Schulmedizin versus alternative Heilmethoden. Ein altbekanntes Diskussionsthema, das sich in der Vergangenheit jedoch immer mehr aneinander angenähert hat. Schulmediziner schließen die Wirkung alternativer Heilmethoden nicht mehr generell aus, auch wenn sie sie sich noch immer nicht erklären können. Und umgekehrt verweisen auch Vertreter der Alternativ-Programme ihre Patienten an Schulmediziner, wenn sie sehen, dass die Erkrankung weitreichenderer Behandlungsmethoden bedarf.  Und auch viele Eltern vertrauen, wenn es um ihre Kinder geht, sowohl auf pflanzliche Medikamente, als auch auf die Schulmedizin. Wie sehr, hat nun eine Studie der Universitätskinderkliniken in München und in Leipzig herausgefunden.

In Kooperation mit zwei Kinderarztpraxen, die ebenfalls ins Leipzig ansässig sind, wurden Eltern dahingehend befragt, ob sie zu alternativen Heilmethoden bzw. zu pflanzlichen Medikamenten greifen, um Erkältungssymptome bei ihren Kindern zu behandeln. Auf diese Frage antworten 86% der befragten Eltern mit „Ja“.

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Auf die Frage, ob sie ihren Kinderarzt denn auch von der zusätzlichen Verabreichung dieser pflanzlichen Mittel in Kenntnis setzen, fiel die Antwort nicht ebenfalls zu 86% mit einem „Ja“ aus. Hier zeigte sich, dass der Kinderarzt oftmals nicht darüber informiert wird, welche Phytopharmaka dem Kind bereits gegeben wurden, um die ersten Symptome zu lindern oder ihm zu einer ruhigen Nacht zu verhelfen.

Pflanzliche Medikamente: Wechselwirkung ausschließen

Dies jedoch kann zu negativen Wechselwirkungen führen. Wechselwirkungen, die auf nichts anderes als einen Medikamenten-Mix zurückzuführen sind. Denn: Auch pflanzliche Medikamente sind Medikamente!

Auch wenn die Wechselwirkungen in diesen Fällen nicht unbedingt gravierend sind. Dennoch: Kein Kind sollte unter Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Juckreiz leiden müssen, nur weil der behandelnde Kinderarzt nicht darüber informiert wurde, welche pflanzlichen Medikamente das Kind bereits eingenommen hat. Denn nur, wenn er das weiß, kann er das richtige Medikament verschreiben, das sich mit den bisher verabreichten Substanzen verträgt.

Also nicht vergessen: Auch pflanzliche Medikamente, sind Medikamente, über deren Einnahme der Kinderarzt bei einer notwendigen Behandlung informiert werden sollte.