Wer bestimmt, welche Augenfarbe ein Kind bekommt?

Für werdende Eltern ist es ein ungemein spannendes Erlebnis ihr Kind nach der Geburt das erste Mal sehen und auf den Arm nehmen zu können. Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen mit der Mutter oder dem Vater werden gesucht. Da die Frage nach Äußerlichkeiten wie Haarfarbe, Mund- und Nasenform, aber auch der Augenfarbe endlich geklärt werden sollen.

Diese sind allesamt durch genetische Faktoren bedingt und werden folglich von den Eltern vererbt. Aufmerksamen Eltern ist mitunter aufgefallen, dass ihr Kind mit blauen Augen auf die Welt kommt und nach einigen Monaten die Augenfarbe wechselt. Dieser Fakt sorgt immer wieder für Überraschung, da nur wenige sich dieses Phänomen erklären können.

Wie kommt es zu dem Farbwechsel der Augen?

Die Augenfarbe wird also genetisch durch die Eltern vererbt. Kleine Farbpigmente, welche Melanin genannt werden, verursachen die Färbung der Augen und stellen zusätzlich ein Schutz gegen UV-Strahlen dar. Die Pigmente befinden sich auf der sogenannten Iris.

Ein hoher Melaninanteil äußert sich in einer braunen Farbe, während das Auge bei wenig Melanin eine blaue Farbe annimmt. Wenn ein Kind geboren wird, ist allerdings noch kein Melanin in seiner Iris enthalten, sodass die Augen in den ersten Monaten tatsächlich blau sind.

Im Laufe der nächsten Monate entwickelt sich allerdings durch die zunehmende Pigmentierung die genetisch bedingte Augenfarbe, sodass sich nach ca. einem halben Jahr die bleibende Augenfarbe eingestellt hat. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, dass dies nur für Kinder europäischer Eltern uneingeschränkt gilt, da asiatische und afrikanische Babys oft schon mit pigmentierten Augen auf die Welt kommen.

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Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Iris des Kindes noch kein Melanin enthält und daher blau zu sein scheint. Nach wenigen Monaten setzt sich durch den steigenden Melaningehalt der Iris die vererbte Augenfarbe durch.