im Kühlschrank liegen.

Zum Nachdenken

Die Tradition, die Eier für das Osterfest auszupusten, bringt leider mit sich, dass oft das Eigelb und das Eiweiß im Müll landet. Diese Verschwendung von wertvollen Lebensmitteln muss nicht sein, wenn Sie aus den Eiern einfach einen leckeren Osterkuchen backen.