Die Babyzeichensprache wird in den USA und in England bereits seit den 80er Jahren von Experten erforscht. Die Idee, Kurse für Babyzeichensprache anzubieten, basiert auf der Feststellung, dass Babys von gehörlosen Eltern schneller kommunizieren können, als Babys deren Eltern keinen Hörverlust haben.

Ab welchem Alter ist der Babyzeichensprachkurs empfehlenswert?

Der ideale Zeitpunkt mit der Babyzeichensprache zu beginnen, liegt bei dem sechsten bis neunten Lebensmonat. Da ist das Kind fähig, sich mit Zeichen zu verständigen.

Die Kurse werden von ausgebildeten Kursleitern durchgeführt und bestehen in der Regel aus zwölf Stunden à 60 Minuten. Der Preis eines solchen Kurses beläuft sich auf circa 90 Euro. Des Weiteren gibt es spezielle Workshops nur für die Eltern, die Kosten hierfür belaufen sich für drei Stunden auf circa 35 Euro.

Babyzeichensprache: So läuft ein Kurs ab

Zunächst lernen interessierte Eltern gemeinsam mit ihrem Kind das Grundvokabular der Babyzeichesprache. Dies geschieht durch das Singen von Kinderliedern und der Durchführung verschiedener altersgerechter Spiele. Hierbei werden bestimmte Wörter mit entsprechenden Zeichen verbunden, dadurch lernt das Baby verschiedene Handbewegungen und deren Bedeutungen.


Babys lernen unterschiedlich schnell. Manche Babys können bereits nach ein paar Wiederholungen selbst Zeichen formen, ein anderes Kind braucht vielleicht ein bisschen mehr Zeit. Man kann es mit dem Erlernen der Sprache vergleichen, bei dem auch jedes Kind sein eigenes Tempo vorgibt.

Wie überall, sind auch beim Erlernen der Babyzeichensprache kritische Stimmen hörbar. Kritiker vertreten die Meinung, dass die Zeichensprache die Sprachentwicklung in keinster Weise positiv beeinflusst, manche gehen sogar so weit zu behaupten, dass die Sprachentwicklung dadurch sogar verzögert würde.

Vorteile eines Babyzeichensprachkurs 

Wer sich für einen Babyzeichensprachkurs gemeinsam mit seinem Kind entscheidet, wird bald die vielen Vorteile sehen, die sich für Eltern und Kind ergeben. Und ganz neben bei, genießen Eltern und Kind auch die gegenseitige intensive Zuwendung sowie die Zeit, die man gemeinsam sinnvoll verbringt.

Vorteile für Mama und Papa

Wenn zwei Menschen sich nicht verstehen, erzeugt es Frust auf beiden Seiten. Und genauso verhält es sich auch mit dem Baby und dessen Eltern. Durch das Erlernen der Babyzeichensprache hat das allgemeine Rätselraten ein Ende, man kehrt einer gewissen Unsicherheit gekonnt den Rücken und verfügt ganz klar über ein besseres Verständnis bezüglich der Bedürfnisse des Kindes. Außerdem können Eltern nun besser auf die Bedürfnisse und Wünsche ihres Säuglings eingehen, da sich das Baby viel konkreter mitteilen kann. Mittels Zeichensprache ist es dem Baby nun möglich, seinen Eltern unmissverständlich mittzuteilen, das es müde ist oder Hunger hat. Dadurch verläuft der Alltag entspannter und einfacher.

Das Erlernen der Zeichensprache bringt auch für das Baby Vorteile

Das Baby möchte von Geburt an verstanden werden, kann sich aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht verbal äußern. Daher versucht es, sich mittels Körpersprache zu verständigen. Wer die Körpersprache von Babys deuten kann, trägt in jedem Fall zu einer besseren Verständigung bei.
Es ist auch für das Baby von Vorteil, wenn die Mutter versteht, dass es beispielsweise Durst hat, so werden seine Bedürfnisse schneller erfüllt.
Auch Babys beschäftigen schon gewisse Dinge.

Über die Babyzeichensprache ist eine „Unterhaltung“ mit den Eltern möglich. Das Baby fühlt sich verstanden und ist glücklich und zufrieden. Ebenso ist es für das Baby von Vorteil, dass es von nun an auch versteht, was sie Eltern ihm sagen wollen. Durch das Nachahmen der erlernten Zeichen werden beim Baby außerdem die Selbstwahrnehmung sowie die Feinmotorik gefördert.

Je besser man sich untereinander versteht, desto enger und intensiver ist die Bindung zueinander. So ist das auch zwischen Eltern und Kind oder zwischen Baby und älteren Geschwistern.