Unsere lieben Kleinen werden nicht nur immer größer, sondern auch immer dicker. So liegt in Deutschland schon jedes 5. Kind über seinem Ideal- oder Normalgewicht und gilt als übergewichtig. Zusätzliche Pfunde, die erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben können – sowohl körperlich als auch seelisch.

Natürlich spielt und tobt die heutige Kindergeneration nicht mehr so viel draußen herum wie es früher der Fall und vor allem auch möglich war. Dennoch sind neben ausreichender Bewegung auch die so genannten Kalorienfallen der Grund für jedes Pfund und Kilo mehr, das sich so ausladend um Hüfte, Po, Bauch und Oberschenkel schmiegt.

Das Fiese daran: Die Kalorienbomben verstecken sich oft in Produkten, bei denen Eltern davon ausgehen, dass sie gut für die Entwicklung des Kindes und damit gesund sind. Doch oftmals liegen sie damit genau falsch.

Die versteckten Kalorienbomben

Zu den versteckten Kalorienbomben zählen insbesondere Getränke. Zwar ist es wichtig, täglich ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und den Flüssigkeitshaushalt gerade von spielenden und tobenden Kindern wieder auszugleichen, doch kommt es definitiv darauf an, WAS die Kinder trinken.

Wahre Kalorienbomben sind vor allem zuckerhaltige Erfrischungsgetränke und zuckerhaltige Fruchtsäfte, da 30 Prozent der täglichen Kalorien bei Kindern über die Getränke aufgenommen werden. Im Vergleich: Kinder im Alter zwischen 7 und 9 Jahren haben einen durchschnittlichen Energiebedarf von ca. 1.800 Kilokalorien. Ein Liter Apfelsaft oder eine 1L-Flasche Limonade decken dabei oftmals schon 500 Kilokalorien täglich ab.

Besser als zuckerhaltige Erfrischungsgetränke oder Fruchtsäfte sind entsprechend Wasser und/ oder ungesüßte Tees wie Kräuter- oder Früchtetees. Wenn Ihr Kind auf Saft nicht verzichten möchte oder soll, empfiehlt es sich, diesen zumindest mit Wasser zu verdünnen und zu einer Fruchtschorle umzuwandeln, die nur noch zu einem Drittel aus Saft und zu zwei Dritteln aus Wasser besteht.

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Ebenfalls in die Kalorienfalle tappen, können Eltern beim Kauf von als “kindgerecht“ deklarierten, oft fettarmen, aber dafür kalziumreichen Joghurts. Denn auch wenn der Fettgehalt reduziert ist, sagt diese Werbeaussage wenig über den Zuckeranteil im Joghurt aus, mit denen das Schlemmervergnügen den Kindern zumeist versüßt wird und der dementsprechend auch im “kindgerechten“ Joghurt oftmals wesentlich zu hoch ist.

Gleiches gilt für Müsli, Frühstücksflocken & Co. Auch hier finden sich zahlreiche Produkte, hinter denen sich wahrhafte Kalorienbomben verbergen. Denn auch diese werden oftmals gezuckert, um Gaumen und Zunge der Kleinen schmackhaft zu verwöhnen.

Tipp

Bei allen Produkten, die Sie für Ihr Kind kaufen, sollten Sie bewusst auf die Süßungsmittel achten, denn auch Fruchtzucker ist beispielsweise Zucker – wenn auch nicht in kristalliner Form. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass Ihr Kind fast den gesamten lieben langen Tag hindurch nascht, weil die beschriebenen Kalorienbomben nämlich bei näherer Betrachtung eigentlich eher Süßigkeiten als Nahrungsmittel sind.

Kein Wunder also, dass Kinder mittlerweile zum Übergewicht neigen. Um das Gewicht zu reduzieren oder ein gesundes Gewicht zu halten, sind auch beim Kind zwei Dinge unerlässlich:

eine ausgewogene Ernährung

ausreichend Bewegung

Und: Naschen sollte in kontrollierter Form weiterhin erlaubt sein, denn das braucht einfach jedes Kind!